born in tirol

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Mittwoch, 11. September 2013

Wampeter Schrofen/Grünstein Nordwand



Carpe diem…

… man muss kein Altphilologe sein, um den Terminus zu begreifen. Es reicht wenn man einen Blick durch das Fenster wirft. Und da auch Nicht-Lehrer und Nicht-Eisenbahner gelegentlich einen kostbaren Urlaubstag in Psychohygiene investieren, wurden die schönen Albweibersommertage der letzten Woche durch Ausflüge in das Gebirge genutzt.

Da mein Kletterpartner an einer älteren Verletzung laborierte sollte der Zustieg moderat sein, und so statteten wir dem „Wamperten Schrofen“ einen Besuch ab. Stressfreies alpines Sportklettern ist dort in allen Routen garantiert. Wir wählten „4712“ (7) und „Stormrider“ (8-).

Quasi gleich ums Eck befindet sich die Coburger Hütte. An der in Hüttennähe gelegenen Grünstein Nordwand hat Christoph Hainz seine Spuren hinterlassen. Wir nahmen uns den Routennamen zu Herzen und nutzten den Tag. Carpe diem (8) erfordert in der Schlüssellänge ambitioniertes Klettern jenseits der Plaisirgrenze. Und dass der eine oder andere Griff die Reise in die Tiefe suchte wurde am Rucksackdepot beim Einstieg deutlich. Jetzt kann ich endlich die Sportartikel-Geburtstagsgutscheine einlösen um die zertrümmerte Trinkflasche und den zerschlitzen Rucksack zu ersetzen.
Ein abendliches Gewitter im Nacken erreichten wir gerade noch zeitgerecht die Hütte um, so würde der Altphilologe sagen, akasunda litabia zu geniessen. Die abschliessende Fahrt mit dem Mountainbike vom Seebensee hinunter nach Ehrwald war dann mehr feucht als fröhlich.  -mac

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