born in tirol

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Mittwoch, 15. August 2018

Mont Blanc Brouillardgrat integral

Nach langem warten auf stabiles gewitterfreies Wetter mit Wolfi letzten Freitag ins Val Veni auf der Mont Blanc Südseite gefahren um endlich den Brouillardgrat Integral zu machen. Dieser stellt ein begehrtes Ziel für 4000er Sammler dar da er in seiner gesamten Länge über Punta Baretti, Mont Brouillard, Pic Luigi Amadeo und Mont Blanc de Courmayer auf den Mont Blanc führt, dabei überwindet der Grat einen Höhenunterschied von nicht weniger als 3300hm!. Wir haben den Zustieg über die Monzino Hütte gewählt dieser ist mit einer Ver Stelle zwar etwas schwieriger, aber man kann sich nach der langen Anfahrt noch einmal auf der Hütte ausrasten bevor es richtig zur Sache geht und das geht es wirklich. Am nächsten Tag nach einer flachen Gletscherquerung gehts über 3 Seillängen (4u5) in eine 500m Schrofenwand bis zum Grat der einem zu den Aig. Rouges führt, hier ist die Routenführung nicht mehr eindeutig und bescherte auch uns 2 Verhauer was Zeit und Kraft gekostet hat. Anschließend wieder mit unzähligem auf und ab mit immer wieder knackigen Kletterstellen zu einem Gratkopf hinter der P. Baretti welcher eine recht gute Biwakmöglichkeit bietet. Felsqualität bis dort miserabl aber das hat sich am nächsten Tag noch gesteigert, am weiterweg zum Mont Brouillard hat man das Gefühl man trägt den ganzen Berg ab. Vom Col Emile Rey gehts in 4 Seillänen senkrecht in eine Rinne die zum Pic Luigi Amadeo führt. Hier ist man voll dem Steinschlag ausgesetzt
und alles ist locker. Vom Pic L. A. gehts mit Abseilen in eine Scharte wo die nächsten Schlüssellängen warten, 2 Seillängen (4)linkshaltend über eine Platte und vereiste Risse (guter Fels) auf den Grat zurück, endlos (mit zunehmender Höhe) zieht sich dann noch der Grat weiter bis er in einen Firngrat übergeht und am Mont Blanc de Courmayer mit einer letzten Felsstelle endet. Der Weiterweg zum Mont Blanc ist nur mehr Firn und flach. Überglücklich und entlastet gings über die Normalweg Autobahn über Dome du Guoter (noch ein 4000er) zur Gouter Hütte wo der Wirt immer ein freies Platzl für Bouillard Aspiranten hat.Fotos

Dienstag, 14. August 2018

Fleischbank Ostwand "Schmuck-Kamin" & Rofanspitze "Silver Shower + Rebitsch-Spiegl-Riss"

Am Sonntag ging es mit Mathi, für heuer zum ersten Mal, in den Kaiser hinunter. Wir wollten die trockenen Verhältnisse ausnutzen, deshalb war unser Ziel die Fleischbank Ostwand. Zur Auswahl stand die "Asche-Lucke" oder der "Schmuck-Kamin" (VII+/VIA0), da uns die Linie des Schmuck-Kamins besser zugesagt hat, fiel die Wahl auf diesen. Wir stiegen über den direkten Einstieg (VI+/VIA0) ein und so ergab sich eine elegante Linie, mit anhaltenden Schwierigkeiten. Über die Tour kann man mit Halbseilen super abseilen und gelangt bequem wieder zum Einstieg retour.

Am Montag waren Roli und ich im Rofan. Zuerst sind wir an der Nordwand des 2. Rofanspitzpfeilers die Route "Silver Shower" (7) geklettert, eine Neutour von den zwei Nothdurfter Brüdern. Gut eingebohrte Route, die noch etwas geputzt gehört. Da das Wetter noch gehalten hat sind wir noch herüber zur Ostwand, die gerade in den Schatten gekommen ist, um dort den "Rebitsch-Spiegl-Riss" (VII-/VIAO) zu klettern. Tolle Kletterei, mit einer angstrengenden Schlüsselseillänge. Mit den ersten Regentropfen haben wir noch die letzte Bahn erreicht und somit den Tag super ausgenutzt!
Fotos

Montag, 6. August 2018

Laliderer "Charly Chaplin" & Riepen-Westwand "Auckenthaler"

Bereits letzte Woche haben Mathi und ich der Laliderer wieder einmal einen Besuch abgestattet. Die Charly Chaplin stand auf unserer Wunschliste ganz oben. Im Führer steht, dass die Tour eine der ernstesten unter den Laliderer Touren ist und da wir uns im Augenblick fit genug gefühlt haben, wollten wir mal einen Versuch starten. Zuerst geht es recht zügig hinauf, bis es dann im Mittelteil schwierig wird. Die erste SL auf die wir bereits gespannt waren, ist der lange Linksquergang, der aber überraschenderweise super zum Klettern war, dafür war die schwarze, brüchige Verschneidung (2 SL weiter oben) um so schwieriger. Wir sind dann die "Precht-Variante" geklettert, da dies die logischere Linie ist und man sich den Seilzugquergang erspart. Nach dem Mittelteil hat man die Hauptschwierigkeiten hinter sich und man steigt die etwas brüchige, große Schlucht (eine SL VI-) hinauf und am Ende links ansteigend hinaus zum Gipfelgrat. Kühne Tour, wo man schon recht mutig klettern muss.

