born in tirol

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Mittwoch, 13. Juli 2016

Fiechtl-Weinberger(7-)

Am vergangenen Freitag bin ich mit Josef zur Griesener Alm gefahren und von dort über die Steinerne Rinne zur Predigtstuhl-Westwand gewandert. Unser Ziel war es diesmal, die "Fiechtl-Weinberger". Den original Zustieg (2-3) zu dieser Tour sind wir umgangen, indem wir die ersten zwei Seillängen der Tour "Phanton" (6+) kletterten. Alles in Allem eine tolle Genusstour in Bomben-Kaiserfels. Den Übergang zum Mittelgipfel und a.nschließenden Abstieg über den Botzongkamin (abseilen) wählten wir über das "Oppelband"

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Sonntag, 10. Juli 2016

Speckkar N-Wand "Kuen-Obermüller" VI-

Eigentlich wollte ich vor meinem Urlaub der Laliderer noch einen Besuch abstatten. Leider meinte es aber der Wetter Gott am Samstag nicht gerade gut mit uns und so war wieder einmal der Haller Anger das "Ausweichziel" für uns. Dort angekommen, gab es gleich mal einen morgendlichen Schauer, also hieß es erst mal abwarten und sich die Zeit mit Cafe trinken und Karten spielen vertreiben. Im Laufe des Vormittags besserte sich das Wetter dann doch. Tom und ich marschierten Richtung Überschalljoch und weiter zum Einstieg, Mathi und Dani waren auch mit von der Partie, sie kletterten den "Eiertanz" und den"Jungmannschafts Riss" am NW-Eck.
Die "Kuen-Obermüller" wird im Kletterführer "Klettern in den nördlichen Kalkalpen" als eine der schönsten des Karwendels in diesem Schwierigkeitsgrad bezeichnet, das kann ich nur bestätigen. Tolle Linie in super Fels, ab und zu steckt ein Haken, den Rest kann man mit Cams und Keilen gut selber absichern, auch für die Stände ist man meistens selbst zuständig. Alpines Genußklettern pur. Wir kamen zügig voran und bereits nach 3,5h haben wir die Hauptschwierigkeiten hinter uns gebracht. Von dort steigt man in 45 min noch zum Gipfel der Speckkarspitze empor. Im Anschluss ließen wir den Tag noch auf der Haller Anger Alm ausklingen. Wie immer ein toller Tag, in einem der schönsten Plätze des Karwendels.
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REPS Nordwand 7+

Eigentlich lud das Wetter heute mehr zum Klettern ein, aber beide hatten wir nur Samstags Zeit, so hatten Wolfi und ich doch Zweifel an unserem Klettervorhaben, als es in Scharnitz noch regnete.
In der Hoffnung auf Besserung starteten wir per Rad ins Hinterautal. Ziel war die beeindruckende    Reps Nordwand, die sich zum Glück trocken zeigte. Im linken Teil gibt es seit August 2013 eine Neutour von Stöhr/Scherer, leider ohne Namen, die in 7 SL durch die Wand führt. Nach leichtem Beginn folgten drei ansprechende Seillängen im 7. Grad, wobei uns die steil abdrängende Verschneidung 7+ ziemlich forderte! Nach weiteren zwei genußvollen Längen in bestem Fels, ging`s  ans luftige Abseilen und als Zuckerl durfte ich die zweite 7er Länge nochmal klettern, da wir beim abziehenden Seil den Knoten nicht gelöst hatten. Kurze Unaufmerksamkeit, gut ausgegangen.
Topo unter www.kletterzentrum-tivoli.at / Alpinrouten
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Oltre la Porta

Es könnte ja der Verdacht aufkeimen, wir hätten unsere Jugendliebe zum Grödner Joch wieder erwärmt. Dabei sind wir nur vor der Wetterdepression in den Süden geflüchtet, und haben dem Brunecker Turm einen Besuch abgestattet. Der frühe Start hat uns vor der germanischen Ferieninvasion bewahrt, und so standen wir in Pole Position am Einstieg. Die Kletterei in der "Oltre la Porta" darf getrost als excellent bezeichnet werden, nur mit der Absicherung muss man sich erst etwas anfreunden. Der erste Haken hängt des öfteren geschmacklos hoch, dafür ist dann überall dort wo der Adrenalinspiegel gegen maximal steigt auch ein Sicherungspunkt anzutreffen. Kleiner Tipp für Wiederholer: an den drei Schlüsselpassagen etwas links halten (schon fast ein politisches Statement).

