born in tirol

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Mittwoch, 16. August 2017

Gigalitz

Leider wurde aufgrund des labilen Wetters nichts aus unserer geplanten Westalpenfahrt.
Als Notprogramm statteten wir (Sepp und ich) dem Gigalitz im Floitental einen Besuch ab.

Dolomiten & Gr.Ochsenwand NO-Wand



Die letzten 4 Tage waren Matthi und ich unterwegs, so sind wir am Samstag dem schlechten Wetter entflohen und in die Dolomiten gefahren. Am Sella Joch haben wir uns eine Routenkombination am Ciavazes ausgesucht. Zuerst über die „Mini Ciavazes“ (IV) hinauf auf das Gamsband, um dort die „Vinatzer/Mark“ VI+ (rechte Vinatzer) zu klettern. Die Tour wird recht wenig begangen, was das Wandbuch aus dem Jahre 1967 belegt. Die Haken sind deshalb auch nichts besonderes, jedoch kann man die Route mit Cams super absichern und der Fels ist auch bestens.
Für den nächsten haben wir uns einen „Kracher“ ausgesucht. So ging es von der Capanna Alpina über die Scotoni Hütte hinauf zum wunderschön gelegenen Lagazuoisee und in kürze zum Einstieg der Cima Scotoni. Die „Ivano Dibona“ (VIII+ od.VI+ A2) führt im linken Wandteil über mehrere Dächer hinauf und verlangt viel Saft in den Oberarmen ;-) Dazwischen sind jedoch viele tolle Seillängen, welche in freier Kletterei überwunden werden. Hammer Tour durch die beeindruckende SW-Wand.
Etwas müde vom Vortag haben wir uns am Montag dann eine kürzere Tour am westl. Meisules Turm ausgesucht. Die „Triathlon“ (VI+) führt in eleganter Freikletterei an vielen Löchern hinauf, außer ein paar vereinzelten Zwischensicherungen, muss man die Tour selbst absichern.
Um nicht vom bombenfesten Dolomitenfels zu sehr verwöhnt zu werden, haben wir gestern den Kögeln noch einen Besuch abgestattet ;-) Dort sind wir von der AK-Scharte hinunter zur NO-Wand der gr. Ochsenwand, um dort den „HG-Trans-Weg“ (VI) zu klettern. Die Route befindet sind zwischen der „Kalten Kante“ und der „Direkten NO-Wand“ und hat bisher nur ca. 5 Begehungen bekommen. Coole Kletterei an überraschend gutem Fels. Auch die wenigen Haken sind recht gut, was Matthi mal getestet hat ;-) Im Anschluss hatten wir noch eine zünftige Hütten Gaudi und so ist es dann richtig spät geworden bis wir nach Hause gekommen sind und somit ein gelungener Abschluss von 4 tollen Klettertagen. 

Freitag, 11. August 2017

Georgien - Unterwegs zwischen Kaukasus und schwarzem Meer


….als Gott das Land an die Völker verteilte, verspäteten sich die Georgier. Doch die Fröhlichkeit und der Charme der Abgeordneten versöhnten den erzürnten Herrn, und sodann schenkte er ihnen den Flecken Erde das er eigentlich sich selbst vorbehalten hätte… (georgische Legende)