Gestern waren wir dann noch in den Kalkkögel unterwegs, diesesmal war auch Roli mit von der Partie. Nach einer halbjährigen Kletter-Abstinenz genau die richtige Tour zum Einstieg ;-) 
Die Riepen-Westwand war noch der letzte Klassiker, der Mathi in seiner Kögel Sammlung gefehlt hat. Laut Alpinliteratur ist diese Route die schwierigste Erstbegehung die Auckenthaler gemacht hat und das soll was heißen. In der 2 Seillänge (40m Quergang) hat es jedoch vor einigen Jahren einen Felssturz gegeben und so wussten wir nicht genau, ob die Tour noch kletterbar ist. Unser Kalkkögel-Häuptling hat gleich die Führung übernommen und zog in steiler, anstrengender Kletterei die erste SL hinauf auf das große Band, wo die lange Querung beginnt. Von hier sah die Sache zuerst nicht so gut aus, doch Mathi konnte 3 neue Haken unterbringen und so die Ausbruchsstelle überwinden. Wir haben die Stelle mit VI+ A1 bewertet. Um zum Stand zu kommen muss man noch eine orginelle Kriechstelle bewältigen. Von hier geht es durch steile Kamine hinaus zum Ausstieg, über ein Band gelangt man zu den Riepentürmen und wieder retour zum Einstieg. Anspruchsvoller und ernster Kögelklassiker, laut Tourenbuch auf der Adolf-Pichler-Hütte war es die 21. Begehung, nicht gerade viel für eine Route aus dem Jahr 1933!
Fotos 

Freitag, 3. August 2018

Erstbegehung Speckkar N-Wand "Schallhartes Gelächter" VII-/VI A1

Bereits letztes Jahr haben Tom und ich uns eine kletterbare Linie zwischen den zwei Klassikern "Kuen-Haim"  und "Gombocz-Vigl" angeschaut, hat jedoch einen ziemlich anspruchsvollen Eindruck gemacht, weshalb wir es auf heuer verschoben haben. Diese Woche hat das Wetter und die Form gepasst und so gab es keine Ausrede mehr ;-) Zuerst geht es in festem Fels, nicht all zu schwierig, in drei Seillängen hinauf auf das große Band, von hier an wird die Sache dann ernster. Mittels eines Querganges gelangt man hinüber zum Pfeiler, der am rechten Rand von einem Riss durchzogen wird, hier erfolgt der Durchstieg. Vom Standplatz aus sieht es recht abweisend aus und ich musste schon mal die Arschbacken zusammenkneifen, um dort rauf zu steigen. Zum Glück hat es sich gelohnt, nach ca. 15 Meter wird der Fels fester und der Weiterweg sah machbar aus. So schlängelten wir uns weiter hinauf zu einem markanten Überhang, den wir bereits vom Tal aus gesehen haben, hier wartete auf uns dann die Schlüsselseillänge. Zuerst wollte ich es über rechts versuchen, der brüchige Fels zwang mich jedoch den Riss-Überhang direkt zu überklettern, was mir mit Hilfe eines Keiles und eines Cams dann auch gelang. Drei weitere Seillängen führen hinauf zum Pfeilerkopf und über Bänder geht es dann westlich hinüber zum Steig, der auf die Speckkarspitze führt. Diese Erstbegehung war doch um einiges schwieriger, als unsere letztes Jahr am Mittelpfeiler, sowohl klettertechnich als auch moralisch, jedoch nach gelungener Tat freut man sich um so mehr ;-)

Die Route im Detail (Topo siehe Fotos):



1. SL 45m IV-: Über eine Rampe hinauf zu Stand in Nische.
2. SL 35m VI-: Zuerst gerade empor zu kleinem Überhang (H), von dort rechts zu Riss und über diesen zu Stand in Nische.
3. SL 30m V+: Über eine plattige Rampe (H) hinauf, dann links durch einen Kamin zu Stand bei einer Zunter (2H) am Beginn des großen Bandes.
Seilfrei über das große Band, 20 Meter oberhalb der „Kuen-Haim Führe“ befindet sich der Einstieg in den oberen Wandteil.
4. SL 30m VI-: Zuerst gerade empor, dann langer Quergang nach links zu H, dann gerade empor zu Stand, zum Beginn des Risses.
5. SL 40m VI-A0 od. VI+: Durch den schrägen Riss ca. 15m hinauf (2H), dann durch den breiten Riss hinauf bis zu Stand bei 3 Haken.
6. SL 30m IV: Über Wandstufen hinauf auf ein Band.
7. SL 35m V+: Kurz gerade empor zu einer breiten Leiste, über diese nach rechts bis zu einem Riss (H), von dort über plattige Stelle nach links und über einen Riss gerade empor zum Stand.
8. SL 20m VIA1 od. VII-: Gerade zum Riss-Überhang empor und über diesen und einen weiteren Riss zum Stand auf Band.
9. SL 50m V+: Vom Band links über Wandstellen zu Riss (H) und über diesen hinauf.
10. SL 50 IV+: Durch einen Kamin hinauf zu einem breiten Band und links hinüber zum Ausstiegs-Riss.
11.SL 50m V-: Durch den breiten Riss hinauf zu einem Klemmblock und zu Stand hinter diesem.
Von dort seilfrei hinauf zum Pfeilerkopf (III). Von dort quert man über Bänder westlich hinaus zum Steig, der auf die Speckkarspitze führt und über diesen zurück zum Haller Anger.


Material: 1 Satz Camelots und Keile, sowie Hammer und Haken. 50m Doppelseil.

