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Montag, 6. September 2021

Donnerstag, 26. August 2021

Teufelsgrat Integral - Arete du Diable 5c



Nach langem abwarten auf gute Verhältnisse im Montblanc Gebiet konnte ich am Samstag mit Wolfi und Martin  zumindest eine unserer letzten 2 4000er Touren im Gebiet realisieren.

Montag, 23. August 2021

xxx Mann im Eis xxx


Dies ist nicht nur eine mediale Bezeichnung für die 1991 in den Ötztaler Alpen gefundene Gletschermumie, sondern auch für eine Erstbegehung von Karwendel-Franz Baumann und Annelotte Rosenhagen durch die Laliderer Nordwand. 1991 begonnen und schließlich 1993 vollendet, zieht die Route in 27 Seillängen durch den Wandbereich zwischen „Alptraum“ und „Im Reich des Zyklopen“. Von den Erstbegehern mit VI+ und Ao bewertet, konnte W. Thaler im Zuge der ersten Wiederholung bis auf 10 m alles frei klettern und dafür Bewertungen bis VII- vorschlagen.

Für uns begann die Geschichte mit dem handgezeichneten Original-Topo in der Kletterer-Bibel der Falkenhütte. Auch die Erstauflage des Panico-Karwendelführers von 1997 enthielt noch eine Beschreibung dieser vergleichsweise jungen Laliderertour.  Späteren Auflagen zu entnehmen, sei diese nach einem Felssturz oberhalb der Route sehr sandig und nicht mehr begangen worden. Zuvor konnten 1997 S. Jöchler und H. Neswadba die fünfte und letzte uns bekannte Begehung für sich verbuchen. Danach wird nur noch von einem gescheiterten Versuch 2003 berichtet.

Um diesem Mythos auf den Grund zu gehen querten Matthi, Sonne und ich am 21.08.2021 um 08:00 Uhr morgens zum Teil stemmkletternd durch die Randkluft zum Einstieg dieser in Vergessenheit geratenen Tour. In wie beschrieben durchwegs ordentlichem Fels erreicht man im oberen V. Grad nach drei Seillängen einen Standplatz neben dem engen Eingang der namensgebenden, angeblich 10 m tiefen Höhle, welche die Erstbegeher völlig vereist antrafen. Von dort führt ein Risssystem in anstrengender Kletterei empor, bis in Seillänge sieben über abweisende Platten nach rechts gequert wird. Eine dort versteckte Verschneidung leitet zum Beginn eines Seilzugquerganges.

Etwas verwundert, dort erst einen zweiten Haken sowie Schlingen und Karabiner ergänzen zu müssen, seilten wir etwa 20 m in den rechts darunter befindlichen Plattenpanzer. Wir erkannten, wie der dort wiederum von uns eingerichtete Standplatz auch freikletternd aus der Seillänge zuvor durch eine Variante von S. Jöchler und H. Neswadba erreicht werden hätte können. Rechtshaltend über uns leitete nun eine Rissspur durch hellgraue abgeschlagene reibungsarme Platten empor. Spätestens jetzt bemerkten wir, dass wohl etwas mehr als Sand über Route gefallen war. Von den sechs im Topo verzeichneten Haken konnte Matthi, der diese Seillänge mit eiserner Vorstiegsmoral führte, lediglich einen finden und auch dem VI. Grad gerecht werdende Strukturen waren wohl weggebrochen.

Schließlich einen vermeintlichen Standhaken erreicht, mussten wir uns auch in der folgenden Seillänge über völlig fehlendes Hakenmaterial und schwierige Passagen wundern, ehe die Seillängen 11 bis 14 wieder der Beschreibung entsprachen. Seillänge 15 sollte schließlich von einem Felszacken in die linkerhand befindliche Schlucht führen, was jedoch gänzlich unmöglich war, da diese in Form eines gelben senkrechten Abbruchs wesentlich tiefer in den Berg gefurcht war. Ein weiteres Mal war athletische Kletterei und Schlosserei vonnöten um über ein steiles Wandl, in welchem wir noch einen Haken und einen Karabiner fanden, endlich flacheres Gelände zu erreichen.

Da die Zeit nach hartem Kampf schon zu weit fortgeschritten war, mussten wir schweren Herzens auf den leichteren oberen Teil der Route, welcher links der Schlucht emporführt, verzichten. Wir entschieden uns für den Weiterweg über die Schlucht um schließlich auf die Felsrippe des Ausstiegs der Route „Im Reich des Zyklopen“ zu gelangen. Über diese erreichten wir glücklich und müde das Konrad Schuster Biwak, welches uns eine kühle Freinacht mit morgendlichen Gewittern ersparte.