….dieses landschaftlich äußerst reizvolle kleine Land am Kaukasus wollten schon Araber, Perser, Seldschuken, Mongolen und Osmanen sowie schlussendlich die Sowjets für sich beanspruchen. Diese verschiedenen Einflüsse waren auf unserer Rundreise noch deutlich spür – und sehbar. Besonders beeindruckte uns, dass dieser europaorientierte Staat, nach Armenien das Christentum als Staatsreligion im 4en Jhd. anerkannte, es dort den höchst gelegenen ganzjährig bewohnten Ort Europas gibt, das die Weinbau Tradition in Georgien ihren Ursprung fand (der „Ghvino“ ist wirklich köstlich) der polyphone Männergesang mich wirklich faszinierte und wir unzählige UNSCO- Weltkultur -Erbe -Stätten, wie mittelalterliche Steindörfer mit trutzigen Wehrtürmen, in Augenschein nehmen konnten.
Bei den Wanderungen im großen Kaukasus faszinierte Bettina, David und mich diese weite, unberührte extrem fruchtbare Naturlandschaft. Bei strahlendem blauen Himmel juckte es mich kurz den Ushba, Schchara oder Kasbek in Angriff zu nehmen. Wie gesagt nur kurz, entspannt konnte ich diesen Anblick auch von „unten“ genießen. Unsere Reise führte uns in den entlegensten Orte Georgiens, dort wirkten diese arbeitssamen Menschen, die sicher unter oft harten Bedingungen lebten, sichtlich zufrieden. Zeit spielte offensichtlich eine untergeordnete Rolle. In Adishi (2100m) sagt ein Bauer zu David: „von November bis Ende April sind wir komplett von der Außenwelt abgeschnitten, aber hier ist unsere Heimat, nicht die Steppe Kachetiens“ (Aussiedelungsversuch der Sowjets 1985). Vieles noch könnte ich von dieser Reise erzählen……zu den Bildern

Donnerstag, 10. August 2017

Gipfelstürmernadel & Grubenkarspitze W-Wand "Rebitsch-Dressel"

Nachdem es am Sonntag doch recht anständig geregnet hatte, sind Matthi und ich am Montag über das Solsteinhaus zur Gipfelstürmernadel hinaufgewandert, in der Hoffnung, dass die freistehende Nadel bald abtrocknet. So war es dann auch und dem Klettervergnügen stand nichts mehr im Wege. Zuerst sind wir auf Herman Buhls Spuren über die steile Südkante, dann über den "Normalweg" (Westkante) und im Anschluss noch über die anspruchvolle Ostwand hinauf. Eigentlich wollten wir auch noch die N-Kante klettern, diese sieht jedoch äußerst unlohnend (brüchig) aus und Haken sahen wir auch keine, deshalb haben wir diese dann ausgelassen.
Am nächsten Tag ging es zeitig in der Früh hinaus in die Eng, diesesmal war auch noch Roli mit von der Partie. Die beeindruckende Westwand des Grubenkarpfeilers ist uns von der Falkenhütte aus schon oft ins Auge gestochen und deshalb wollten wir hier mal einen Durchstieg machen. Da es auch eine Tour von Hias Rebitsch gibt, war klar welche Route wir auswählen würden ;-)
Zuerst geht es recht einfach hinauf, bis im Mittelteil dann einige anspruchsvolle Längen daherkommen, oben raus geht es dann wieder überraschend leicht. Leider ist der Fels, im Vergleich zu den anderen Lali Touren, nicht besonders gut, trotzdem war es lässig die beeindruckende Wand zu durchsteigen. Laut Tourenbuch von der Falkenhütte gibt es nur wenige Wiederholungen der Route.
Nachdem die Hütte für 2 Jahre ihre Pforten schließt, haben wir nochmal dortgeschlafen und das ein oder andere Gläschen zu uns genommen ;-) Am nächsten Tag hat es in der Früh stark geregnet, weshalb wir nur mehr gemütlich zum Auto gewandert sind. Immer wieder ein tolles Abenteuer in diesen Wänden.
Fotos

Montag, 7. August 2017

Haller Roßkopf NW li. Durchstieg

Heute mitn Radl in die Iss gefahren, wollte eigentlich wieder mal die NO Kante am Roßkopf gehen aber beim Zustieg im Bachofenkar stach mir gleich eine Linie im linken teil der Nordwand auf, so wollte ich zumindest einmal einsteigen um zu testen ob sie wirklich seilfrei begehbar ist, die Route folgt einem Rinnensysthem das in den Ausstieg der NO Kante mündet. Nach einem Riesenklemmblock am Einstieg gehts in einen nassen Kamin (max.IV- )danach auf einer Rampe kurz nach rechts bis man wieder in die Rinne hineinsteigen kann, danach brauchte ich eigentlich nur mehr der Rinne folgen bis zu den Ausstiegslängen der NO Kante, schneller als erwartet stand ich am Ausstieg auf der Schulter kurz unterm Gipfel. Wie die NO Kante eine abenteuerliche Alternative zum sonst üblichen SO Grat. Anschließend noch die Überschreitung zum Lafatscher gemacht. Mit knapp 2600Hm ein ausgefüllter Tag.Bilder

