born in tirol

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Mittwoch, 21. August 2019

Schreckhorn-Lauteraarhorn Überschreitung

Unsere diesjährige Westalpentour führte uns mal wieder in die Berner Alpen wo uns noch 2 4000er fehlten. Letztes Wochenende war das Wetter einigermaßen stabil genug um diese lange Grat Traverse anzugehen. Am ersten Tag gings über den angeblich schönsten Hüttenanstieg der Alpen, zur Schreckhornhütte wo wir bestens bewirtet wurden. Bereits um 2h klingelte der Wecker und nach kurzem Frühstück gings los über den Gaag (wird seinem Namen gerecht) und Schreckfirn zum Einstieg des SO Grates. Den ersten Teil mussten wir noch im Schein der Stirnlampen klettern, ab der Schulter empfing uns dann starker Südwind der uns den ganzen Tag begleitete. Der Grat ist wie beschrieben bombenfest und wäre bei Sonne der reinste Genuss. Am Gipfel bekommt man dann erstmals einen Einblick auf die Länge der bevorstehenden Traverse so machten wir uns gleich an den Abstieg in die Schreckscharte (am Schluss 2xabgeseilt). Die Routenfindung ist eigentlich ganz einfach, alle Türme werden gerade überklettert. Um 13:30 standen wir am Gipfel des Lauteraarhorns. Nun beginnt eigentlich der langwierigste Teil der Tour, der Abstieg über den berüchtigten Schraubengang (Bruch, 3x Abseilen möglich) und der letzte Grat zum Strahleggpass wo man das erste mal wieder sicheren Boden unter den Füßen hat 17:30. Hier hatten wir die erste richtige Rast des Tages, Um 19:30 waren wir wieder auf der Hütte wo die Wirtin extra für uns noch ein perfektes Menü kochte da vom Abendessen nichts mehr übrig war.War wieder eine lässige Tour mit Wolfi.Bilder

Dienstag, 13. August 2019

Erstbegehung Kl. Lafatscher NNO-Pfeiler "Sepp Jöchler Gedächtnisweg" VII-/A1 & Speckkar NW-Wand "Inglorious Bastards" 8

Als Tom und ich das letzte Mal am kl. Lafatscher eine Tour geklettert sind, ist uns aufgefallen, dass auf den NNO-Pfeiler ein Riss-System durch die ganze Wand hinaufzieht und es noch keine Tour bis auf Pfeilerkopf gibt. Grund genug mal einen Versuch zu starten.
Am ersten Tag sind auf der Speckkar NW-Wand die "Inglorious Bastards (8)" geklettert, schöne alpine Sportklettertour.
Nach einem feucht fröhlichen Abend auf der Haller Anger Alm, war der morgendliche Start eher mit weichen Knien. Dies hat sich jedoch gleich einmal gelegt, denn man muss gleich von Beginn an anständig zupacken. Die vielen Risse nehmen Friends und Keile super auf, sodass wir nur wenige Haken schlagen mussten. Die Crux ist die steile Gipfelwand, durch die ein glatter Riss empor zieht. Leider konnten wir diese 2 Seillängen nicht frei klettern, wird wohl etwas im oberen 7 oder unteren 8 Grad sein. Vom höchsten Punkt des Pfeilers kann man sich dann entscheiden, ob man über den Grat zur Ausstiegslänge der Lafatscher Verschneidung hinüberquert und auf den Lafatscher Rosskopf aufsteigt, oder so wie wir (weil wir schon etwas später dran waren) abseilt. Mit 2mal abseilen kommt man hinunter auf ein Band und von dort kann man über die eingebohrte Tour "Tritzi" weiter abseilen.
Die Tour widmen wir Sepp Jöchler, der letztes Jahr tödlich verunglückt ist. Er kannte wie wohl kein anderer die Wände im Karwendel und verbrachte auch im Haller Anger unzählige Kettertage. Sepp war schon zu Lebzeiten eine Legende und so wollten wir ihm mit der Route unsere letzte Ehre erweisen. Tolle alpine Tour in sehr rauem und steilen  in einem der schönsten Plätze des Karwendels.
Fotos

Dienstag, 30. Juli 2019

Kirgistan


Bereits am ersten Tag unserer Reise war Improvisation angesagt. Unser Ziel, das Ak Suu Tal, war wegen zu viel Schmelzwassers in den Flüssen und wegen fortgerissener Brücken nicht erreichbar. Man könne uns aber in das benachbarte Kara Suu Tal bringen.