Fotos 

Donnerstag, 2. August 2018

Rotwandl Sp. & Mur de Pisciadu

Auf der Suche nach nordseitigen Klettereien, abseits der Hitze, suchten Christian und ich am Samstag das schöne Gebiet rund um die Lamsenjoch Hütte auf. Unsere Wahl fiel auf die Route "Fusion" 7+ Schöne Kletterei in bestem Fels und Absicherung, wegen aufziehender Gewitterwolken verzichteten wir auf eine weitere Tour und ließen den Tag bei den netten Wirtsleuten der Lamsenhütte ausklingen.
Am Mittwoch luden wir Wolfi zu seinem 50er auf eine Dolomitenfahrt ein. Vom Grödnerjoch ging`s zur Nordwand des Mur de Pisciadu. Die Tour "Acquafun" 7 bot entspannte Kletterei in griffig, löchrigem Fels und aussichtsreicher Landschaft. Wolfi genoss sichtlich den ungeplant, freien Tag. Nach einem Einkehrschwung auf der Pisciadu Hütte, ließen wir uns auf der Heimfahrt noch eine Pizza schmecken.
 Fotos

Sonntag, 29. Juli 2018

Stevia - Langkofel - Schnittlwände

Diese Woche waren wir wieder als Trio unterwegs, um ein paar alpine Leckerbissen zu begehen. So sind wir wieder einmal ins schöne Grödner Tal gefahren und dort zur Stevia N-Wand aufgestiegen. Der berüchtigte "Vinatzer Riss" (VII-) stand für uns am Programm. Wie Otti Wiedmann in seinen Buch schreibt, galt die Tour einst als Ritterschlag für Junge Kletterer, so jung sind wir zwar nicht mehr, aber auch egal ;-) Für eine Dolomitentour ist die Route recht rustikal, was aber 3 Kalkkögel-Indianer nicht abschrecken kann. So kamen wir gut voran und bald lag der Klassiker hinter uns. Im Abstieg hatten wir einen guten Einblick in die Nordwand des Langkofel und kamen zum Schluss, dass die Verhältnisse dort passen müssten. So sind wir am nächsten Tag vom Sellajoch zeitig in der Früh hinüber zum Einstieg gewandert. Wir waren gespannt was uns hier erwarten wird, da man in der Führerliteratur einige schaurige Geschichten über die "Solda" (VI) liest. Der untere Teil ist relativ einfach, nach Überquerung der großen Schlucht wird es schwieriger, jedoch ist in dieser über 1000m hohen Wand der Fels, bis auf wenige Ausnahmen, immer super. So kamen wir gut voran und nach 9 Stunden standen wir am Gipfel des Langkofels. Aus dem Gipfelbuch kann man ersehen, dass es recht wenige Begehungen dieser Tour gibt. Weiters sollte man den langen und teilweise mühsamen Abstieg von dort nicht unterschätzen, so vergeht noch die ein oder andere Stunde bis man wieder beim Auto retour ist. Zufrieden mit unserer Ausbeute kehrten wir nach Hause zurück und nach einem Rasttag ging es für uns noch hinüber in den Halleranger. Arthur wollte endlich seine Risstrilogie fertigstellen und die "Tschechenplatten" (VIII-) klettern, Mathi und ich waren natürlich auch gleich davon begeistert. Los geht es mit 3 Seillängen Wandkletterei bevor man in die geniale Rissreihe kommt, welche Arthur, unser Riss Spezialist, souverän gemeistert hat. So hatten wir wieder eine coole Woche mit 3 schneidigen Touren!
Fotos

Montag, 23. Juli 2018

Westl. Meisules Turm - Marmolata - Gr.Ochsenwand

Letzte Woche zog es Mathi, Arthur und mich in den sonnigen Süden. Unsere erste Station war das Grödner Joch, wo wir die "Sundret-Führe" (VII-) geklettert sind. Anspruchvolle Freikletterei über plattigen Fels zeichnet diese Route aus, so wollten wir mal abchecken, ob wir für die Marmalata fit sind :-) Am selben Tag noch sind wir auf die Falier Hütte aufgestiegen, wo wir noch Dani und Hechei getroffen haben, die am nächsten Tag die Vinatzer-Messner geklettert sind. Für uns standen die "Modernen Zeiten" (VII+) am Programm und so starteten wir zeitig in der Früh hinauf zum Einstieg, um dort kurz nach 6 Uhr einzusteigen. Mathi führte die anspruchsvolle erste SL (VII+), die er nach einer Bretzn souverän meisterte. Was soll man zu dieser Tour sagen, außer, dass eine gewaltige Seillänge der anderen folgt!!! Kurz vor dem Ausstieg wartet noch die 2 Schlüsselseillänge, über diese Platten ist dann Arthur super drüber gezogen und so sind wir nach gut 13 Stunden am Gipel angekommen. Hammer Freikletterei auf bestem Fels. Über den Normalweg ging es dann zurück zum Auto, welches uns Dani und Hechei dankenswerterweise am Fedaia-Pass platziert hat. Ziemlich müde von der langen Tour ging es dann nach Hause und nach einem Rasttag sind wir noch hinein in die Kalkkögel. Eigentlich wollten wir ins Pinnistal, aber ein morgentlicher Schauer vereitelte dieses Vorhaben. So sind wir von der Schlicker Alm hinauf zur NO-Wand der gr.Ochsenwand, um dort die "Laichner-Pertl" (VI) zu klettern. Anspruchsvolle Alpinkletterei auf fast Marmolata ähnlichem Fels ;-) Tolle Woche mit die Mander, wo natürlich auch das ein oder andere Mal gelacht wurde :-) :-)
Fotos

Mittwoch, 18. Juli 2018

Roli am Broad Peak- 8051m!!!

