born in tirol

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Donnerstag, 25. Juni 2020

Cirspitze "Bernardi-Führe" V+ & Sas Ciampac "Dolomitenspit" VII+/VIA0

Endlich darf man wieder den sonnigen Süden bereisen, deshalb ging es letztes Wochenende gleich zweimal zum Grödner Joch. Einmal bin ich mit Dani zur Cirspitze, dort sind wir die "Bernardi-Führe" geklettert, alpine Genusstour vom Feinsten.
Mit Tom ging es dann noch zum Sas Ciampac. In der "Dolomitenspit" geht es dann doch ernster zur Sache und es ist sehr viel Eigeninitiative bei der Absicherung gefragt. Alles in Allem eine tolle, lange, alpine Tour.
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Mittwoch, 17. Juni 2020

Nördliche Jägerkarspitze "Weg der Jugend" VI+

Das schöne letzte Wochenende haben auch Tom und ich genutzt und sind per Rad ins Samertal hinein gefahren und von dort in ca. 1,5h hinauf zur Südwand der nördlichen Jägerkarspitze. Unser Ziel war der Weg der Jugend aus dem Jahre 1977. Leider mussten wir feststellen, dass die erste Seillänge fetznass war und so mussten wir über die neue Tour "Im Reich der Stille" einsteigen. In der zweiten Seillänge kommt man dann wieder gut in die klassische Route hinein, welche wieder der logischen Linie folgt. Tolle Freikletterei, in teilweise super, teilweise aber brüchigen Fels. Die ersten 2 Stände sind bebohrt, dazwischen findet man immer wieder ein paar Normalhaken, welche wir auch alle nachgeschlagen haben.
Toller Tag, mit einer super Tour auf einen einsamen Gipfel.

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Sonntag, 14. Juni 2020

Waxensteinerturm & Repswand

Am Fenstertag zu Frohnleichnam verschlug es Matthi, Bär und mich in den Wilden Kaiser. Unser Ziel war die Südkante des Waxensteinerturmes, ein ausgesprochen schöner alpiner Klassiker aus dem Jahr 1952. Anders als üblich starteten wir diesmal von der Wochenbrunner Alm, auf bequemem Steig querend und schließlich hinauf in den Niedersessel. Den Einstieg der Route erreicht man über steiles Gras- und Schrofengelände und auch in der mit anderen Routen gemeinsam genutzten Einstiegsseillänge ist der nicht immer feste Fels in grünen Pölstern gebettet. Ab der zweiten Seillänge (VII) geht es dann zur Sache und das Gras weicht bestem Kaiserfels. Die Schwierigkeiten beginnen mit einem kleinen Überhang, dem wir einen neuen Haken verpasst haben. Danach geht es in eleganter Kletterei in Plattenverschneidungen empor. Auch die folgenden Seillängen bleiben mit Schwierigkeiten bis VI+ in ähnlicher Tonart. Die immer wieder vorhandenen betagten Zwischenhaken lassen sich wie die Standplätze gut durch Klemmkeile und Cams bis Gr. 3 ergänzen. Nach der siebten Seillänge kommt man im leichter werdenden Gelände mit der Route „Picasso“ zusammen, über welche wir in luftiger Abseilfahrt wieder zum Wandfuß gelangten. Gemeinsam mit einigen anderen Kletterpartien genossen wir nachmittags noch das ein oder andere Bierchen auf der sonnigen Terasse der Ackerlhütte 😎

Tags darauf radelte die gleiche Seilschaft durch das Hinterautal zur Repswand. Diese schattige Wand in idyllischer Karwendellandschaft bietet mit mehreren Touren im gehobenen Schwierigkeitsgrad ein perfektes Ziel für warme Tage. Da Matthi bereits alle anderen Routen in der Wand geklettert war, brauchten wir nicht lange diskutieren, um mit der Route „Männer mit Motoren“ unser Ziel festzulegen – dabei waren wir ohne Elektromotoren, auf die hier vermutlich angespielt wird, zum Einstieg gelangt. Gleich von Beginn an zeigte uns die Tour von 2016 mit weiten Bohrhakenabständen und noch nicht ganz abgekletterten Passagen ihre Zähne. In der 4. Seillänge (VII, 55m) brach unserem Vorsteiger dann noch eine Schuppe aus, was die Passage bei einem kleinen Überhang in der Verschneidung jetzt noch kniffliger gestaltet. Bleibt noch die Möglichkeit diese rechts über eine große spitze Schuppe zu umgehen, aber auch dieser Hinkelstein steht nur so da. Auch ein 4er Camalot wäre im oberen Teil dieser Seillänge sehr nützlich, fluchte unser Vorsteiger. Die darauffolgende Schlüsselseillänge bietet eine herrliche Risskletterei im unteren achten Grad. Neben den zwei Bohrhaken kommt man hier mit einem Satz Cams 0,3 bis 3 und ein paar Keilen wunderbar durch. Abgeseilt wird vorerst über die Tour und dann über die Nachbarroute „Silverstone“ (60 m Doppelseil erforderlich). Nach einem Einkehrschwung in der Kastenalm gings mit den Radeln gemütlich die 13 km talauswärts, gerade dem sich von Osten nähernden Gewitter entkommend, zurück zum Ausgangspunkt.





