born in tirol

born in tirol

Mittwoch, 11. Dezember 2019

Riepen NO-Wand "Riepen-Fall"

Letztes Wochenende waren wir im Schnee und Eis unterwegs. Zuerst haben wir die guten Verhältnisse hinter dem Brenner ausgenutzt und eine tolle Pulverabfahrt genossen. Tags darauf sind wir dann das erste Mal für heuer ins Eis gestartet. In der Schlick, am Fuße der Riepenwand, gibt es einen tollen Eisfall, der leider nicht jedes Jahr steht. Heuer ist es jedoch anders und man findest bereits super Eisverhältnisse vor.  Die Tour ist leider in keinem Führer angeführt, lediglich im "Orgler-Führer" gibt es einen Hinweis auf die Route, weshalb wir ihm ganz klassisch den Namen "Riepen-Fall" geben haben ;-)
Bei den Bildern findet man ein Wandbild mit eingezeichnetem Routenverlauf. Zuerst klettert man ca. 35m hinauf zu einer kleinen Nische, um dort Stand zu beziehen (1H von uns). Dann geht es in gut 50m hinauf zum 2.Stand auf einem Band. Echt zwei tolle Eislängen (WI5/5+). Die nächsten 2 bis 3 SL folgt man einen Eisgully (WI4-), der bis zum Ende der Tour führt. Am Ende seilt man 3mal ab und kommt dann wieder auf das große Band, über welches man hinausqueren kann und somit zurück zum Einstieg gelangt. Lässige und lohnende Tour!
Fotos

Dienstag, 3. Dezember 2019

Ampferstein "Frenadametz Kamin"

Am vergangenen Wochenende haben Mathi und ich eine winterliche Kletterei in den Kögeln gemacht. Für die erste Mixed Tour der Saison haben wir uns einen schattigen Kamin ausgesucht, welchen man vom Parkplatz der Lizum aus in einer knappen Stunde erreicht.  Eis war leider nicht viel vorhanden, dafür einiges an Schnee. Die Kletterei ist anhaltend im Bereich M5-M6 und muss selbst abgesichert werden, so waren wir für die erste Tour doch recht gefordert. Wir haben uns dann  meist an Sanduhren über die Route abgeseilt und im Pulver ging es wieder zurück zum Auto. Lässige, nicht zu unterschätzende Tour!
Fotos

Dienstag, 12. November 2019

Herbstklettereien


Den wunderschönen Herbst haben wir noch gut ausgenutzt und einige tolle Genußklettereien gemacht. So war ich mit Dani an der Südwand des Hochwanners unterwegs, dort sind wir den Südriss (VII-od. VI A0) geklettert. Sehr begeisternde Tour, die Großteils selbst abgesichert werden muss, nur die SH sind gebohrt. Weiters waren wir noch am Hundskopf die SW-Kante (VI), nette kurze Herbst Tour (6 SL), wo ebenfalls die SH gebohrt sind. Im Rofan waren auch noch. Eigentlich wollten wir am Sagzahn was klettern, leider war jedoch die „Buhl“ nass und im Schatten war es auch bereits ziemlich frisch, so sind wir auf die Rofanspitze ausgewichen. Dort haben wir dann die „Schmid-Müller“ inkl. Direkteinstieg gemacht. Mit Tom war ich in den Lechtalern unterwegs und zwar auf der Freispitz, dort sind wir den Klassiker „Schreck-Heel“ (VI+) bei ziemlich kalten Verhältnissen geklettert. Super Tour in bombenfestem Fels und tollen Wasserrillen. Beim Kaiser hatten wir auch noch eine Audienz, so waren wir auf der Karlsspitze die „Wirtskante“ (VI+). Sehr schöne alpine Sportkletterei, jedoch keine Plaisiertour. Nach langem ging sich auch wieder einmal eine Tour in der Mieminger Kette aus, genauer gesagt waren wir am Schoßkopf. Die „Croce“ od. SO-Verschneidung (VI) ist jedoch leider nicht besonders lohnend, da sie ziemlich grasig und auch teilweise brüchig ist. Den krönenden Abschluss der Klettersaison haben wir jedoch im Wetterstein gemacht und zwar am Hintereintalschrofen. Dort sind wir die „Graue Verschneidung“ (VI-) geklettert. Der Name klingt nicht besonders einladend, jedoch die Route ist super lässig. Bomben Fels, selbst abzusichern, nur an den Ständen gibt es BH. Im Anschluss kann man bequem über die Route abseilen. Tolle Abschlusstour bevor jetzt der Winter eingekehrt ist!