Samstag, 5. August 2017

Riepenwand "King Crimson"

Nachdem gestern am Nachmittag wieder Gewitter gemeldet waren, wollten Tom, Arthur und ich etwas kürzeres machen, deshalb fiel die Wahl wieder einmal auf die Kögel. Die King Crimson stand schon lange auf meiner Wunschliste und die 2 Kameraden waren auch gleich davon begeistert. Zuerst geht es los mit einem technischen Überhang, danach folgt kühne Freikletterei an bombenfestem schwarzen Fels. Sicher eine der schönsten Kögeltouren, durch die beeindruckend steile Riepenwand. Da bereits dunkle Wolken im Anmarsch waren, sind wir nach den Hauptschwierigkeiten über das Band hingequert zum Normalweg, so erreicht man in Kürze wieder den Einstieg.
Wir waren alle drei von der Tour sehr begeistert, kann man nur weiterempfehlen!
Fotos

Donnerstag, 3. August 2017

Karwendel & Dolomiten

Diese und letzte Woche waren wir wieder fleißig im alpinen Gelände unterwegs. So war ich mit Oli letzten Donnerstag im Mittagstal, dort sind wir auf die Odla de Cisles die "Livanos" (VI) geklettert. Am Freitag war ich mit Tom und Arthur am Halleranger unterwegs. Da es zuerst noch geregnet hatte sind wir die Floitenturm O-Kante geklettert. Super Fels, keine ZH nur SH. Am Samstag ging es dann zur Speckkar N-Wand, zum östl. Durchstieg von Kuen-Haim-Dobrovz (VI-). Schöne Tour in tollem Ambiente.
Nach einem Rasttag bin ich mit Arthur am Montag in aller Früh nach Sexten gefahren, um der 1er Kofel N-Wand "Weg der Jugend" (VI-) einen Besuch abzustatten. Nach einem großen Felssturz 2007 hat man nicht recht gewusst, ob die Route noch kletterbar ist. Ein Südtiroler Bergführer hat mir dann mitgeteilt, dass letztes Jahr 2 Sextner die Tour wieder geklettert sind und diese machbar ist. Nach einem kurzen Zustieg (1h) geht es zuerst noch seilfrei einige SL hinauf bis die Wand dann aufsteilt. Die Kletterei ist auf Grund des schlechten Felsens und der schlechten Haken durchwegs anspruchsvoll und mit über 30 SL auch dementsprechend lang. Echt eine anspruchvolle Dolomitentour. Auch der Abstieg über den Normalweg erfodert nochmal Konzentration, bevor man auf die schöne Zsigmondy Hütte kommt. Lt. Hüttenwirt waren wir die 4 Seilschaft die seit dem Felssturz die Tour geklettert sind.
Von der Hütte aus starteten wir am nächsten Morgen zur 12er Kofel N-Kante "Schranzhofer" (VI+).
Auch hier konnten wir den unteren Teil seilfrei klettern, bevor man in den Riesenkamin hinüber wechselt. Nachdem man den etwas brüchigen und nassen Kamin hinter sich gebracht hat, wird der Fels richtig gut und die SSL sind richtiger Klettergenuss. Den Abstieg bringt man durch abseilen und abklettern hinter sich (2h) und gelangt so wieder zur Hütte zurück. Den alten Hüttenwirt hat es sehr gefreut, dass wir die Tour gemacht haben und deshalb hat er uns gleich noch ein paar Bier spendiert. Lt. ihm wird die Route auch sehr wenig begangen. So ist es richtig spät geworden bis wir dann wieder zu Hause waren.
Fotos Halleranger 
Fotos 1er & 12er

Dienstag, 1. August 2017

Sky Walkers 8- Söllerkopf


Nach derartig starken Niederschlägen war es gar nicht so einfach eine Tour zu finden,  wo es nicht aus allen Ritzen und Rissen heraussaftelt.

