Blog durchsuchen

Montag, 13. Mai 2024

Königspitze Ostrinne

 

Vor 14 Tagen bin ich mit Susanne ins Martelltal gefahren. Beim Aufstieg auf den Monte Cevedale sind mir die guten Verhältnisse an der Königspitz aufgefallen.

Donnerstag, 11. April 2024

Piz Zupo und Piz Bernina

 

Letztes Wochenende nützten Sepp und ich das perfekte Wetter und fuhren über das Engadin in Richtung Bernina.

Donnerstag, 28. März 2024

Skitourenausflug Ultental & Klettern Arco

Der diesjährige Skitourenausflug führte uns (Martl, Wolfi, Christian, Arthur und meine Wenigkeit) nach Südtirol ins Ultental.

Sonntag, 12. November 2023

Nepal/ Nirekha Peak und Ama Dablam

Da wir (fast) alle Nepal-Novizen waren, stellten wir unserer Zeit im Ama Dablam Basislager eine Trekking-Akklimatisierungstour voran.

Diese Entscheidung erwies sich als Glücksgriff, unglaublich was wir sonst alles versäumt hätten:

...die Yak-Karawane die mich an Bilder aus Filmen von Erik Valli erinnerte, die neugierigen Klosterschüler aus Thame, den einsamen Ronaldo der uns beim Fussballspiel auf 4000m verdeutlichte was Akklimatisation bedeutet, die imposanten Treppenbauten am Renjo La Pass, die karibisch anmutenden Strände am Gokjo Lake, den träge fließenden Toteisgletscher Ngazumpa, den einsamen Anstieg zum Nirekha Peak...

Nach zwei Wochen trafen wir mit Eindrücken gesättigt und etwas erholungsbedürftig im Ama Dablam Basecamp ein.

Die Ama Dablam gilt wohl zu Recht als eine der beeindruckendsten Berggestalten der Welt. Ihre optische Dominanz ist aber gleichwohl der Grund dafür, dass sie in den Focus von Expeditionsveranstaltern geraten ist. Damit ist sie für individuell auf Berge steigende nahezu verloren. Lager 2 (ca. 6100mMh) ist von Expeditionsveranstaltern okkupiert, und selbst im Lager 1 (ca. 5800mMh) ist es nicht immer einfach ein Plätzchen für das eigene Zelt zu finden. Für uns blieb somit eigentlich nur die Option, Ausrüstung und Wasser in das Lager 1 zu transportieren und von dort aus den ca. 12h Aufstieg zum Gipfel zu versuchen.

Unter den gegebenen Umständen gelang es Wolfi, David und Arthur den Gipfel zu erreichen. Für Sepp, Martin und Christian blieben Krankheits- und Logistigbedingt Etappenziele.

Beim Rückmarsch zum Flugplatz Lukla tauchten wir langsam wieder aus der Basislager-Bubble in nepalesisches Umfeld ein. Zuletzt konnten wir uns in Kathmandu noch mit für uns befremdlichen hinduistischen Bräuchen vertraut machen.

Nepal ist für Bergsteiger*innen ein fantastisches Land. Hinter jeder Wegbiegung beginnt das Staunen von Neuem. Die Nepales*innen sind unglaublich fröhliche und freundliche Zeitgenoss*innen, ich kann mich während unseres Aufenthaltes an kein einziges unhöfliches Wort und keine mürrische Geste erinnern.

Der organisierte Bergtourismus spült dringend benötigte Devisen in die nepalesische Stererschatulle. Er spült aber auch Menschen(massen) in Regionen, in denen sie eher nichts verloren haben. In den wenigen Tagen an der Ama Dablam haben wir mehr Bedenkliches gesehen, als in etlichen Jahren außereuropäischen Bergsteigens zusammen. Wir diskutieren hierzulande über den Bohrhaken als Mord am Unmöglichen. Dort werden Gipfelaspirant*innen mit dem Heli in das/aus dem Basislager geflogen (sonst könnten sie ja einem Einheimischen begegnen), Medikamentenmissbrauch und Einsatz von Flaschensauerstoff zur Besteigung eines 6000er`s sind nicht unüblich.

Haben wir das Augenmaß verloren? Oder ist da jemand falsch abgebogen? Alpinismus quo vadis? 

Die wahren Helden im Khumbu sind zweifelsfrei die Träger. Jede Bierdose die nördlich von Lukla konsumiert wird, wurde mehrere Tage auf dem Rücken zumeist eines Trägers herangeschafft. Die imposantesten Transportgüter waren ganze Fensterstöcke und eine originalverpackte Waschmaschine. Hoffentlich hat sie vor Ort funktioniert, der Kundendienst wird sich wohl kaum hierher verirren.

















































Dienstag, 7. November 2023

Sizilien

Von den tollen Klettereien am südlichsten Zipfel von Italien haben wir schon viele schwärmen gehört, deshalb wollten Dani und ich uns diesen Herbst das Gebiet um San Vito ebenfalls mal ansehen.

Mittwoch, 11. Oktober 2023

Karwendel, Kaiser & Wetterstein

 Das traumhafte Herbstwetter muss man ja ausnutzen 😎😊 und so haben wir in letzter Zeit ein paar tolle Klettereien gemacht.