Fotos

Montag, 14. Oktober 2019

Hinterreintalschrofen "Lucky Loser" 7+

Da ich noch nie an der Südwand des Hinterreintalschrofens im Wetterstein geklettert bin, kam mir der Vorschlag von Sonne gerade gelegen. Zunächst ging`s noch recht entspannt per E-Bike zur wunderschön gelegenen Rotmoosalm und in Kürze zum Einstieg. Hier erwartete uns dann aber weniger entspannte Kletterei, besonders die oberen, steilen Riss Längen verlangten uns alles ab. Die Beschreibung auf "No Hand Rests" traf voll zu,  so schwanden die Rotpunkt Ambitionen auch schnell und unsere "Freunde" wurden bald als Fortbewegungsmittel verwendet. Trotz Sanierung ist ein doppelter Satz Cams empfehlenswert, da die Haken doch etwas grössere Abstände aufweisen. Dass die Tour selten begangen wird, stellten wir auch beim Eintrag ins Wandbuch fest, letzter Eintrag von Roli u. Mathi 2018 ! und auch die Jahre zuvor kaum Begehungen.
Fotos

Donnerstag, 26. September 2019

Grubreisen & Ciavazes

Die letzte Woche bescherte uns nochmal schönes Herbstwetter, welches wir natürlich ausnutzen mussten. So bin ich mit Dani an der Grubreisen die "Bachmann-Verschneidung" (VI+) geklettert. Lässige, leider etwas kurze (5 SL) Kletterei, in gutem Fels. Durchaus eine lohnende Variante zum bereits etwas abgespeckten Südgrat.
Im Rahmen unseres Bergrettungsausfluges sind wir nach Südtirol gefahren, genauer gesagt in die Sella. Christian und ich haben uns für die "Integrale" entschieden, tolle Kletterei an Löchern, Leisten und Platten. Die SSL führt über ein Dach (VI+/A1) der Rest ist lässige Freikletterei bis in den VII Grad. Da wir erst zu Mittag eingestiegen sind, haben wir nur den unteren Teil gemacht, werden aber den Rest sicher noch nachholen. Am Sonntag war das Wetter dann ziemlich wechselhaft, weshalb wir nochmal zum Ciavazes gefahren sind. Diesesmal sind wir die "Papa Giovanni Paolo" (VII) geklettert. Nette, alpine Sportklettertour, die etwas überbewertet ist. Bereits nach 2,5h standen wir wieder am Gamsband und konnten gleich danach den wohlverdienten Cappuccino und Kuchen genießen ;-)
Fotos

Donnerstag, 19. September 2019

Hochkönig


Am vergangenen Wochenende führte uns unser Kletterausflug nach Mühlbach am Hochkönig. Am ersten Tag sollte es anreisebedingt eine kürzere Tour werden. Kürzer bezog sich aber nur auf die Anzahl der Seillängen, nicht auf die Gesamtheit mit Zustieg und Abstieg, und so waren wir froh, dass die Küche im Arthurhaus bis 21:00 geöffnet hat. Dann galt es noch unsere Unterkunftgeberin davon zu überzeugen, dass wir das Frühstück anderntags gerne vor 7:45 einnehmen würden, denn am zweiten Tag standen zwei längere Touren auf der Wunschliste. Und das länger bezog sich diesmal auf die Anzahl der Seillängen und auf die Gesamtheit. Da war es dann nur mehr bedingt hilfreich, dass die Küche im Arthurhaus bis 21:00 geöffnet hat.