Zwieselsbacher Grießkogl - Sonnenwände (Vd,mittl.hint.u.südlichste) - Gleirscher Fernerkogl

Heute der Hitze ins schöne Gleirschtal entflohen, besonders am Grießkogl nette Kletterstellen (Ostgrat) die schwereren Stellen sind großteils kompakt sonst wie üblich viel Bruch, am Gleirscher Fernerkogl sogar noch eine kurze Firnflanke vorhanden. Ein ausgefüllter Tag mit garantierter Einsamkeit Fotos

Mittwoch, 19. Juli 2017

Sass de Mesdi, kl. Ochsenwand, Fallbachkartürme



Eigentlich wollten wir diese Woche in die Schweiz fahren, leider hat das instabile Wetter dies verhindert, deshalb waren wir in der näheren Umgebung unterwegs. Am Sonntag sind Matthi und ich nach Südtirol gefahren. Am Sellajoch hatte es nur 3 Grad, deswegen haben wir uns etwas südseitiges ausgesucht und da wir beide noch nie was im Mittagstal geklettert sind, haben wir dort eine Tour ausgewählt. Die Route von „Malsiner-Moroder“ (VI A1/VII) auf den Sass de Mesdi bietet tollen, gutgriffigen Dolomitenfels! In der SSL haben Haken gefehlt, diese hat Matthi wieder eingenagelt. Echt eine lohnende Tour.

Am Montagnachmittag sind Arthur und ich hinein zur kl. Ochsenwand um dort die „Schmidhuber-Lang“ (VI-) zu klettern. Die Touren dort sind heuer alle super trocken und deshalb ideal zum Klettern. Kurzes, tolles Alpinabenteuer auf festem schwarzen Fels. 

Gestern wollten Arthur und ich wieder einmal ein richtiges Abenteuer von der Haustür machen. Deshalb sind wir zeitig in der Früh von der Hinterhornalm hinunter ins Vomperloch und über das abgebrannte Lochhüttl hinauf zum Einstieg (3 Std.) der Nordwand der Fallbachkartürme. Dort haben Ende der 60iger Jahre Werner Haim und Felix Kuen diese über 1000m hohe Wand durchstiegen. Bis jetzt gibt es nur gut 10 Begehungen der Route. Werner hat mir diese Tour immer empfohlen und sie mit der „Schmid-Krebs“ an der Laliderer verglichen. Die Route hat sich jedoch als schwieriger erwiesen als die Lali-Tour. Es stecken nur wenige, dafür aber schlechte Haken und der Fels ist teilweise recht brüchig. In den 2 SSL dafür ist der bombenfest, zum Glück, denn diese sind echt recht kühn! Nachdem ich den schwierigen 40m Quergang (VI) hinter mich gebracht habe und Arthur bei mir war, hat uns auch das erste Gewitter erreicht. So mussten wir die restlichen SL im triefnassen Fels hinaufklettern. Nach knapp 20 SL hat man die Hauptschwierigkeiten hinter sich und steigt in ca. 1,5-2h hinauf zum Grat. Dort ist die Tour noch lange nicht fertig, denn man muss über die Fallbachkartürme hinüber bis zum Ausgangspunkt, eigentlich eine Bergtour für sich. Langsam dämmerte es auch schon und das 2 Gewitter, inklusive starkem Wind hat uns auch wieder erreicht, so war der Abstieg noch eine kleine Odyssee. Alles in allem aber eine mega Tour und mit dem langen Zu- und Abstieg sicher etwas vom längsten was man im Karwendel machen kann! Falls jemand die Route klettern möchte, Beschreibung, Topo und Wandbild gibt es bei mir!