Fazit:

  • 5½te Begehung der Route „Mann im Eis"
  • Vermutlich in drei Seillängen durch einem Felssturz aus der darüberliegenden Schlucht beeintrachtigt
  • Wohl unser wildestes Lalidererabenteuer – und wir kennen dort einige Routen…
  • Von den dutzenden geschlagenen Haken beließen wir lediglich zwei, da uns sonst das Material ausgegangen wäre
  • Den oberen Wandteil müssen wir den nächsten Aspiranten überlassen ;-)












Spik, Grand Capucin & Aig. Noire de Peuterey

Bereits im Juli war ich mit Dani in den Julischen Alpen. Neben ein paar anderen Touren stand die gerade  Nordwand auf den Spik auf dem Programm. Die erste Hälfte der Tour klettert man seilfrei hinauf bis zum Dibonaband. Von hier startet die eigentliche Kletterei, die nach oben hin immer steiler wird. Griffiger, teils aber auch brüchiger Fels leitet meist durch Verschneidungen und Rissen zum Gipfel. Nach einer langen, alpinen Tour konnte ich mich über meine 90 "Pause Tour" freuen. 😊

Mittwoch, 4. August 2021

Ein kleines Meteora in Tirol

 Es ist nun schon wieder 4 Jahre her als Martin, Christian(Jager), Stefan und ich dieses traumhafte Klettergebiet in Griechenland besuchten. Ich habe diesen Kletterurlaub so positiv in Erinnerung - mit all seinen "einbetonierten Steinen" daß ich beim Durchlesen eines Kletterführers auf die Route "Meteora Dream" 6- hellhörig wurde.

Freitag, 30. Juli 2021

Klettern und Rennradln auf Sardinien

 

Nach Bekanntwerden, dass das Reisen nach Italien wieder ohne größere Komplikationen möglich ist, buchten Susanne und ich kurzentschlossen mitte Juni eine Fähre nach Sardinien.

Montag, 26. Juli 2021

Dauphine Vol 15

Als mir meine Mutter erzählte, sie kenne eine holländische Familie die seit 30 Jahren ihren Urlaub in der Walderbrücke verbringe, konnte ich mich lediglich zu einem müden Lächeln überwinden. Dann ist mir aufgefallen, dass ich auch bereits zum fünfzehnten Mal in die Dauphine pilgerte, um meine Urlaubstage zu geniessen.

Zu meiner Entlastung sei angemerkt, dass ich keine andere Gegend kenne, in der alle alpinen Sportarten auf derart engem Raum ausgelebt werden können.

Samstag, 24. Juli 2021

Kletterausflug Dolomiten/Pala

Vom 19. bis 23. Juli 2021 machten Sonne und ich einen Klettertrip in die Pala-Gruppe der italienischen Dolomiten. Am ersten Tag ging es vom Passo Rolle via Mountainbike über die Baita Segantini in den Talkessel des Val Venegia und zu Fuß weiter über die Forcola Margherita auf das Rifugio G. Volpi al Mulaz (2560 m). Nach Abendessen und Übernachtung auf der wenig besuchten Hütte stiegen wir am nächsten Morgen zum tiefergelegenen Einstieg der gut 330 m hohen Westwand des Campanile alto dei Lastei (2830 m) ab. Für Walter Pause’s Eleven gilt es dort die Route von M. Pfeffer und E. Kamp zu klettern.

Montag, 28. Juni 2021

Predigtstuhl – „Direkte NW-Risse“ (Eichinger/Hasse)

Am Samstag den 26. Juni 2021 haben’s Sonne und ich endlich wieder mal geschafft, gemeinsam eine ordentliche Alpintour zu klettern. Dafür haben wir uns die „Direkten NW-Risse“ von J. Eichinger und D. Hasse am Predigtstuhl ausgesucht. Am 4. Oktober 1975 erstbegangen fand die ca. 250 m lange Route in den gängigen Führerwerken lediglich knappe Erwähnung und dementsprechend gering dürfte die Zahl der Begehungen sein. Dankenswerter Weise wurden jedoch bei einer der jüngsten Wiederholungen vor allem an Standplätzen einige neue Haken geschlagen.

Dienstag, 22. Juni 2021

Breitenkopf NW-Wand "Tris" 6+ & "Gmahnde Wiesn" 6-

Die enorme Hitze am letzten Wochenende veranlasste Dani und mich eine schatte Nordwand als Kletterziel auszuwählen, was gar nicht so einfach war, da viele nordseitige Wände noch nass sind. So fiel unsere Wahl auf den im Gaistal liegenden Nordwandsockel des Breitenkopfs.