Mathi führte mich souverän durch den Hochkönig-Südwand Klassiker „Gloria Patri“. Sowohl Bewertung als auch Absicherung können mit sportlich umschrieben werden. Vielleicht mit ein Grund, warum für heuer im Wandbuch erst drei Begehungen verzeichnet sind. Vom Ausstieg der Tour bis an den Tresen des Matrashauses (liegt direkt am Gipfel des Hochkönig) sind es gerade einmal 2 Minuten Gehzeit. Da haben wir natürlich gerne auf eine Apfelschorle (oder war es doch etwas Gehaltvolleres?) vorbeigeschaut.

Martl, Arthur und Sonne wendeten sich der 900m hohen Südwand des Großen Bratschenkopfes zu und stiegen durch die 28 Seillängen Longline „freier als Paul Preuß“, welche von Albert Precht angeblich nackt und solo erstbegangen wurde. Im Zuge der „Sanierung“ wurde die Route begradigt, wodurch eine anspruchsvolle Klettertour in zumeist rauem, wasserzerfressenem Fels entstand. Im Abstieg konnten sie dann noch ihre Stirnlampen einem Funktionstest unterziehen.

Mittwoch, 11. September 2019

Herrliche Klettertage


Die schönen Wetterphasen im August haben wir gut ausgenutzt und konnten ein paar tolle Touren machen. So bin ich nach dem Kirgistan Urlaub mit Dani in die Bernina gefahren, um dort über den östl. Norwandpfeiler auf den Piz Palü zu klettern. Tags darauf sind wir noch bei Schneetreiben über den Spallagrat auf den Piz Bernina gestiegen. Weiters sind wir noch gemeinsam die „Rittlerkante“ auf den Bauernpredigtstuhl und die Lärmstange N-Kante geklettert. Mit Mathi war ich 2 Tage in den Lienzer Dolomiten unterwegs, dort sind wir am ersten Tag die anspruchsvolle „Toni Egger Gedächtnisführe“ geklettert und am 2 Tag die Route „Supermix“. Super Touren in bestem Fels. Im Anschluss ging es weiter in die Julischen Dolomiten, um dort am Gamsmutterturm die Nordkante zu klettern, tolles alpines Ambiente und super Fels! Weiters war ich mit Mathi noch im Karwendel unterwegs. Zuerst haben wir die erste Wiederholung der Route „Turmwächter“ am Vorgipfel des Lamsenhütten Turms gemacht. Tolle, anspruchsvolle alpine Kletterei, die Arthur und Sevi bereits 2014 erstbegangen haben. Tags darauf sind wir an der Freiungsnadel die „Gerade Nordwand“ geklettert. Eine echte alpine Abenteuertour, in der lediglich 5 Haken stecken. Mit Tom war ich im Eisklettereldorado Pinnistal unterwegs, welches auch im Sommer lohnende Kletterziele bietet. Unser Ziel war die Kastenwand, die durch die Route "Chaos" bekannt geworden ist. Wir sind die benachbarte  "Kastenkante" geklettert. Die Route führt in toller Kletterei immer durch den schwarzen festen Fels hinauf. Dann war ich mit Dani noch im Xeis, hier ging es über die Nordkante auf die Rosskuppe und am Festkogelturm sind wir die Route „Z“ geklettert. Ein lohnender Ausflug inkl. guter Bewirtung auf der Haindlkar Hütte. Ein Abstecher ins Wetterstein Gebirge war auch noch dabei, am Hintereintalschrofen sind wir die „Direkte Südwand“ geklettert, wie immer im Wetterstein, super Fels. Als Kontrastprogramm ging es dann mit Tom in die Kögel zur Riepenwand, dort war die „Bachmann-Führe“ am Plan. Leider war es dann doch zu nass, um die Tour fertig klettern zu können. Trotzdem immer wieder beeindruckend durch die steile Riepenwand zu klettern. Somit geht wohl der Sommer zu Ende und hoffentlich schließt der goldene Herbst nun nahtlos an ;-)
Fotos