Dienstag, 18. Juli 2017

Schaldersgrat Hohe Villerspitze

Nachdem uns heute das Wetter für eine Klettertour zu  unsicher war und wir trotzdem etwas alpines unternehmen wollten entschieden wir(Kurtl und Markus) uns für den Schaldersgrat auf die Hohe Villerspitze. Vom Auto in der Oberissalm gehts immer Kerzengerade weglos auf die Schaldersspitze (teilweise fast senkrechtes Gras!) wo der Grat beginnt, anschließend in anregender Kraxlerei über Ost und Mittelgipfel wo einmal 15m abgeseilt wird, aus der Scharte noch einmal lässige Kletterstellen direkt am ausgesetzten Grat zum Hauptgipfl den wir nach 3,5ST erreichten. Die Tour ist absolut empfehlenswert wird aber wahrscheinlich sehr selten begangen was die vielen losen Blöcke am Grat belegen, Abseilstelle am Mittelgipfel vorhanden. Ausklang auf der Alpein Alm wo uns dann doch noch das Wetter eingeholt hat.  Bilder

Samstag, 15. Juli 2017

Große Zinne Nordwand – Hasse-Brandler 8/8+

Zu den Pics
„Die Hasse-Brandler de war cool zu machen“ so Christian J. nach ausreichender Getränkezufuhr bei seiner ausgelassenen Jungesellenabschiedsfeier in St. Magdalena im Halltal. Kaum zu glauben, 10 Tage später standen wir am Donnerstag ziemlich beeindruckt unter der 500m Nordwand der großen Zinne. Angespannt aber voll konzentriert stiegen wir um 6Uhr30 ein, als erste von zwei Seilschaften. An der Comici Stau von mehreren Seilschaften, darunter auch ein namhafter Südtiroler Alpinist samt Filmteam und Drohne (mit Unmengen Akkus). Die ersten 7 SL: Begeisterte ausgesprochene schöne Kletterei bis unter die Dächer, da konnte ich Christian nur zustimmen.  Dann war aber Schluss mit lustig, jetzt wurde es wirklich steil. Die nächsten Vier SL, ein Spaziergang war`s wirklich nicht, die verkehrte Riesentreppe, noch nass und schlutzig dazu. So testeten wir einige Rostgurken oder sonstiges Irgendwas mit unserem Körpergewicht. Lange habe ich schon nicht mehr so was eindrückliches Ausgesetztes erlebt. Mit einem Unterarmkrampf (der 1e in meinem Leben) durfte ich die letzte Dachlänge aussteigen. Biwakband erreicht! Uff.. gleich weiter…die nachfolgende Seilschaft rückte uns auf die Pelle! (Oberösterreicher mit seinem 16 jährigen Sohn Paul Zauner – Kletterteam Austria one sight Nivea 8a). Die Ausstiegseillängen waren bis auf einen unangenehmen fetznassen Kamin (Christian hat das Vorsteigen sichtlich genossen) gut machbar und ging auch perfekt zum Absichern (wenn man genug Material mithat ;-)) Nach gut 9 Stunden Kletterei die uns einiges Abverlangt hat, standen wir erleichtert und gezeichnet am Ringband. Der Abstieg erfolgte mittels Abseilen über die Westwand, das uns noch Einiges an Nerven kostete, erstens schlich sich gespenstischer Nebel ein, der die Sicht beschissen machte und zweitens verhedderte sich nach dem Überhangabseiler das Seil. „Scheiße, 50 Meter prusiken, unmöglich“…so ich zu Christian, der mit hartnäckigen Geschick (Gott sei Dank) das Seil in Bewegung setzen konnte! Schreckminuten vorbei! …a bissl absteigen noch, dann ahhh. endlich..genussreich waren die letzten Meter, die wir mit denTouristen auf der Flaniermeile Auronzo-Lavaredo zum Auto schlenderten.

FAZIT: Gewaltiges Tagl mit Christian J. der sicherlich in namhafter Erinnerung bleiben wird. Außerdem kann ich nur der Beschreibung von Topo Bergsteigen beistimmen .Die Tour ist übrigens eine gute Entscheidungshilfe wenn man sich frägt ob der 9 Jahre alte Klettergurt ausgetauscht gehört ;-). Tipp: Auffahren vor 6 Uhr und Abfahren nach 20 Uhr spart Geld (Schranken offen- Schalter zu)!