Unser Roli ist zurzeit als Führer im Himalaya unterwegs und so erreichte uns Gestern folgende Nachricht:

Hallo Leute

Nach fast einem Monat warten und einem Versuch der auf 7800m bei Sturm und Lawinengefahr endete, konnten wir am 16.07.2018 den Gipfel des Broad Peak erreichen.
Unser Team startete um 19:30Uhr und Ich eine Stunde später. Bei ersten Licht kamen wir auf den ewig langen Grat zum Hauptgipfel -
Gemeinsam standen wir dann um 10:00Uhr am Gipfel!!!
Harte Sache ;-)

Schöne Grüße aus Pakistan
Euer Roli

Somit konnte Roli die erste Gruppe in diesen Jahr auf den Broad Peak führen - da bis dato alle Expeditionen scheiterten.
Derzeit erholen sich alle im Basislager - welches demnächst in Richtung K2 verlegt wird um dort eine weitere Begehung zu starten. 
Wir werden berichten ;-)





Montag, 16. Juli 2018

Gr.Drusenturm "Schweizerpfeiler" VII- & Scheienfluh "W-Verschneidung" VIII/VI A1

Bereits letzte Woche sind Arthur, Tom und ich ins Rätikon gefahren, um wieder einmal ein paar Pause-Touren zu sammeln. Unser Stüzpunkt dazu, war die wunderschön gelegene Carschina Hütte, wo wir bestens verpflegt wurden. Die erste Tour die wir gemacht haben, war der "Schweizerpfeiler" auf den gr. Drusentum. Tolle Kletterei in super Fels. Als nächstes stand die schwierige Westwand der Scheienfluh auf dem Programm, die von unten sehr abweisend aussieht. Steile und knackige Kletterstellen gilt es hier zu überwinden, echt a lässige Tour. Für den letzten Tag haben wir uns die leichteste der 3 Pausetouren aufgehoben. Leider wurde jedoch daraus nichts, da in der Früh bereits der erste Schauer über uns drüber gezogen ist. Auch das Warten hat sich nicht gelohnt, denn am Vormittag kam der nächste Schauer und so mussten wir die Segel streichen und die Sulzfluh auf unserer to-do-Liste lassen.
Fotos

Sonntag, 15. Juli 2018

Hochwand Nordwand - Die wilde 13 (7+)

Wie des öfteren diesen Sommer, passte das Bild am Morgen nicht mit dem angekündigten Schönwetter Bericht. Regen bei Zirl und dunkle Wolken in der Leutasch ließen mich und Christian an unseren Plänen zweifeln. Schließlich radelten wir doch ins Gaistal, wider Erwarten bei blauem Himmel. Über eine Bachrinne und Gamssteig gelangten wir ins Schnöllkar, wo sich uns ein beeindruckender Felskessel offenbarte. In leichter Kletterei brachten wir den unteren Wandvorbau rasch hinter uns, in Erwartung, dass die Felsqualität nach oben hin besser würde. Aber auch in den schwereren Längen blieb der Fels brüchig und die weiten Hakenabstände mahnten zur Vorsicht. Lediglich die letzte SL verdiente das Prädikat "hervorragend", wie wir es uns erwartet hätten. Nach 450m forderte uns oben die überhängende Abseilerei in nicht ganz einfachem Gelände und bei Donnergrollen verließen wir dieses wilde Ambiente.
Bilder

Mittwoch, 4. Juli 2018

Lalidererspitze N-Wand "Auckenthaler" VI

Am Wochenende wollten Mathi und ich den langen Tag und das schöne Wetter ausnutzen und eine lange alpine Tour machen. Was eignet sich dazu besser als die Laliderer ;-) So sind wir zeitig in der Früh hinaus in die Eng und über das Hohljoch zum Einstieg der Auckenthaler, welcher sich zwischen "Direkter" und "Nordverschneidung" befindet. Zuerst mussten wir mal die Randkluft überwinden bevor eine lange SL über einen Pfeiler nach oben führt. In toller Kletterei und gutem Fels führt die Route hinauf bis zur Wandmitte, wo man auf ein breites Band kommt, welches wir bereits nach 3,5h erreicht haben. Von hier ändert sich dann der Charakter der Route, denn der Fels wird brüchiger und die Wegfindung  wird schwieriger, denn es sind viele Varianten möglich. Irgendwie hat uns unsere Spürnase dann doch immer auf den richtigen Weg gebracht, nur so schnell wie im unteren Teil der Wand waren wir hier nicht mehr unterwegs. So erreichten wir nach 9,5h den Gipfel der Lalidererspitze. Über die Spindler Schlucht geht es wieder retour ins Tal. Leider wird gerade die Falkenhütte umgebaut und so mussten wir auf das wohlverdiente Bier und Schnitzel verzichten und dafür in der Eng einen Einkehrschwung machen. Die Auckenthaler zählt zwar von der Schwierigkeit  her nicht zu den schwierigsten Laliderertouren, aber von der Ernsthaftigkeit her sollte man die Tour nicht unterschätzen. Wir hatten einen Satz Camelots, Keile, sowie Hammer und Haken dabei. Die bestehenden Haken haben wir alle nachgeschlagen und einige neue dazugeschlagen, welche wir aber wieder entfernt haben. Um Mitternacht ging dann ein langer Tag zu Ende, immer wieder a Schinterei an einem Tag eine solche Tour zu machen, war bereits meine 10 Lalitour ;-)
Fotos

Montag, 2. Juli 2018

Urknall 7 & Made in Tirol 8

Nachdem unser familäres Zeitfenster am Sonntag etwas begrenzt war, bot sich diese anregende Kletterei bei der schön gelegenen Jausenstation St. Magdalena, in Gschnitz an. Die Absicherung ist wirklich plaisirmäßig und der Fels besser, als es den Anschein hat. Der freundliche Wirt berichtete uns auch über weitere Routen im gemässigten Schwierigkeitsgrad. Topos liegen zur Ansicht bei ihm auf.
Fotos