Mittwoch, 21. August 2019

Schreckhorn-Lauteraarhorn Überschreitung

Unsere diesjährige Westalpentour führte uns mal wieder in die Berner Alpen wo uns noch 2 4000er fehlten. Letztes Wochenende war das Wetter einigermaßen stabil genug um diese lange Grat Traverse anzugehen. Am ersten Tag gings über den angeblich schönsten Hüttenanstieg der Alpen, zur Schreckhornhütte wo wir bestens bewirtet wurden. Bereits um 2h klingelte der Wecker und nach kurzem Frühstück gings los über den Gaag (wird seinem Namen gerecht) und Schreckfirn zum Einstieg des SO Grates. Den ersten Teil mussten wir noch im Schein der Stirnlampen klettern, ab der Schulter empfing uns dann starker Südwind der uns den ganzen Tag begleitete. Der Grat ist wie beschrieben bombenfest und wäre bei Sonne der reinste Genuss. Am Gipfel bekommt man dann erstmals einen Einblick auf die Länge der bevorstehenden Traverse so machten wir uns gleich an den Abstieg in die Schreckscharte (am Schluss 2xabgeseilt). Die Routenfindung ist eigentlich ganz einfach, alle Türme werden gerade überklettert. Um 13:30 standen wir am Gipfel des Lauteraarhorns. Nun beginnt eigentlich der langwierigste Teil der Tour, der Abstieg über den berüchtigten Schraubengang (Bruch, 3x Abseilen möglich) und der letzte Grat zum Strahleggpass wo man das erste mal wieder sicheren Boden unter den Füßen hat 17:30. Hier hatten wir die erste richtige Rast des Tages, Um 19:30 waren wir wieder auf der Hütte wo die Wirtin extra für uns noch ein perfektes Menü kochte da vom Abendessen nichts mehr übrig war.War wieder eine lässige Tour mit Wolfi.Bilder

Dienstag, 13. August 2019

Erstbegehung Kl. Lafatscher NNO-Pfeiler "Sepp Jöchler Gedächtnisweg" VII-/A1 & Speckkar NW-Wand "Inglorious Bastards" 8

Als Tom und ich das letzte Mal am kl. Lafatscher eine Tour geklettert sind, ist uns aufgefallen, dass auf den NNO-Pfeiler ein Riss-System durch die ganze Wand hinaufzieht und es noch keine Tour bis auf Pfeilerkopf gibt. Grund genug mal einen Versuch zu starten.
Am ersten Tag sind auf der Speckkar NW-Wand die "Inglorious Bastards (8)" geklettert, schöne alpine Sportklettertour.
Nach einem feucht fröhlichen Abend auf der Haller Anger Alm, war der morgendliche Start eher mit weichen Knien. Dies hat sich jedoch gleich einmal gelegt, denn man muss gleich von Beginn an anständig zupacken. Die vielen Risse nehmen Friends und Keile super auf, sodass wir nur wenige Haken schlagen mussten. Die Crux ist die steile Gipfelwand, durch die ein glatter Riss empor zieht. Leider konnten wir diese 2 Seillängen nicht frei klettern, wird wohl etwas im oberen 7 oder unteren 8 Grad sein. Vom höchsten Punkt des Pfeilers kann man sich dann entscheiden, ob man über den Grat zur Ausstiegslänge der Lafatscher Verschneidung hinüberquert und auf den Lafatscher Rosskopf aufsteigt, oder so wie wir (weil wir schon etwas später dran waren) abseilt. Mit 2mal abseilen kommt man hinunter auf ein Band und von dort kann man über die eingebohrte Tour "Tritzi" weiter abseilen.
Die Tour widmen wir Sepp Jöchler, der letztes Jahr tödlich verunglückt ist. Er kannte wie wohl kein anderer die Wände im Karwendel und verbrachte auch im Haller Anger unzählige Kettertage. Sepp war schon zu Lebzeiten eine Legende und so wollten wir ihm mit der Route unsere letzte Ehre erweisen. Tolle alpine Tour, in sehr rauem und steilen Fels, an einem der schönsten Plätze des Karwendels.
Fotos

Dienstag, 30. Juli 2019

Kirgistan


Bereits am ersten Tag unserer Reise war Improvisation angesagt. Unser Ziel, das Ak Suu Tal, war wegen zu viel Schmelzwassers in den Flüssen und wegen fortgerissener Brücken nicht erreichbar. Man könne uns aber in das benachbarte Kara Suu Tal bringen.