Da unsere Geschmacksnerven beim letzten Besuch in der Pisciaduhütte beleidigt wurden, ließen wir die Hütte links (schon wieder!) liegen und schlängelten uns zwischen den absteigenden Ferratisti zurück zum Einstieg.

Christian (mit Hausnamen) und Christian (ohne).


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Dienstag, 5. Juli 2016

Schüsselkar; Wolke 7

Letztes Wochenende sind Tobi und ich, das erste mal diese Saison, ins Schüsselkar gegangen. Unser Ziel war es,die "Wolke 7". Da wir von dieser Tour nur Gutes hörten, mussten wir Die unbedingt mal machen. Die Linie war,bis auf wenigen Stellen, trocken. Es ist eine super kletterei, die durchgehend den 7. Schwierigkeitsgrad fordert und sehr gut mit Bohrhaken abgesichert ist. Nach 4 maligen abseilen über der Tour und schnellem Abstieg zur Wettersteinhütte, haben wir den super Tag mit einem Bierchen ausklingen lassen...:)




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Montag, 4. Juli 2016

Thaller-Stumhofer

Letzten Freitag (22.6) waren Tom und ich wieder mal im Kaiser unterwegs. Da es an diesem Tag sehr heiß werden sollten, entschieden wir uns am Fleischbankpfeiler, für die Thaller-Stumhofer (7). Die Tour bietet super kletterei, und ist gut mit Bohrhaken ausgestattet. War wieder mal a super Tagl im Kaiser....

Sonntag, 3. Juli 2016

Surprise 8-

Den heutigen Nachmittag nutzte ich mit Wolfi wieder mal für eine Martinswand Tour.
Im Topo steht zwar, dass die Tour etwas inhomogen ist u. die letzten 3 Längen bis zur Grotte nicht so lohnend sind, wir fanden es aber ok. Der Fels ist noch nicht so abgespeckt u. richtig rau.
 Zum Start glei a 7er, in der 2.Länge 7+, ein knackiger Überhang und in der 3.SL die steile 8- Plattenlänge, die mich knapp vorm Ausstieg doch noch abwarf! Für uns war`s jedenfalls eine lohnende Tour für zwischendurch.
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Schlicker Seespitz O-Sporn "Gerade O-Wand - Haim/Zlabinger" VII/VI A0



Nachdem Mathi und ich beide Kögelfans sind und letztes Jahr keine Tour dort geklettert sind, ist es wieder einmal höchste Zeit geworden dem berüchtigten Gebirgsstock einen Besuch abzustatten. Für gestern Nachmittag wurden starke Gewitter prognostiziert, so sind die Kögel mit ihren etwas kürzeren Wänden ein ideales Ziel.
Mathi ist ein echter Gebietskenner und hatte gleich ein tolles Ziel für uns parat, die Tour von Bergsteigerlegende Werner Haim aus dem Jahre 1965 am Ostsporn der Schlicker Seespitze. Natürlich war ich gleich begeisterst, wenn auch die Beschreibung im AV-Führer nichts Gutes verheißen sollte. Gestern sind wir zeitig in der Früh hinein in die Schlick und über den Vorbau (III) hinauf zum Einstieg. Das Los hat entschieden, dass ich beginnen durfte, jedoch sollte mich die 1 SL gleich das Fürchten lehren. Normalerweise bin ich es ja gewohnt an schlechtem Fels und Haken empor zu turnen, aber so gefurchten wie hier hab ich mich schon lange nicht mehr!! Die ersten 15m der Tour sind gleich die schwierigsten (frei lt. Orgler VII ???), hier stecken zwar einige Haken, aber keiner davon ist richtig gut. So hab ich gleich einmal 3 herausgezogen, selber einen zuverlässigen Cam oder Haken unterzubringen war auch nicht wirklich möglich. Irgendwie hab mich dann doch über diese 15m hinauf geschummelt, der Rest der SL war dann ganz ok und lässt sich auch frei klettern. Ebenfalls die restlichen SL waren für Kögel Verhältnisse relativ gut gesichert, der Fels war auch passabel und so kann man die Tour auch frei klettern (VII-). Die letzte Begehung der Route ist 29 Jahre her (lt. Tourenbuch) und auch vorher wird sie wohl kaum viele Kletterer gesehen haben. Alles in allem eine schneidige Tour durch den steilsten Teil des Ostsporns.