Freitag, 14. Juli 2017

Kögel & Dolomiten

Die unsichere Wetterlage der letzten Woche war der Grund, dass wir öfters den Kögel einen Besuch abgestattet haben. So bin ich letzte Woche mit Oli an der kl. Ochsenwand die "Auckenthaler", mit Mathi an der Riepenwand die lohnende "Westwandverschneidung" (VI-) und am Nordeck die "Laichner-Fischer" (VI) geklettert. Im Anschluss haben wir noch anständig auf der Pichler Hütte gefeiert.
Mit Andi war ich im Pinnistal und dort haben wir an der Männerwand die "Chief Pinnis" (7+/8-) gemacht.
Diese Woche ging es dann mit Arthur in die Dolomiten. Zuerst sind am Grödner Joch zum östl. Meisulesturm, um dort die "Brunsin" (VI+) zu klettern. Die Tour hat einen mega Fels und ist ziemlich kühn abgesichert, echt ein toller alpiner Leckerbissen. Am selben Tag sind wir noch ins Villnöß Tal gefahren und haben dort übernachtet. Am nächsten Tag wanderten wir von der Zanser Alm hinauf zum Einstieg der Furchetta Nordwand, um dort die "Solleder" (VI) zu klettern. Der untere Wandteil ist alpines Genußklettern, bevor der obere Teil dann seine Zähne zeigt. Steile, alpine Dolomitenkletterei in nicht immer ganz festem Fels und mit wenig Haken. Echt eine lohnende Tour! Beim Abstieg haben wir uns auf die Beschreibung von Otti Wiedmann verlassen und sind durch die Schlucht zwischen Sass Rigais und Furchetta abgeseilt, was sich leider als kompletter Mull erwiesen hat! Also besser außen rum gehen.
Fotos

Montag, 10. Juli 2017

Schwalbennest 7 Burgsteinwand

Nicht nur im Winter (Eisfälle) lohnt es sich die Burgsteinwand zu besuchen, nein auch im Sommer zahlt es sich aus ihr einen Besuch abzustatten.

Donnerstag, 6. Juli 2017

Im Reich der Stille




Das Jägerkar ist in der Tat ein Ort der Stille. Gestört wird diese eigentlich nur vom Gezänk der Dohlen ………und vom Aufschlag fallender Steine. Und die sind auf Grund der durchwachsenen Felsqualität unvermeidbar.
Die Route „Im Reich der Stille“ schlängelt sich mit unzähligen Quergängen durch die Südwand jenes Verbindungsgrates, welcher von der nördlichen Jägerkarspitze zum Hinterödkopf leitet. Die schweren Stellen sind gut abgesichert, in allen Passagen unter 7+ gibt es viel Platz für kreative Bewegungsmuster. Die spärliche Behakung erschwert die Orientierung, und das (wieder einmal) fehlerhafte Topo im Panico Kletterführer ist dann auch nicht unbedingt hilfreich.
Grandioses Ambiente, beeindruckende Abseilfahrten und für wahr keine Tour für Konsumkletterer.

Durch das Reich der Stille geschlichen: Christian²

Dienstag, 27. Juni 2017

Laliderer Falk "Pforte ins Elysium" & Riepenwand NW-Verschschneidung "Auckenthaler"

Aufgrund der Hitze haben wir uns letzte Woche schattige Nordwände als Ziel ausgesucht. Zuerst waren wir am Laliderer Falk unterwegs. Die gesuchte Route bietet schönen Fels und einsames Ambiente.
Nach den vielen alpinen Sportklettereien der letzten Zeit, hatten wir davon mal die Schnauze voll und wollten endlich mal was richtiges alpines machen. Was eignet sich dazu besser als die Kalkkögel. Matthi hatte auch gleich einen guten Vorschlag, die Riepenverschneidung! Die Beschreibung im Orgler-Füher klang vielversprechend: Der ernste Klassiker an der Riepenwand, brüchiger Fels, moosig, schlechte Haken und die Schlüsselstellen schwer absicherbar - Alpinkletterherz was willst du mehr ;-) So sind wir schwer bewaffnet mit Haken, Keilen und Cams angerückt, diese sollten dann auch alle zum Einsatz kommen. Die Kletterei ist dann anhaltend anspruchsvoll, für zuverlässige Sicherungen muss immer selbst gesorgt werden, auch an den Ständen. Die Route verläuft durchgehend an Rissen, Verschneidungen und Kaminen. Respekt an Auckenthaler der diese Route 1930 eröffnet hat. Wir waren beide von der Tour begeistert, Matthi konnte sogar alles frei klettern und wir hätten die Route mit VII- bewertet. Laut Tourenbuch auf der Adolf-Pichler-Hütte war die letzte Begehung 1991. Dort ließen wir den ereignisreichen Tag gemütlich ausklingen.
Fotos