Der Weg dorthin führte über vier Pässe und steht nun mit 42km Entfernung und 4300Höhenmetern in unseren Tourenbüchern. Die Passpassagen waren speziell für die Tragetiere eine ziemliche Herausforderung.
Im Kara Suu angekommen, galt es sich zu orientieren. Die ersten Tage waren ohnehin von Regenschauern durchsetzt, kein ideales Wetter für lange alpine Klettertouren ohne Rückzugsmöglichkeit. Dann bescherte uns das Wetter eine Abfolge von Traumtagen (Dank für den per Satphone übermittelten Wetterbericht an Alex Radlherr), und wir kletterten an Kotina, Usen, Little Asan, Vnuk, Silver-Wall und Yellow-Wall. (Fast) alle Touren hier haben gemeinsam, dass sie lang und clean (keine eingerichteten Standplätze, keine fixen Zwischensicherungen) sind. Somit ist auch die zu kletternde Linie häufig unklar.

Christoph und Gebi konzentrierten sich auf Erstbegehungen. Als Oleg, ein Russe der hier als Hausmeister gilt, von ihrer neuen 2000 Klettermeter-Linie am Kotina erfuhr, eilte er rasch in sein Zelt um sein Guidebook zu holen und die Linie einzuzeichnen. Verlässliche Informationen sind hier nämlich Mangelware. Der einzige existierende Führer ist in kyrillischer Schrift verfasst, und umfasst eigentlich nur Linien, die von Russen erstbegangen wurden. Zudem ist die russische Bewertungsskala für Mitteleuropäer nicht zu entschlüsseln.

Im BC betreute uns Ali. Seine Küche bestach durch kompromisslose Kontinuität, dafür war er immer gut gelaunt und sein herzhaftes Lachen klingt uns noch immer in den Ohren. So wie das Getöse des Wildbaches, und dabei meinen wir nicht das Rauschen des fließenden Wassers, sondern das Poltern des bewegten Geschiebes.

Als Draufgabe wurde zu guter Letzt noch ein Fünftausender bestiegen, und das kirgisische Militär verhalf uns durch eine Sondervorstellung in der Bewältigung von Grenzkonflikten zu einer Sightseeingtour ins Hinterland.

Unterwegs im Land der Marienkäfer: Christoph (Schranz), Gebi, Wolfi, Martl, Sonne, Christian

Dienstag, 2. Juli 2019

Nice work boys 8-


Auf der Suche nach Schatten sind Christian und ich im Gaistal in der Hochwand Nordwand fündig geworden.

Laliderer N-Wand "Erdenkäufer-Sigl" & kl.Lafatscher NO-Pfeiler


Die langen, heißen Tage wollten wir am Wochenende richtig ausnutzen und was eignet sich dazu besser als eine Laliderer Tour ;-) So sind Mathi und ich am Freitag zeitig in der Früh mit den Bikes durchs Laliderer Tal hinauf zur Wand gefahren. Von hier aus hat man einen super Überblick über die ganze Wand, so konnten wir uns anschauen, was bereits alles trocken ist.
Die Wahl fiel dann auf die „Erdenkäufer-Sigl“, welche ursprünglich mit VI/A3 bewertet war. Nachdem ich ein paar Infos dazu eingeholt habe, haben wir erfahren, dass die Route auch frei kletterbar ist. Zuerst steigt man 4 Seillängen die „Schmid-Krebs“ empor, ehe man links in die Tour abzweigt, dann geht es schon los mit der ersten VI/A2 Seillänge. Nachdem wir diese gut hinter uns gebracht haben (frei VI+), waren wir guter Dinge, dass auch der Rest nicht so schlimm sein wird. So war es dann auch, in toller, abwechslungsreicher Kletterei ging es hinauf zur Schlüsselseillänge. Hier gilt es eine Platte mit 2 umgeschlagenen Stichbohrhaken zu überwinden, um im Anschluss einen kniffligen Quergang zu meistern. Wir hätten diese Seillänge mit VII- bewertet. Im Anschluss kommen noch einige 6er und 5er Längen, ehe man in leichteres Gelände kommt und dann seilfrei auf den Gipfel der Laliderer Wand emporsteigen kann, welchen wir nach genau 8 Stunden erreicht haben. Wieder eine super Route, die im Schatten der bekannten Laliderer Touren steht.