   

Freitag, 5. Juni 2020

Scharnitzspitze "Telfserweg" VII+/VIA1 - Martinswand "Tschi-Tschi" 8 - Riepenwand "SO-Kante" V+

Letzte Woche konnten wir einige schöne Klettereien machen. So war ich mit Matthi auf der Scharnitzspitze unterwegs, unser Ziel dort war der Telfser Weg. In der einstigen Technotour, kann man jetzt doch auch einiges Freiklettern. Albert Neuner hat bei seiner freien Begehung alle Haken nachgeschlagen, deshalb ist das alte Material in passablem Zustand. Mit einigen Cams und Keilen kann man die Tour zusätzlich noch gut absichern. Im Anschluss sind wir noch den "Schartenriss" geklettert, tolle kurze Freikletterei bis in den unteren 7 Grad!
Roli und Alex waren am selben Tag in der "Supernova" unterwegs und Magnus und Markus im "Arktischen Sommer", was zur Folge hatte, dass es wieder einmal spät wurde bis wir von der Wangalm herunter kamen ;-)
Nach langem hatte wir auch wieder einmal der Martinswand einen Besuch abgestattet und sind dort die "Tschi-Tschi" geklettert. Tolle Sportklettertour in super Fels.
Auch ich wollte die Kögel Saison starten und bin am gleichen Tag, wie Matthi und Arthur, mit Dani zur Riepenkante. Die imposante Kante bietet einen recht langen Anstieg auf die Riepenwand. Für Kögelverhältnisse stecken ziemlich viele Haken und auch der Fels ist recht gut, jedoch unterschätzen sollte man die Tour nicht. Zumindest einen Vorteil hat die Corona Krise, so ruhig wie an diesem Tag habe ich die Schlick noch nie gesehen!
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Donnerstag, 4. Juni 2020

Wildspitze

Das traumhafte Wetter am Pfingstmontag nützten Susanne und ich um auf ihrer Wunschliste einen Favoriten abzuhacken.

Dienstag, 2. Juni 2020

Gr. Ochsenwand - "Dr. Rock 'n' Roll"

Am sonnigen Pfingstmontag konnten Matthi und ich in die Kalkkögelsaison starten. Über die Schlickeralm stiegen wir zur SO-Wand der Gr. Ochsenwand auf, in der Andi Orgler mit und auch ohne Gefährten Anfang der 80er-Jahre mehrere Routen eröffnete. Unsere Wahl fiel auf die “Dr. Rock ’n’ Roll“ nicht zuletzt, weil diese mit neun Seillängen die längste Tour in der Wand ist und uns der Grad VI- für den Auftakt im veränderungsfähigen Kalkkögelfels adäquat erschien. Hier wechseln steile Seillängen und einfachere Quergänge einander ab, was die Kletterei etwas inhomogen gestaltet. Wie in vielen Kögeltouren ist in Sachen Absicherung Eigeninitiative gefordert – auf der ganzen Linie fanden wir lediglich einen Haken. Auch ihrem Namen wurde die Tour insofern gerecht, dass ich gar einmal die kleineren Steine, die durch die Lüftungslöcher in meinen Helm gefallen waren, aus der nützlichen Kopfbedeckung schütteln musste. Nässe und etwas Moos in der Schlüsselseillänge rundeten das rustikale Kalkkögelerlebnis ab ;-)

Dienstag, 26. Mai 2020

Obereintalschrofen "Anabasis" VII- A0 & Karlspitze " Heavens Door" 8

Letztes Wochenende ging es wieder in die sonnigen Südwände (wobei es dann doch nicht so sonnig war). Arthur und ich sind zum Obereintalschrofen, um dort die selten wiederholte "Anabasis" zu klettern. Tolle Freikletterei auf sehr rauen, teilweise aber wenig abgekletterten Fels. In der Tour steckt nur sehr wenig fixes Material, deshalb sollte man ein umfangreiches Cam und Keile Set dabei haben. Die Schlüsselstelle, ein überhängender Riss, haben wir technisch überwunden, der Rest ist gut frei machbar.
Tags darauf bin ich mit Christian zur Karlspitze gefahren, hier stand die "Heavens Door" auf dem Programm. Die Route ist zwar eingebohrt, trotzdem muss man zwischen den Haken anständig zupacken und dementsprechende Vorstiegsmoral ist gefordert. Zwei lässige Touren und langsam kommen wir in Schwung ;-)
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Freitag, 15. Mai 2020

Schüsselkar "Bergführerweg" & "Trüffelschnüffler"

Nach langer Corona Pause konnten wir am vergangenen Wochenende endlich wieder in die Alpinsaison starten. Mathi und mich zog es am Westgratturm zum "Bergführerweg" (VI+/VII-), Roli kletterte mit Lokalmatador Albert Neuner die anspruchsvolle Trüffelschnüffler (VIII).
Im Bergführerweg findet man tolle, steile und gut griffige alpine Kletterei, die man großteils selber absichern muss. Fälschlicherweise wurde sie in alten Führern oft nur mit VI- angegeben. 
Die Trüffelschnüffler ist ebenfalls recht spärlich mit BH abgesichert und man sollte den Schwierigkeitsgrad sicher draufhaben. Beide zeichnen sich durch super Fels aus!
Da die Almen und Hütten noch geschlossen hatten, bekamen wir bei Albert auf der Terrasse einige Hopfengetränke ;-) Tolles Tagl im Wetterstein!!!