Der Weg dorthin führte über vier Pässe und steht nun mit 42km Entfernung und 4300Höhenmetern in unseren Tourenbüchern. Die Passpassagen waren speziell für die Tragetiere eine ziemliche Herausforderung.
Im Kara Suu angekommen, galt es sich zu orientieren. Die ersten Tage waren ohnehin von Regenschauern durchsetzt, kein ideales Wetter für lange alpine Klettertouren ohne Rückzugsmöglichkeit. Dann bescherte uns das Wetter eine Abfolge von Traumtagen (Dank für den per Satphone übermittelten Wetterbericht an Alex Radlherr), und wir kletterten an Kotina, Usen, Little Asan, Vnuk, Silver-Wall und Yellow-Wall. (Fast) alle Touren hier haben gemeinsam, dass sie lang und clean (keine eingerichteten Standplätze, keine fixen Zwischensicherungen) sind. Somit ist auch die zu kletternde Linie häufig unklar.

Christoph und Gebi konzentrierten sich auf Erstbegehungen. Als Oleg, ein Russe der hier als Hausmeister gilt, von ihrer neuen 2000 Klettermeter-Linie am Kotina erfuhr, eilte er rasch in sein Zelt um sein Guidebook zu holen und die Linie einzuzeichnen. Verlässliche Informationen sind hier nämlich Mangelware. Der einzige existierende Führer ist in kyrillischer Schrift verfasst, und umfasst eigentlich nur Linien, die von Russen erstbegangen wurden. Zudem ist die russische Bewertungsskala für Mitteleuropäer nicht zu entschlüsseln.

Im BC betreute uns Ali. Seine Küche bestach durch kompromisslose Kontinuität, dafür war er immer gut gelaunt und sein herzhaftes Lachen klingt uns noch immer in den Ohren. So wie das Getöse des Wildbaches, und dabei meinen wir nicht das Rauschen des fließenden Wassers, sondern das Poltern des bewegten Geschiebes.

Als Draufgabe wurde zu guter Letzt noch ein Fünftausender bestiegen, und das kirgisische Militär verhalf uns durch eine Sondervorstellung in der Bewältigung von Grenzkonflikten zu einer Sightseeingtour ins Hinterland.

Unterwegs im Land der Marienkäfer: Christoph (Schranz), Gebi, Wolfi, Martl, Sonne, Christian

Dienstag, 2. Juli 2019

Nice work boys 8-


Auf der Suche nach Schatten sind Christian und ich im Gaistal in der Hochwand Nordwand fündig geworden.

Laliderer N-Wand "Erdenkäufer-Sigl" & kl.Lafatscher NO-Pfeiler


Die langen, heißen Tage wollten wir am Wochenende richtig ausnutzen und was eignet sich dazu besser als eine Laliderer Tour ;-) So sind Mathi und ich am Freitag zeitig in der Früh mit den Bikes durchs Laliderer Tal hinauf zur Wand gefahren. Von hier aus hat man einen super Überblick über die ganze Wand, so konnten wir uns anschauen, was bereits alles trocken ist.
Die Wahl fiel dann auf die „Erdenkäufer-Sigl“, welche ursprünglich mit VI/A3 bewertet war. Nachdem ich ein paar Infos dazu eingeholt habe, haben wir erfahren, dass die Route auch frei kletterbar ist. Zuerst steigt man 4 Seillängen die „Schmid-Krebs“ empor, ehe man links in die Tour abzweigt, dann geht es schon los mit der ersten VI/A2 Seillänge. Nachdem wir diese gut hinter uns gebracht haben (frei VI+), waren wir guter Dinge, dass auch der Rest nicht so schlimm sein wird. So war es dann auch, in toller, abwechslungsreicher Kletterei ging es hinauf zur Schlüsselseillänge. Hier gilt es eine Platte mit 2 umgeschlagenen Stichbohrhaken zu überwinden, um im Anschluss einen kniffligen Quergang zu meistern. Wir hätten diese Seillänge mit VII- bewertet. Im Anschluss kommen noch einige 6er und 5er Längen, ehe man in leichteres Gelände kommt und dann seilfrei auf den Gipfel der Laliderer Wand emporsteigen kann, welchen wir nach genau 8 Stunden erreicht haben. Wieder eine super Route, die im Schatten der bekannten Laliderer Touren steht.