Tags darauf bin ich mit Tom hinüber in den Haller Anger, um dort auf der Nordseite des Lafatschers eine Tour zu machen. Wir wählten den NO-Pfeiler (VI-) aus, eine alpine Genußkletterei, die uns fast ein bisschen zu leicht war. Trotzdem immer wieder schön das Ambiente dort.
Fotos

Montag, 1. Juli 2019

Riesendach Verschneidung 8/A0

Christian war trotz einer etwas längeren Klettertour am Vortag motiviert mit mir diese imposante und anstrengende Verschneidungskletterei anzugehen. Von Hinterriß Richtung Eng fahrend, sieht man bald rechterhand diese steile Wand des Unteren Rosskopfes, die schnell erreicht ist, was bei der Hitze recht angenehm war. Die Tour mit dem ausladenden Dach am Schluss bietet auch genug Schatten. Geniale, ausgesetzte Kletterei an rauhem Fels mit einer technischen Seillänge und einer luftigen Abseilfahrt beindruckte jedenfalls.
Fotos

Montag, 24. Juni 2019

Fleischbank "Vollmond" VII

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison zog es uns ins Kaiser Gebirge. Diesesmal war Christian und Mathi mit von der Partie und das Ziel war erneut die Fleischbank und zwar die Route "Vollmond", welche sich nahe dem Ellmauer Tor befindet. Zuerst steigt man über die SSL des "Dülfer Riss" empor ehe es rechts hinaus in die Route geht. Die letzten 3 SL haben es dann wieder in sich, anspruchsvolle, selbst abzusichernde Alpinkletterei bis zum VII Grad. Am Ausstieg angekommen haben wir noch Arthur und Anna getroffen, die den "Schmuck Kamin" geklettert sind. Gemeinsam haben wir dann im Hagel Schauer den Abstieg angetreten. Coole, lohnende Tour.
Fotos

Freitag, 21. Juni 2019

Klettern ums Gimpelhaus

Susanne und ich nahmen uns 2 Tage Zeit um uns das vielversprechende Klettergebiet rund ums Gimpelhaus anzuschauen. Touren ohne Ende für jeden etwas dabei.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Fleischbankpfeiler "Theater Risse"

Am Fleischbankpfeiler gibt es neben den Pumprissen noch weitere bekannte Rissklettereien, eine davon sind die "Theater Risse", welche das Ziel von Roli und mir am letzten Wochenende waren.
Zuerst geht es über leichtere Längen hinauf, ehe man in die Risse hineinkommt. Die erste 6er Länge ist dann leider ziemlich staubig und die Schlüsselstelle etwas komisch zum klettern. Die coolste Länge ist die letzte, ziemlich steil und pumpig und mit fast 60m auch noch ziemlich lang. Irgendwie konnte uns die Route nicht so recht begeistern und steht wahrscheinlich zu Recht im Schatten der bekannten Nachbarn.
Abgeseilt haben wir dann über die "Sport 2000", was super funktioniert.
Fotos