Dienstag, 10. März 2020

Bande Ausflug Silvretta

Für das Sonntags prognostizierte Traumwetter nahmen wir für unseren diesjährigen Bande Ausflug den Zustieg zur Tuoihütte bei kaltem, stürmischem Wind am Tag zuvor gerne auf uns. Die kleine, feine Hütte erreichten wir von Guarda im Unterengadin. Nachmittags bei besserer Sicht konnten wir im tiefen Pulver noch auf ein Joch aufsteigen. Abends wurden wir bestens bewirtet, wobei die Kameradschaft nicht zu kurz kam.. Am Sonntag stand dem Aufstieg zur Hint. Jamspitze 3153m  nichts mehr im Wege, wobei Roli in flottem Tempo die Spurarbeit übernahm. Auf dem aussichtsreichen Gipfel trennten sich unsere Wege, wie geplant. Roli, Burki, Sonne, Arthur und Mathi wählten die Abfahrt auf Schweizer Seite, wobei die Powderfreuden nicht zu kurz kamen. Ich schloss mich Wolfi und Sepp an, die um die Mitfahrgelegenheit von unserem Obmann Markus wussten, der gerade bei der Jamtalhütte für einen Bergrettungskurs referierte, so konnten wir über Galtür unsere Heimreise antreten. Zuvor stiegen noch auf die weniger besuchte Augustenspitze 3228m und hatten noch eine Abfahrt vom Feinsten.
Bilder

Montag, 9. März 2020

Der neue Kletterführer für das Karwendel ist da, mit vielen alpinen Klassikern und neuen Touren.
 
Reinschauen lohnt sich!
 
Hier geht´s zur Seite.
Link
 

Dienstag, 18. Februar 2020

Skitour und Mixedklettern

Die Ferien konnte ich gut ausnutzen und ein paar lässige Skitouren in den Stubaiern, Tuxern, Zillertaler und im Karwendel machen. Weiters war ich mit Gebi in den Dolomiten, um am Mur de Pisciadù die "Hruschka" (M5+/WI4+) zu klettern. Coole, abwechslungsreiche Kletterei an guten Dolomitenfels. 





















Montag, 17. Februar 2020

Pinnistal - "Magier"

 

Nachdem Matthi und ich uns, was den Biergenuss betrifft, bei der Generalversammlung der Bande etwas zurückhalten konnten, stand tags darauf einer schneidigen Eistour nichts im Wege. Matthi hatte zuvor die Verhältnisse im Pinnistal bereits im Zuge eines Rodelausflugs checken können, und so wurde diesmal der Schlitten mit schwerer Eis- und Felsausrüstung beladen. Unser Ziel war der "Magier" mit seinem originalen Felseinstieg (M7- WI5). Angeblich stieg Andi Orgler bei der Erstbegehung 1992 mit Reibungskletterschuhen den schwarzen Kalk empor, bis er schließlich einen Haken unterbringen konnte und auf Schalenschuhe und Steigeisen wechselte. Da Matthi schon vor einigen Jahren eine Wiederholung der Tour glückte, war es nun an mir, mich an der schwierigen ersten Seillänge zu versuchen. Der Schnee am Einstieg war vom Winde verweht, und so stieg ich vom vereisten Boden weg in die steile Wand. Gut zwei Meter unter Orgler's erstem Haken konnte ich, mit dem Eispickel an einer Felsleiste hängend, den Hammer ziehen und mehr schlecht als recht einen Haken unterbringen. Von diesem zumindest moralisch unterstützt, stieg ich zum Haken der Erstbegeher und dem beginnenden Riss empor. In diesem ging's dann gesichert an Keilen und Cams deutlich entspannter hinauf, bis ich auf die anfangs dünne Eisglasur wechseln konnte. Dem Tropfwasser des über uns hängenden "Kometen" entgehend noch ein paar Meter nach rechts und... STAND!
Matthi führte souverän die zweite Seillänge, in welcher ein herrlich dünner Eisschlauch durch die Wand empor führt. Ein etwas morscher Eisvorhang ließ uns auf den letzten Metern etwas nach rechts ausweichen, bis wir uns schließlich zufrieden am Latschenband über dem Amphitheater die Hände schütteln konnten. Schnell schweiften unsere Blicke hinunter zur Pinnisalm, wo wir uns nach kurzer Abseilfahrt ein Bierchen genehmigten ☺