Tags darauf bin ich mit Tom hinüber in den Haller Anger, um dort auf der Nordseite des Lafatschers eine Tour zu machen. Wir wählten den NO-Pfeiler (VI-) aus, eine alpine Genußkletterei, die uns fast ein bisschen zu leicht war. Trotzdem immer wieder schön das Ambiente dort.
Fotos

Montag, 1. Juli 2019

Riesendach Verschneidung 8/A0

Christian war trotz einer etwas längeren Klettertour am Vortag motiviert mit mir diese imposante und anstrengende Verschneidungskletterei anzugehen. Von Hinterriß Richtung Eng fahrend, sieht man bald rechterhand diese steile Wand des Unteren Rosskopfes, die schnell erreicht ist, was bei der Hitze recht angenehm war. Die Tour mit dem ausladenden Dach am Schluss bietet auch genug Schatten. Geniale, ausgesetzte Kletterei an rauhem Fels mit einer technischen Seillänge und einer luftigen Abseilfahrt beindruckte jedenfalls.
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Montag, 24. Juni 2019

Fleischbank "Vollmond" VII

Bereits zum dritten Mal in dieser Saison zog es uns ins Kaiser Gebirge. Diesesmal war Christian und Mathi mit von der Partie und das Ziel war erneut die Fleischbank und zwar die Route "Vollmond", welche sich nahe dem Ellmauer Tor befindet. Zuerst steigt man über die SSL des "Dülfer Riss" empor ehe es rechts hinaus in die Route geht. Die letzten 3 SL haben es dann wieder in sich, anspruchsvolle, selbst abzusichernde Alpinkletterei bis zum VII Grad. Am Ausstieg angekommen haben wir noch Arthur und Anna getroffen, die den "Schmuck Kamin" geklettert sind. Gemeinsam haben wir dann im Hagel Schauer den Abstieg angetreten. Coole, lohnende Tour.
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Freitag, 21. Juni 2019

Klettern ums Gimpelhaus

Susanne und ich nahmen uns 2 Tage Zeit um uns das vielversprechende Klettergebiet rund ums Gimpelhaus anzuschauen. Touren ohne Ende für jeden etwas dabei.

Mittwoch, 19. Juni 2019

Fleischbankpfeiler "Theater Risse"

Am Fleischbankpfeiler gibt es neben den Pumprissen noch weitere bekannte Rissklettereien, eine davon sind die "Theater Risse", welche das Ziel von Roli und mir am letzten Wochenende waren.
Zuerst geht es über leichtere Längen hinauf, ehe man in die Risse hineinkommt. Die erste 6er Länge ist dann leider ziemlich staubig und die Schlüsselstelle etwas komisch zum klettern. Die coolste Länge ist die letzte, ziemlich steil und pumpig und mit fast 60m auch noch ziemlich lang. Irgendwie konnte uns die Route nicht so recht begeistern und steht wahrscheinlich zu Recht im Schatten der bekannten Nachbarn.
Abgeseilt haben wir dann über die "Sport 2000", was super funktioniert.
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Donnerstag, 13. Juni 2019