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Sonntag, 26. Juni 2016

Brunecker Turm "Ottovolante" 8+

Am Donnerstag bin ich mit Christian nach Südtirol aufs Grödner Joch gefahren. Bei diesen Temperaturen wollten wir uns eine Tour auf der schattigen Nordseite aussuchen. Nach ca. 20 Minuten Zustieg standen wir am Einstieg. Viele Worte kann man über diese Route nicht verlieren. Steiles Klettern mit knackigen Einzelstellen in bombenfestem Fels, wobei die Hakendichte im schwereren Gelände nicht zunimmt. Mit Einkehrschwung zurück zum Ausgangspunkt.
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Falsche Hoffnung

Nach dem legendärem Halltalexpress diskutierten wir im Ziel bei den Herrenhäusern wie wohl die neue Tour im Knappenwandl sein wird.

Rosskopf "Murmeln für Anfänger"

Am Samstag war ich mit Mathi im Laliderer Tal. Unser Ziel, die Tour "Murmeln für Anfänger" an der Rosskopf Nordwand.
Die ersten 3 Längen sind ein bisschen staubig, danach ists nur noch gewaltig.
Super Fels, schöne Linie und relativ gut abgesichert. Es sind genügend Bohrhaken vorhanden, aber zwischen den Haken muss man schon ein bisschen klettern.
An heißen Tagen erst nach 10 Uhr einsteigen, dann sind auch die ersten Längen im Schatten :-)

Topo

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Montag, 20. Juni 2016

Romedius Pilgerweg

Vielleicht eine alternative bei diesen Wetter...
Von Thaur in Tirol ausgehend führt der Pilgerweg über 180 km und 9.600 Hm zum Wallfahrtsort San Romedio im Trentino. Die Strecke verläuft über Maria Waldrast, den Stubaier Alpen (2.700m), der Texlgruppe nach Meran und über das Gampenjoch zum Wallfahrtsort.
Den genauen Routenverlauf und nützliche Wandertipps findest Du hier ...

Mittwoch, 1. Juni 2016

14. HALLTALEXPRESS Sonntag 12.Juni 2016


EINLADUNG
.................zu dem ultimativen Teambewerb für Biker und Läufer in Innbruck Land.................


Die Herausforderung: 32 Prozent Steigung am Bettelwurfeck, 680 Höhenmeter und 5.2 Kilometer Streckenlänge!
Massenstart (Eingang Halltal): um 11.00 Uhr für alle BikerInnen, um 11.10 Uhr für alle LäuferInnen
After Race: legendärer Ausklang ...mit Live Musik - "Die obere Liftkurven Musig" Inntaler Partie aus Tulfes, spielen beim Alpengasthof St. Magdalena auf!
Anmeldung: halltalexpress.at

......................Die alpine Bande ist natürlich auch dabei............................

Montag, 30. Mai 2016

Karlspitzpfeiler "Billy the Kid" VII-

Am vergangen Donnerstag sind Dani, Gebi, Roli und ich auf das Grödnerjoch gefahren. Wir wollten dort am Sas Ciampac den Bergerac Pfeiler klettern, eine Tour von Ivo Rabanser. Leider gab es in der 6.SL einen Felssturz von gut 10 Meter und somit mussten wir umdrehen. Nach einer feucht fröhlichen Feier am Donnerstag, waren wir erst wieder am Samstag kletterfähig ;-)
So ging es diesesmal in den Kaiser hinunter. Unser Ziel war die SO-Kante am Karlspitzpfeiler. Vor uns ist jedoch eine Seilschaft eingestiegen und so entschieden wir uns für die benachbarte "Billy the Kid". Die Tour ist mit VII-/E4 bewertet, also eine knackige alpine Tour, denn der Fels ist auch nicht immer ganz fest und mit 4 Zwischenhaken (von denen 3 nicht besonders gut sind) auch gerade nicht plaisiermäßig eingerichtet ;-) Wahrscheinlich hat die Tour auch nicht besonders viele Wiederholungen. Für diejenigen die Schwierigkeiten beherrschen ein lohnendes Ziel. Abseilen kann man über die Route (von uns eingerichtet).
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Samstag, 28. Mai 2016