Montag, 18. Juni 2018

2.Sellaturm N-Wand "Messner" + Ciavazes SW-Kante "Vinatzer-Bonnata" & Meisules dala Biesces "L'Nein"

Dieses Wochenende haben wir das erste Mal für heuer dem Sellastock einen Besuch abgestattet. Am Samstag ging es mit Tom zum 2.Sellaturm, da wir beide die berühmte Messner-Route noch nicht geklettert sind. In Kürze ist man beim Einstieg und dann geht das Vergnügen gleich los, steile Kletterei in bombenfestem Fels. Man sollte den angegebenen Schwierigkeitsgrad gut drauf haben, da es nicht viele Zwischensicherungen gibt und es auch nicht immer möglich ist selber was zu legen. Sicher eine der lässigsten Route in diesem Schwierigkeitsgrad. Beim Abstieg vom 2 Sellaturm kommt man direkt an der Ciavazes-Westkante vorbei, diese haben wir deshalb gleich noch drangehängt. Die 1 SL ist ein Kontrastprogramm zur Messner, brüchig und ziemlich betagte Haken. Dies restlichen 3 SL sind dafür dann auch wieder lässig zum Klettern und es lohnt sich allemal die Tour noch dranzuhängen.
Am nächsten Tag ging es dann mit Christian auf das Grödner Joch. Ebenfalls hier ist man in Kürze beim Einstieg der "L'Nein Führe", der etwas grasdurchsetzt beginnt, jedoch nach oben hin wird die Kletterei immer besser. Vom letzten Stand kann man sich dann zum Einstieg abseilen und vom Gasthaus "Gerard" kann man beim Cappuccino die Tour nochmal revue passieren lassen.
Fotos

Sonntag, 17. Juni 2018

Freiungzahn Nordwandriss


Immer wieder wenn wir bei einer Skitour auf dem Weg Richtung Eppzirler Alm waren, bestaunten wir die tolle Nordwand des Freiungzahn.

Montag, 4. Juni 2018

Halleranger inkl. Erstbegehung

Letztes Wochenende haben Magnus, Mathi, Tom und ich das tolle Wetter ausgenutzt und dem Halleranger einen besuch abgestattet. Da die Wände bereits super trocken waren, stand dem Klettervergnügen nichts im Wege. Tom und ich haben deshalb am NW-Eck den direkt Einstieg (6+/7-) zum "Burattipfeiler" gemacht, der normal immer nass ist. Magnus und Mathi sind hinüber zur Speckkarplatte um dort die "Coach Crack" 8 zu klettern, laut ihnen traumhafte Kletterei in bombenfestem Fels. Da wir den Burattipfeiler schnell hinter uns gebracht hatten, wollten wir noch eine weitere Tour klettern. Eigentlich wollten wir an der Speckkarplatte eine der Touren von Heinz Zak klettern, jedoch fiel uns daneben ein markantes Risssystem auf, das scheinbar noch keine Begehung hat. So war die Entscheidung klar "des probiern mir"! So geht es zuerst über einen Kamin hinauf auf einen Absatz und von dort in das Risssystem hinein, welche über 2 SL hinauf zum Ausstieg führt. Lässige nicht all zu schwere Kletterei, mit dem klingenden Namen "Mit einer Hand voll Nägel" VI-
Nach einem lustigen Abend auf der Hallerangeralm sind nächsten Tag Tom und ich wieder hinüber zum NW-Eck um dort die anspruchsvolle "Pechverschneidung" zu klettern. In der Tour sind nur die Stände saniert, der Rest muss selbst abgesichert werden. Die Tour wurde von der Seilschaft Zak/Orgler erstbegangen und mit VII bewertet, heutiger Standard wäre wohl eher VIII-/VIII.
Mathi und Magnus sind am rechten Rand der Schnittelwände die Neutour "Skalpell" 8+ von Heinz Zak geklettert. Tolle anspruchsvolle Kletterei in rauem und scharfkantigen Fels.
War wieder ein lässiges Wochenende, mit coolen Touren und jeder Menge Gaudi ;-)
 Fotos

Mittwoch, 30. Mai 2018

Eiskarlspitze Nordwand "H.G-Bredl-Gedächtnis-Weg" VIII-

Nach einiger Abwesenheit aus dem alpinen Geschehen sind wir am Wochenende endlich in die Klettersaison gestartet. Magnus, Matthi und ich sind dazu in die Eng gefahren, um zu schauen was alles bereits möglich ist zum Klettern und überraschender Weise sind die Wände bereits gut trocken. Unsere Wahl fiel dann auf den "B.A.Bredl-Gedächtnis-Weg" der durch den unteren Teil der Nordwand der Eiskarlspitze führt. Los geht es über den leichten Vorbau auf ein Band, von dort starten dann eigentlichen Schwierigkeiten. Zuerst geschlossene Wandkletterei, dann über einige traumhafte Risslängen hin zur plattigen Schlüsselseillänge, der Ausstieg erfolgt dann über leichteres Gelände. Echt a super Kletterei! Die Standplätze sind eingerichtet, in den geschlossenen Felspassagen stecken einige BH, für den Rest benötigt man noch einen Satz Camelots. Magnus ist alles onsight geklettert, Matthi und ich haben in der SSL schon ein bisschen fighten müssen ;-)
Wenn man vom Ausstieg einige Meter nach Osten geht, kommt man zu einer großen Sanduhr von welcher dann über die Route abgeseilt haben. Super Tour, in tollem Ambiente!
Fotos