Samstag, 30. September 2023

Laliderer Nordwand – „In einem anderen Land“ VII A2

Ein ungutes Gefühl erfasste mich, als ich den brüchigen Überhang am Beginn der 11. Seillänge in Angriff nahm. Einen Messerhaken wollte ich noch unterbringen, aber der Riss erwies sich als verschlossen. Also doch einmal d’rüberziehen zu einem dort ansetzenden breiteren Riss. Dem Griff für meine rechte Hand wollte ich trotz mehrmaliger Überprüfung nicht recht trauen. Links nur eine kleine Seitleiste und alles etwas sandig von einem darüber liegenden Ausbruch.

STURZ! Im entscheidenden Moment war wohl der Tritt ausgebrochen und ich flog im hohen Bogen an Magnus vorbei. „Ob das der Stand hält?“ war mein einziger Gedanke. Als ich mich etwa drei bis vier Meter unter dem Standplatz hängend wiederfand, beruhigte mich Magnus und verwies auf die von ihm selbst geschlagenen Haken des Hängestandplatzes. Als Familienvater sei er schließlich immer dreifach abgesichert. Und nachdem der Panico-Führer (5. Auflage 2020) von einem Laliderer-Aspiranten eine unerschütterliche Vorstiegsmoral fordert, startete ich zum zweiten Versuch. Jedoch hatte ich zuvor den Messerhaken doch noch versenken können.

Aber zurück zum Anfang: Mit der Route „In einem anderen Land“ hatten sich Magnus und ich am 5. September 2023 nominell eine der schwierigsten in der Nordwand der Laliderer Spitze ausgesucht. Nach Vorarbeiten mit Tommy Nagler, am 15. und 21. August 1985 durch Rudolf Alexander Mayr und Mike Rutter erstbegangen, zieht sie durch die kompakte Wand- und Plattenzone zwischen „Auckenthaler“ und „Rebitsch/Spiegl“. Neben einem verblichenen blauen Schriftzug vermittelt eine kleine Rissverschneidung den Einstieg, welcher bei uns sehr sandig war (1. SL: 20 m VI-, 2 H., Stand bei Ringhaken). Gleich in der zweiten Seillänge geht es dann richtig zur Sache: Teils technisch, teils frei wird ein Dach und eine steile, abdrängende Rissverschneidung überwunden (2. SL: 35 m VII-/A0, frei ca. VII+, mehrere H., Stand auf Band bei 3 H.). Auch in der dritten Seillänge schaukelt man zu Beginn technisch über einen Dachüberhang, ehe eine Rissverschneidung auf das große Schichtband leitet (3. SL: 40 m VI+/A1, mehrere H.). Links empor über leichteren Fels (4. SL: 30 m III) gelangt man in einer weiteren Seillänge (5. SL: 30 m VI-, 2 H.) über eine Wandstelle in eine Verschneidung und bis unter eine brüchige Riesenschuppe (1 SH). Nun quert man ausgesetzt nach rechts (VI, 2 H.), um in eine Verschneidung zu gelangen. Diese empor (VI), gewinnt man leichteres Gelände auf einer langen, nach rechts ziehenden Rampe, an deren Ende ein Kamin hinter einen Pfeilerkopf führt (7. SL: 50 m III - IV).  In steiler werdender Wand- und Verschneidungskletterei führen zwei Seillängen (8. und 9. SL: je 25 m VI und VI+, dazwischen 2 SH, keine ZH) bis unter die Schlüsselpassage der Route (Stand auf Pfeilerkopf an Köpflschlinge und kleinem Cam): Eine steile Platte, welcher drei große Löcher den Namen „Emmentaler“ bescheren.

In Wechselführung bis hier her, war es nun Magnus der es mit dem Schweizer Käse (10. SL: 20 m VII A2) aufnehmen durfte. Geschickt konnte er natürliche Strukturen freikratzen um kleine Cams, aber auch einen gelben 2er unterzubringen und so die Haken (teilweise RURP’s) der Erstbegeher ergänzen. Stets freie und technische Kletterei kombinierend, war es schließlich eine Trittschlinge, eingehängt in zwei verkeilte und abgebundene Haken, welche über die letzten glatten Meter half.

Die Lochplatte überwunden, leitet von einem Hängestandplatz ein Riss (11. SL: VI+, mehrere H.) schräg links empor. Bereits eingangs näher beschrieben, wird’s nun zum ersten Mal in der Route ordentlich brüchig. Nach 50 langen Metern erreicht diese letzte eigenständige Seillänge das große Band der Rechtsquerung der „Auckenthaler“.

Geleitet vom Topo der Erstbegeher aus dem Tourenbuch (ab August 1980) der Falkenhütte, deren Schwierigkeitsbewertung wir als durchwegs fair empfanden, beinhaltet dieser Bericht nur geringfügige Abweichungen in Bewertungsvorschlägen und Seillängennummerierung. Vermutlich gelang uns die 5. Wiederholung der Route, wobei die letzte Begehung 23 Jahre zurückliegt.