Freitag, 23. Juni 2017

Schmurzwände "die blaue Sau" 8-

Martin hat wieder mal gezeigt wo "der Barthel den Most herholt", und ist mit mir die 2e Wiederholung an den Schmurzwänden im Gschnitztal (Martin onsight) geklettert. Beim Zustieg haben wir uns leider verkoffert und so die "schöne Gschnitzer Flora" kennenlernen dürfen. Die imposanten Schmurzwände beeindruckten uns wirklich, der Aus -und Tiefblick ist fantastisch. Teils ist der Fels leicht sandig, bietet aber meist supergriffige, kompakte und feste Klettermeter (trotz Griffausbruch-Abflug in der 5en Länge). Die Absicherung ist alles andere als "Plaisiermäßig". Richtige "Alpin Kletterer" die den oberen 7en Grad beherrschen, werden mit dieser Tour eine wahre Freude haben. Friends sind wie im Topo beschrieben wirklich nötig, Normalhaken braucht man definitiv nicht. zu den Fotos
Fazit: Gewaltiges Erlebnis im Gschnitztal mit respektabler Leistung von Martin. Beruhigt kann ich jetzt wieder mit dem Rennrad ins Gschnitz strampeln und entspannt zu den Schmurzwänden schauen! ZustiegsTIP: an dem neuen Wildgehege vorbei/ zuerst den gelben Bändern folgen!

Dienstag, 20. Juni 2017

Knappenwandl 7(6AO)

Mit Kurtl die falsche Hoffnung am Knappenwandl geklettert, angenehmer Zustieg mit Radl, dann feine Temperaturen an der Nordseite, orginelle Kletterstellen mit würziger Schlüsselseillänge, also entgegen anderer Meinungen unsere Hoffnungen wurden erfüllt. Gemütlicher Ausklang in Magdalena.Fotos

Kirchdachsockel "Chief Pinnis" 7+/8-

zu den Bildl`n Am vergangenen Sonntag verschlug es Wolfi, Martin, Christian J. und mich ins Pinnistal. Entspannt ging`s mit der 11er Bahn samt Fahrrad hinauf, es folgt eine Abfahrt über den Pinnistal-Rodelbahnweg zum Issenanger, weiter zur Pinnis-Alm. Dort konnten wir schon die beeindruckende Route in der "Männerwand" (50m rechts neben der „Männer ohne Nerven“) ausfindig machen. Der linken Einstieg war supertrocken, und so konnten wir die beachtlich steile Tour in meist festem Fels in Angriff nehmen.  Die Route ist gerade richtig eingebohrt, selten leichter als 7, und punktet mit wirklich tollen Kletterstellen, umrahmt von einer "geilen" Landschaft.


Fazit: Absolut empfehlenswert! Beschreibung und Topo

Montag, 19. Juni 2017

Kaiser, Karwendel & Kögel

Letzte Woche waren wir fleißig unterwegs. Im Kaiser sind wir am Fleischbankpfeiler die "Pumprisse" geklettert, dann im Karwendel an der Reps die "Bike to Crack". Bevor wir eine ausgiebige 30er Feier auf der Lamsenjochhütte hatten, sind wir noch über die NO-Kante auf die Lamsenspitze. Und gestern ging es noch über den "Gebhartsweg" auf den Steingrubenkogel.
Geile Tage :-)


Fotos