Sonntag, 20. Mai 2018

Rimpfischhorn

Am Freitag mit Wolfi und Franz trotz nicht allzu stabilen Wetter nach Täsch gefahren um noch eine Hochtour zu machen, am Tag zuvor wurde die Straße zur Täschalp geräumt so waren nur mehr 500hm zur Täschhütte zu bewältigen. Nach einem sehr gemütlichen Hüttenabend mit den neuen Wirtsleuten (nochmals Danke für die super Bewirtung) gings um 6:00 los zum Alphubelgletscher wo man auf 3400m ca. 100hm zum Melichgetscher abfährt, danach am perfekt eingeschneiten Gletscher zum Rimpfischsattel ca.4000m. Die letzten 200hm gings dann in anregender Kraxlerei auf den Gipfel der aus Vulkangestein besteht. Für Franz wars nach einer sehr starken Tourensaison sein erster 4000er, für mich der letzte in den Walliser Alpen. Unser Wetterglück wird uns erst bewußt als es unterhalb der großen Brüche in windeseile einnebelt, das letzte Stück gabs dann strömenden Regen, Abfahrt noch fast bis zum Auto möglich. Fotos

Dienstag, 1. Mai 2018

Opa`s Liebling 7- und Winklerwand

Der Beschreibung der Tour entsprechend hatten Wolfgang und ich am Sonntag beim Zustieg doch ein etwas mulmiges Gefühl, als wir die felssturzbedrohte Zone des Pletzachkogels bei Kramsach sahen. Die Route selbst beginnt oberhalb des Felssturzes und bietet plattigen Fels, bis hin zu leicht überhängender Risskletterei im oberen Teil. Im Grunde eine schöne Klettertour, wäre da nicht dieses Manko. So verwunderte es uns nicht, dass im Wandbuch nur wenig Begehungen vermerkt waren.
Bilder - Rofan

Da Kurt am darauffolgenden Tag Zeit zum Klettern hatte, erkoren wir wieder die nahe Winklerwand als Ziel aus. Diesmal kletterten wir den etwas alpin angehauchten "Schluchtenpfeiler" 7
Siehe Bericht unter Bergsteigerriege


Sonntag, 29. April 2018

Skitouren im Land der Trolle und Feen...

Von mehreren Freunden haben wir von Island schon viel Interessantes gehört.
Und so wurden Susanne und ich sehr neugierig und wollten uns das im geologischen Sinn sehr junge Land mal selbst genauer anschauen.

Sonntag, 22. April 2018

Skitour Gsallkopf und Klettern

Nachdem wir zuletzt die tollen Bedingungen im Karwendel für Skitouren nutzen konnten, wollten Christian (Jager) und ich das Prachtwetter auch noch für den Gsallkopf nützen. Frühmorgens ging`s am Freitag ins Kaunertal bei Nufels. Nach kurzem Zustieg über einen Forstweg erwartete uns ein 1 Km langer Tunnel, der als Bewässerungsanlage am Kaunerberg dient und uns ins Gallrutt leitete. Dort fanden wir bald schönes Skigelände vor, verbunden mit einem finalen Anstieg auf den aussichtsreichen Gipfel des Gsallkopfes 3277m. Der Lohn des frühen Aufbruchs war feinster Firn!
Tags darauf lockte der Fels, wieder im heimischen Gefilde, in der Winklerwand. Mit Kurt konnte ich die Route "Bis zum Horizont" 8- klettern und somit dieses feine Wochenende abschließen.
Bilder

Freitag, 6. April 2018

Schlicker Seespitz "Seespitzriss"

Der Seespitzriss war Ende der 80iger Jahre eine der schwersten Mixedrouten Tirols und wurde von der Seilschaft Orgler/Ferchel - eh klar, von wem sonst ;-) erstbegangen. Da die Route meistens schlechte Verhältnisse hat, gab es bis jetzt nur einige Versuche die Tour zu wiederholen, so wollten Mathi und ich auch mal unser Glück probieren. Am Montag war es dann soweit, genau 30 Jahre nach der Erstbegehung. Als wir an der Bergstation Kreuzjoch austiegen und hinüber zum Riss blickten, staunten wir nicht schlecht, als sich bereits eine Seilschaft in der 2.SL befand. Trotzdem entschlossen wir uns auch einzusteigen. Die erste SL führt in lässiger Kletterei empor, danach wartet gleich die SSL, ein Körperriss, indem man sich irgendwie nach oben schruppen muss. Die Seilschaft vor uns hat sich inzwischen wieder abgeseilt, deshalb hat Silvian (silvanmetz.de) coole Fotos von mir gemacht, danke dafür. Inzwischen wurde es immer wärmer, das Eis war echt schlecht und wir wurden richtig geduscht. So kämpften wir uns anständig durchnässt nach oben. Am Band angekommen haben wir uns über die Route abgeseilt, was sehr gut funktioniert hat. Vermutlich war es die erste Gesamtwiederholung der Route als Mixedtour!
Fotos

Samstag, 31. März 2018

Val di Maira


Wie im gesamten Alpenraum, so ist auch im Valle Maira (Piemont) die Schneelage heuer weit überdurchschnittlich. Durch die anhaltend tiefen Temperaturen hatte sich in steilen Nordseiten der Pulverschnee sehr gut gehalten. Fehlender Windeinfluss sorgte zudem für sichere Verhältnisse.

Wenn ein Tourengebiet im www als Geheimtipp bezeichnet wird, dann ist es mit „geheim“ bald vorbei. So waren wir also wenig überrascht, dass an den Ausgangspunkten zu den Touren öfters hektisches Treiben herrschte.
Unerklärlicherweise waren aber die anderen Tourengruppen mit unserer Routenwahl nicht einverstanden, und so war tägliches spuren, stapfen und befahren unberührter Rinnen und Flanken angesagt. Auf diese Weise sind dann nicht unerhebliche Mengen an Höhenmetern, Spitzkehren und Schwüngen zusammengekommen (und das obwohl sich wieder einmal so mancher bemüht hat einen 500hm Hang mit 17 Schwüngen zu bezwingen).