Tratenwand "Isarflüstern" 7+

Während wir letztes Wochenende auf`s Schwarzhorn (Kemater Alm) noch brauchbare Skitourenverhältnisse antrafen, lockte Wolfi und mich diesmal der Fels. Der "Zustieg" ins schöne Hinterautal gestaltet sich mit`n Radl sehr angenehm und ist stets ein lohnenswertes Ziel. Da die Route "Auf leisen Sohlen" noch nass war, verblieben wir bei der etwas kürzeren "Isarflüstern". Insgesamt wechseln schöne, steile Plattenseillängen mit etwas brüchigerem Fels in leichteren Seillängen ab. Einzig das Abseilen im unteren Bereich ist etwas mühsam, besser wäre wohl die Rampe abzuklettern!
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Dienstag, 17. Mai 2016

Eiskaltes Sellaklettern

Gestern wollten Martin und ich das bessere Wetter in Südtirol ausnützen. Aber oft kommt es anders als vorhergesagt...

Donnerstag, 12. Mai 2016

Endlich Fels

Bereits letzte Woche haben Klaus und ich das schöne Wetter ausgenutzt und Arco einen Besuch abgestattet. Am ersten Tag sind wir beim Piccolo Dain die "Maestri Verschneidung" (VII) geklettert. Die Tour ist in trockenem Zustand, so wie wir sie vorgefunden hatten, ein echtes alpines Schmankerl und hat zu unrecht einen schlechten Ruf. Am zweiten Tag wollten wir eigentlich die "Fiore di Corallo" klettern, leider waren aber bereits 2 Seilschaften vor uns und so haben wir uns für die benachbarte "Soleado" (VII+ A0, frei VIII+) entschieden. Ebenfalls eine tolle Tour in super Fels. Pünktlich zum Poltern mit unserem Obmann waren wir am Freitag dann wieder retour. Da der Samstag aber auch traumhaft schön war, sind Roli und ich zum Taufenkopf ins Zillertal gefahren. Dort sind wir die "Centesimo" (VIII) geklettert. Coole, knackige Kletterei und auf Grund der Strapazen vom Vortag sind wir dann doch anständig ins schwitzen gekommen. Am Sonntag bin ich dann noch mit Tom hinauf zur Winklerwand und dort "Bis zum Horizont" (8-) geklettert. Da ich mich im Augenblick recht gut fühle bin ich diese Woche am Abend den "Jimmy`s Kanal" (6) in der Ehnbachklamm free solo geklettert. War mal eine echt coole Erfahrung!
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Mittwoch, 11. Mai 2016

Sonnjoch "Herzschlag der Leidenschaft"

Diese Tour wurde von Tomi und Andi Nothdurfter errichtet. Über mehrere Jahre, bis die Tour schließlich 2011 fertig war.

Piz Ciavazes "Gelbes Labyrinth"

Letzten Donnerstag haben Dani und ich die Dolomiten Saison gestartet. Wie meistens im Frühjahr gings an die Südwand des Ciavazes.
Die Tour "Gelbes Labyrinth" wird nicht so oft gemacht da sie schon etwas brüchig ist. Aber dafür recht gut abgesichert.
Also uns hat die Tour recht gut getaugt. Die zweite Länge war mit den kalten Fingern gar nicht so leicht. Oben hinaus schön steil mit meistens riesigen Henkeln.
Man kann bestens über die Tour wieder abseilen.

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Norwegen

Vom 10.4 bis zum 24.4 war ich als Bergführer in Norwegen unterwegs.
Eigentlich gibt es nicht viel zu schreiben, es war einfach gewaltig!