Donnerstag, 13. Juni 2019

Lamsen & Kaiser

Durch das warme Wetter am letzten Wochenende sind viele Wände bereits trocken. Deshalb bin ich am Freitag mit Maggo zur Lamsen Hütte aufgestiegen, um an der Rotwandlspitze was zu klettern. Als erstes haben wir die Neutour "Chief" (8) gemacht und im Anschluss die "Herbert" (8-). Beides super eingebohrte alpine Sportklettertouren in bombenfestem Fels.
Am Sonntag sind dann Arthur, Mathi und ich auf die Wochenbrunner Alm gefahren, um mal zu sehen, was im Kaiser schon alles geht. Auch hier sind die Wände bereits alle trocken und so fiel unsere Wahl auf die Fleischbank. Wir haben uns für eine Routenkombination entschieden und sind im unteren Teil den "SO-Pfeiler" (VII-) geklettert und im oberen Teil über die "Go Nuts" (VII-) ausgestiegen. Der SO-Pfeiler bietet alpines Genussklettern vom Feinsten. In der SSL stecken ein paar alte Nägel, den Rest konnte ich super selber absichern. In der Go Nuts geht es dann ernster zur Sache, denn die vorhandenen 4 Kronenbohrhaken sind nicht gerade vertrauenswürdig und im geschlossen Fels findet man zum selber Absichern nicht immer einen geeigneten Platz. Arthur hat sich jedoch mutig nach oben gekämpft und so konnten Mathi und ich eine der coolsten SL, die wir im Kaiser je geklettert sind, richtig auskosten.
Fotos

Sonntag, 9. Juni 2019

17. HALLTALEXPRESS am 16. Juni 2019 - Start um 10h30

Meldet`s Euch an, auch die alpine Bande ist dabei....

https://www.halltalexpress.at/


….. Wahre Sieger sind alle, die das Ziel bei den Herrenhäusern am Ende des Halltales erreichen. ... angefeuert wird im Halltal jeder und das Publikum entlang der Strecke unterstützt auch diejenigen, welche ihr Rad schieben oder sich über die steilsten Abschnitte gehend fortbewegen. Vom Prinzip her ist der Halltalexpress natürlich ein richtiges Rennen mit Regeln und Zeitnehmung, und es wird klarerweise von den Teilnehmern auch einiges abverlangt …...Die vielen „Wiederholungstäter“ geben der Philosphie des Halltalexpress recht...…..                              

Montag, 3. Juni 2019

Taufenkopf & Pfattner Wände & Hechenberg

Nach einer langen Skisaison, sind wir nun endlich in die Klettersaison gestartet. Aufgrund des vielen Schnees mussten wir uns jedoch mit Klettereien in Tal Nähe begnügen. Bereits vor 2 Wochen war ich mit Magnus am Taufenkopf unterwegs, dort kletterten wir die Route "Be Cosmiq". Coole Tour, die mit Haken ausgestattet ist, jedoch sollte man auch ein paar Cams dabei haben. Im Anschluss sind wir noch die zwei Seillängen von "Supergau" geklettert.
Am verlängerten Wochenende bin ich mit Roli zur Pfattner Wand gefahren, um dort die "Cojote" zu klettern. Tolle, jedoch für einen Kalkkletterer, anstrengende Risskletterei ;-) zum selber absichern. Zum Glück war Roli gerade in den USA zum Rissklettern, somit war die SSL kein Problem für ihn. Leider ist der Kletterspaß nach 4 SL bereits wieder zu Ende.
Tags darauf bin ich mit Mathi zum Hechenberg. Dieses mal haben wir den schmalen Zustiegssteig gleich richtig gefunden und waren nach 1.15h beim Einstieg. Wir staunten nicht schlecht, als noch zwei weitere Seilschaften daher kamen, eher eine Seltenheit am Hechenberg.  Da wir beide schon den klassischen "Bachmann-Pfeiler" geklettert sind, fiel dieses mal die Wahl auf die "Spitzenstätter-Schoißwohl". Nach der dritten Seillänge quert man rechts hinaus, wo dann gleich die SSL wartet, eine steile Rissverschneidung. Hier stecken einige Haken, zwei weitere habe ich noch dazugeschlagen und belassen. Die nächsten drei SL sind dann ziemlich schwierig abzusichern und auf Grund des schlechten Fels eher gefährlich. Danach wird die Kletterei wieder lässiger und auch die Haken Anzahl steigt wieder, was der Moral gut tut ;-) Am Gipfel angekommen, gilt es noch den steilen Abstieg hinter sich zu bringen, bevor man sich dann ein kühles Blondes genehmigen kann.
Fotos