Für das Mairatal gibt es eine exzellente Karte, in der die meisten Tourenmöglichkeiten verzeichnet sind. So wird dann die Tourenplanung wie Essen bestellen beim Chinesen: nehmen wir hinauf die 57, dann können wir über die 123 abfahren, und dann können wir noch die 98a nachschieben.
Die Anzahl von Unterkünften und Restaurants im Tal ist überschaubar. Wir haben in Acceglio das Hotel Londra als Basis gewählt. Das Hotel versprüht den Charme der 70er Jahre, punktet aber ungemein mit einer ausgezeichneten Küche. Zudem ist der Chef des Hauses sehr zuvorkommend und weiß schon beim ersten Augenaufschlag, dass die nächste Flasche Wein zu kredenzen ist.

Unterwegs im Paradies der steilen Rinnen: Lukas, Thomas, Sonne, Mathi, Ben, Markus, Andi, Christian


Samstag, 10. März 2018

Seekarspitze

Achensee die zweite...
Letztes Wochenende schauten wir von der Seebergspitze rüber zur Seekarspitze, Luftlinie nicht weit weg. Schaut guat aus hab i mir denkt.

Mittwoch, 7. März 2018

Eisklettern: Sonnenkönig WI6- & Glasur (Eisprinzessin) WI6

Am Wochenende haben Mathi und ich die Auswirkungen der Kälteperiode ausgenutzt. Da die Tour "Sonnenkönig" äußerst selten kletterbar ist, sind wir am Freitagnachmittag nach Gnadenwald gefahren und in 45min zur Route aufgestiegen. Über 2 tolle SL führt diese nach oben. Im Anschluss sind wir noch das "Zepter" (WI4) und den Thron (WI4+) geklettert. Kurz vor dem dunkel werden waren wir dann wieder beim Auto.
Am Samstag ging unsere Fahrt dann ins Zillertal, in die Floite. Hier stehen einige der tollsten und längsten Eislinien welche man in Tirol finden kann, aber leider eben nicht immer! Mit Ski wanderten wir vorbei an der Tristenbachalm hinauf zum Einstieg, den man in einer guten Stunde erreicht. Die erste SL ist gleich die Schwierigste und sogar mit WI7- bewertet. Heuer war es aber ein steiler, anstrengender 6er. Auch der Rest war noch steil und lässig zum Klettern und die Eisverhältnisse waren perfekt. Leider werden die warmen Temperaturen dies wohl ändern. Mit den Ski ist man dann gleich wieder auf der Tristenbachalm beim wohlverdienten Bier ;-)
Fotos

Montag, 5. März 2018

Seebergspitz, Kraspesspitz

Am Samstag statteten wir (Martin, Jager, Sepp und
Susanne) der Seebergspitz in Pertisau einen Besuch ab.

Wenn nicht diesen Winter....wann dann?



Durch meinen selbsterzeugten „Freizeitstress“ komme ich kaum dazu meinen Computer zu starten und meine Tourenliste zu aktualisieren. Resümee der letzten 3Wochen: In einer „Ski-energiereichen“ sehr feinen Galtürwoche mit Familie und Freunden durfte ich in den SkifahrPausen bei besten Bedingungen die Versalspitze (Abfahrt Ganifer), Hohe Köpfe und Predigberg abfahren. Die Woche drauf folgte ein Abstecher mit Kurt von der Bergsteigerriege auf`s  Sumpfschartel`s und auf den Gaißkogel (Hirscheben). In der eiskalten letzten Woche spurten am Montag Tini und ich bei minus 25° über die Matreier Grube auf die Peilspitze, Mitte der Woche zog ich meine einsamen Spuren von den KoflerSpitze zur Inzinger Alm. Freitags ging`s zur steilen Seebergspitze am Achensee wo ich wieder eine sehr seltene Variante „gelungen“ ausprobieren konnte. Auch in den Zwischentagen schnallte ich meine Skier an, um auch im „Hermann von Barths Paradise“ oder mit David die ein oder andere Tour zu genießen. Fazit: wenn man diesen Winter nicht unterwegs ist, wann dann? einige Impressionen


Vorderer Tajakopf Nordabfahrt (Herz-Jesu-Kessel)

Gestern haben Tom und ich die guten Verhältnisse ausgenützt und sind nach Ehrwald gefahren, um dort eine Steilwandabfahrt zu machen. Da wir das erste Mal im Gebiet unterwegs waren, fiel unsere Wahl auf den markanten vorderen Tajakopf. So konnten wir zuerst mit Ski, dann stapfend in der Sonne zum Gipfel aufsteigen und im Anschluss nordseitig runterfahren. Wenn man dann am Grat richtig eingefädelt hat, steht dem Abfahrtsvergnügen nichts mehr im Weg. Coole Tour an einen traumhaften Tag!
Fotos

