Am Dienstag, den 21.07.2026 war ich mit Sonne wieder mal in den Kalkkögeln unterwegs. Nachdem wir in der NW- und W-Wand der Riepenwand über die Jahre schon so manche Abenteuerroute geklettert waren, fiel unsere Wahl diesmal auf den „Mauerläufer“.
Die von A. Orgler und M. Wilberger 1987 eröffnete Linie
verläuft im abweisenden gelb-schwarzen Wandbereich der Riepen NW-Wand ganz
links. Die erste Seillänge (VI+, 50m, 4 H.) führt dabei aus der steilen Rinne
bis auf das von links kommende Einstiegsband der Route „Fliegerbandl“ (alter SH
wenige Meter darüber) und birgt bei Griffausbruch eine nicht unerhebliche
Gefahr, wieder im Schotter zu landen. In der zweiten Seillänge (VI-, 30 m, 3 H.)
mündet ein steiler Piazriss in eine Querung mit abdrängendem Aufsteher am Ende.
Vom Stand links darüber (2 SH + KK) startet die dritte Seillänge (VI, 40 m, 4
H.) gleich mit einer steilen Wandstelle in eine seichte Verschneidung und
bleibt über Risse und Linksquerungen bis zum Schluss athletisch (2 SH). Über ein Schichtband nach links und eine Wandstelle (VI-) empor, erreicht die vierte
Seillänge (25 m) einen Riss, welcher zum nächsten Stand (2 SH) führt. Die fünfte und
letzte Seillänge ist nominell die Schlüsselseillänge (VI+/VII-, 30 m, 2 H.).
Sie quert unter einem kleinen Dach nach rechts, ehe es an der Kante überwunden und die darauffolgende Platte wiederum nach rechts gequert wird. Eine
letzte Wandstelle leitet auf das große Schichtband (2 SH), wo wir
zufrieden auf die 5. Begehung dieser Route in knapp 39 Jahren einschlagen
konnten.
An den
Standplätzen finden sich mittlerweile 1-2 Normalhaken, die einzelnen zum Teil etwas
betagten Zwischenhaken lassen sich mit Klemmkeilen und Cams 0,2 – 3 ergänzen.




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