Sonntag, 8. Mai 2016

Grünbergspitz-Grafmartspitz-Sonnenspitz

Heute war nochmal Firnschnuppern angesagt. Zeitig in der Früh Aufbruch mit dem Mountainbike vom Parkplatz Voldertal in Richtung Vorbergalm und weiter bis zum Klausboden.

Montag, 2. Mai 2016

Verdon



Verdonesquer Fels ist in der Kletterkommunity das Synonym für perfekten Kalk. Dies war vor 30 Jahren so und gilt noch immer. Nur wenige der klassischen Routen in der südfranzösischen Verdonschlucht haben etwas Speck angesetzt. Dafür wurden etliche Führen aus der Gründerzeit für uns Lulus sicherungstechnisch nachgerüstet, und gerade in den letzten Jahren wurden grandiose neue Linien erschlossen.
Als Kletterer ist man gut beraten, den oft heftigen Mistralwind in der Tourenplanung zu berücksichtigen. Die verwinkelte Schlucht bietet genügend Möglichkeiten dem Wind auszuweichen.
Der Weg zum Einstieg erfolgt üblicherweise durch abseilen, wodurch doch einigermaßen sicher sein sollte, dass die angestrebte Route dem eigenen Kletterniveau angepasst ist, denn ein weiterer Abstieg zum Schluchtgrund ist nicht überall möglich bzw. werden weite Teile der Schlucht von keinem Weg erschlossen. Dafür sind es vom Ausstieg der Routen meist nur wenige Meter bis zum Auto, und somit nur wenige Minuten bis auf die Terrasse von Lou`s Cafetie in La Palud, dem Szenetreff der Primaloftträger.
Die Provence besticht aber nicht nur durch ihre grandiose Landschaft, die majestätische Bartgeierpopulation und die exzellenten Weine, sondern auch durch außergewöhnliche kulinarische Genüsse wie z.B. die Andouilette.

In der letzten Aprilwoche mit Thomas, Andi und Tamara die Finger ordentlich langgezogen.

Donnerstag, 21. April 2016

Taufenkopf "Amok" 8- + "Kain & Abel" 7+

Bereits letztes Wochenende sind Klaus und ich ins Zillertal gefahren und haben dem Taufenkopf wieder einmal einen Besuch abgestattet. Zuerst sind wir die "Amok" geklettert. Super Kletterei mit etwas weiteren Hakenabständen. Im Anschluss sind wir noch die "Kain & Abel" geklettern, welche ebenfalls sehr lohnend ist. So haben wir den Tag gut ausgenutzt und ein paar Klettermeter zusammenbekommen!
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Freitag, 15. April 2016

Südliche Kräulspitze



Ach ich liebe es. Am frühen Morgen die Schier auf den Rucksack schnallen, und im Schein der Stirnlampe durch den Waldgürtel aufsteigen. Die Vögel begrüßen zwitschernd den Tag. Im freien Gelände kommen die Schier unter die Schuhe. Es raschelt bei jedem Schritt. Die Dämmerung wird von den ersten Sonnenstrahlen verdrängt, die die Bergspitzen in ein goldiges Licht tauchen. Das Gehirn sendet Botschaften aus, die aus den äußeren Umständen auf historische Erfahrungen zurückgreifen lassen. Da war doch mal was. Jaaaa. Firn.

Auch wenn die Mittelgebirgsschneelage heuer deutlich unter den langjährigen Mittel liegt, gibt es ab der Falbesoner Ochsenalm eine geschlossene Schneedecke. Das hohe Moos verzaubert nicht nur im Herbst, sondern präsentiert sich auch aktuell als ganz besonderer Flecken Erde. Wir entschieden uns für die nördliche der beiden Rinnen, welche vom Falbesoner Kräulferner Richtung Südliche Kräulspitze leiten.

Der Pulverschnee der ersten Schwünge ging nahtlos in Firn über und vermittelte uns ein freudiges Abfahrtsvergnügen. Die Tragepassage von der Ochsenalm zurück zum Parkplatz beim Waldcafe mag zwar mühsam sein, gehört aber ganz einfach zum Gesamterlebnis. Und dann bleibt bei den Frühjahrstouren ja noch ausreichend Zeit zum relaxen.