Freitag, 23. Februar 2018

Eisklettern in Kanada

Zusammen mit Sonne, Wolfi und Arthur Lintner aus Stans begann unser Abenteuer am 7.2. bereits bei der Anreise. Nach verspätetem Abflug in Innsbruck, versäumter Anschlussflug von Frankfurt  nach Calgary. Am nächsten Tag ein weiterer Flug wetterbedingt annulliert, somit wurden wir via Toronto umgebucht und erreichten erst am dritten Tag Calgary!
In Canmore, am Rande des Banff National Parks, bezogen wir schließlich unser Quartier für die folgende Woche. Die Rocky Mountains präsentierten sich tief winterlich und selbst die Kanadier sprachen von einem wesentlich kälteren Feber, als gewöhnlich. So starteten wir in Field im Yoho National Park bei -22° und spurten im tiefen Schnee zu den Einstiegen. Arthur u. Sebastian kletterten den "Pilsner Pillar" WI 6 / 200m und wir rechterhand "Carlsberg Column" WI 5 / 150m. Dass eine Fahrt ins Ghost Valley abenteuerlich sein kann, bekamen wir mit unserem bescheidenen Kia Allrad zu spüren. Kurz vor dem Ziel verhinderten tiefe Spurrillen ein weiterkommen, leider blieben uns so tolle Klettermöglich-keiten im "Ghost" verwehrt. Die folgenden drei Tage fuhren wir bis zu 190 km entlang des Trans Canada Hwy, vorbei an Banff und Lake Louise (Icefields Parkway) , dabei beeindruckte besonders die Bergkulisse der Rockies. Nach klarer Nacht zeigte das Thermometer -34° an, in der  breiten Eismauer der "Weeping Wall" WI 5 fanden wir jedoch bei Sonne angenehme Bedingungen vor, bis zu Softeis im oberen Sektor "Pillar" WI 6, welchen Sonne u. Arthur komplett durchstiegen.
Tags darauf, im "POLAR CIRCUS" WI 5 / 500m, völlig andere Verhältnisse, während wir die unteren Eislängen teils frei kletterten, kamen uns immer stärkere Spindrifts entgegen. Ständiger Wind im Gebirge und die angespannte Lawinensituation veranlassten uns dann, einen Rückzug zu machen.
Defensives Verhalten war angesagt, so entschieden sich Wolfi u. ich auch nach längerem Zustieg mit Schneeschuhen im eiskalten Kessel der "Murchinson Falls" WI 5+/ 150m, ob einer großen Wechte oberhalb, nicht einzusteigen. Sonne u. Arthur versuchten mit Erfolg ihr Glück u. wir wendeten uns nochmal der "Weeping Wall" zu. Am letzten Klettertag wanderten wir über 5 km entlang eines gesperrten Hwy zu einem tollen Canyon. Dort fanden wir den imposanten "Whiteman Fall" WI 6 / 100m vor. Skurriles,steiles Eis zum Abschluss unseres Kanada Aufenthaltes, der doch Eindrücke hinterließ und wo auch die Kameradschaft nicht zu kurz kam.
Fotos

Freitag, 2. Februar 2018

Neuer Eiskletterführer für Tirol

Der neue Eiskletterführer für Tirol ist da. Neben den Klassikern sind auch viele neue Mixedtouren dabei. Unter anderem auch unsere Tour am Obernberger Tribulaun.
Reinschauen lohnt sich!!!

Dienstag, 30. Januar 2018

Ende Jänner ;-)

In den letzten Tagen auch ein wenig unterwegs gewesen - 
Anfang letzter Woche war noch aufgrund der Lawinensituation Wald und Wiese angesagt - so hat sich diese Situation schnell gebessert.
Zur Zeit: Bis 1600m war der Regen drinnen und darunter ist es eher mühsam - in Sonnenhängen ist wunderschöner Bruchharsch vom feinsten, aber auch schon erster Firn -in  Schattenhängen findet man dafür immer noch Pulver

Hie ein paar Bilder: Karwendel / Stubaier / Tuxer (einmal mitn Stöckl Lois)

Video mitn Roli in den Tuxern:
 

Montag, 29. Januar 2018

Eisklettern Zillertal & Pitztal

Bereits letzte Woche war ich mit Mathi im Schönachtal unterwegs, dort gibt es einige tolle Linien.
Unserer Wahl fiel auf die Neutour "1 of a Million" (M7/WI6), die heuer erstbegangen wurde. In 6 coolen Mixedlängen geht es nach oben, in den plattigen Stellen stecken BH, zusätzlich benötigt man noch einen Satz Cams.
Am Wochenende war ich dann mit Arthur unterwegs. Am Samstag sind wir ins Pitztal gefahren, um dort die Route "Havana" (WI 6) und "Nameless" (WI 5) zu klettern. Die warmen Temperaturen bescherten uns angenehmes Softeis.
Am Sonntag fuhren wir wieder ins Schönachtal. Diesesmal kletterten wir die "Scharfe Gsellin" (WI 6) und das "Glasperlenspiel" (WI 5+), beides lohnende Touren. Es war ebenfalls wieder recht warm, deshalb sollte man wieder kältere Temperaturen abwarten, um dort zu klettern.
Fotos

Samstag, 27. Januar 2018

Schneereiche Zwischenbilanz

So dramatisch die Lawinensituation vor ein paar Tagen noch war, so ausgezeichnet hat sich die mittlerweile verfestigte Schneedecke gestern präsentiert. Das nützte ich um dem Lisener Fernerkkogel meine Aufwartung zu machen. Eine kleine Gruppe war bei der ersten Steilstufe gleich eingeholt, und dann gings spurenderweise bei wechselnden Schneearten zum Skidepot. Abfahrt dann direkt über die Rinne unterhalb des Rotgratferners ; Schneeverhältnisse waren durchwechs passabel, oben und unten Pulver, im Mittelteil nur teilweise eingeweht, aber problemlos zum runterrauschen! Meine sonstigen Skitourenschmankerln im bisherigen Winter durfte ich hauptsächlich bei prächtigen Pulverschnee im Karwendel erleben, aber sowie viele andere Skienthusiasten auch, stattete ich auch den Tuxern, Sellrainern und Stubaiern (auch Südtirol) einige powderreiche Besuche ab. So häuft sich die Anzahl meiner heurigen Wintersportaktivitäten (Skitouren/fahren) zu einer zufriedenstellenden Zahl ;-)... hier geht`s zu meiner bescheidenen Bildauswahl