Lamsen & Kaiser

Durch das warme Wetter am letzten Wochenende sind viele Wände bereits trocken. Deshalb bin ich am Freitag mit Maggo zur Lamsen Hütte aufgestiegen, um an der Rotwandlspitze was zu klettern. Als erstes haben wir die Neutour "Chief" (8) gemacht und im Anschluss die "Herbert" (8-). Beides super eingebohrte alpine Sportklettertouren in bombenfestem Fels.
Am Sonntag sind dann Arthur, Mathi und ich auf die Wochenbrunner Alm gefahren, um mal zu sehen, was im Kaiser schon alles geht. Auch hier sind die Wände bereits alle trocken und so fiel unsere Wahl auf die Fleischbank. Wir haben uns für eine Routenkombination entschieden und sind im unteren Teil den "SO-Pfeiler" (VII-) geklettert und im oberen Teil über die "Go Nuts" (VII-) ausgestiegen. Der SO-Pfeiler bietet alpines Genussklettern vom Feinsten. In der SSL stecken ein paar alte Nägel, den Rest konnte ich super selber absichern. In der Go Nuts geht es dann ernster zur Sache, denn die vorhandenen 4 Kronenbohrhaken sind nicht gerade vertrauenswürdig und im geschlossen Fels findet man zum selber Absichern nicht immer einen geeigneten Platz. Arthur hat sich jedoch mutig nach oben gekämpft und so konnten Mathi und ich eine der coolsten SL, die wir im Kaiser je geklettert sind, richtig auskosten.
Fotos

Sonntag, 9. Juni 2019

17. HALLTALEXPRESS am 16. Juni 2019 - Start um 10h30

Meldet`s Euch an, auch die alpine Bande ist dabei....

https://www.halltalexpress.at/


….. Wahre Sieger sind alle, die das Ziel bei den Herrenhäusern am Ende des Halltales erreichen. ... angefeuert wird im Halltal jeder und das Publikum entlang der Strecke unterstützt auch diejenigen, welche ihr Rad schieben oder sich über die steilsten Abschnitte gehend fortbewegen. Vom Prinzip her ist der Halltalexpress natürlich ein richtiges Rennen mit Regeln und Zeitnehmung, und es wird klarerweise von den Teilnehmern auch einiges abverlangt …...Die vielen „Wiederholungstäter“ geben der Philosphie des Halltalexpress recht...…..                              

Montag, 3. Juni 2019

Taufenkopf & Pfattner Wände & Hechenberg

Nach einer langen Skisaison, sind wir nun endlich in die Klettersaison gestartet. Aufgrund des vielen Schnees mussten wir uns jedoch mit Klettereien in Tal Nähe begnügen. Bereits vor 2 Wochen war ich mit Magnus am Taufenkopf unterwegs, dort kletterten wir die Route "Be Cosmiq". Coole Tour, die mit Haken ausgestattet ist, jedoch sollte man auch ein paar Cams dabei haben. Im Anschluss sind wir noch die zwei Seillängen von "Supergau" geklettert.
Am verlängerten Wochenende bin ich mit Roli zur Pfattner Wand gefahren, um dort die "Cojote" zu klettern. Tolle, jedoch für einen Kalkkletterer, anstrengende Risskletterei ;-) zum selber absichern. Zum Glück war Roli gerade in den USA zum Rissklettern, somit war die SSL kein Problem für ihn. Leider ist der Kletterspaß nach 4 SL bereits wieder zu Ende.
Tags darauf bin ich mit Mathi zum Hechenberg. Dieses mal haben wir den schmalen Zustiegssteig gleich richtig gefunden und waren nach 1.15h beim Einstieg. Wir staunten nicht schlecht, als noch zwei weitere Seilschaften daher kamen, eher eine Seltenheit am Hechenberg.  Da wir beide schon den klassischen "Bachmann-Pfeiler" geklettert sind, fiel dieses mal die Wahl auf die "Spitzenstätter-Schoißwohl". Nach der dritten Seillänge quert man rechts hinaus, wo dann gleich die SSL wartet, eine steile Rissverschneidung. Hier stecken einige Haken, zwei weitere habe ich noch dazugeschlagen und belassen. Die nächsten drei SL sind dann ziemlich schwierig abzusichern und auf Grund des schlechten Fels eher gefährlich. Danach wird die Kletterei wieder lässiger und auch die Haken Anzahl steigt wieder, was der Moral gut tut ;-) Am Gipfel angekommen, gilt es noch den steilen Abstieg hinter sich zu bringen, bevor man sich dann ein kühles Blondes genehmigen kann.
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Samstag, 4. Mai 2019

Skitour i norge

...Norwegen hat unsere Erwartungen übertroffen.
Die Skitourwoche in Island letztes Jahr hat zwar einiges vorgelegt, aber Norge hat noch eins draufgelegt.

Freitag, 12. April 2019

Pyrenäen - Skitouren auf der iberischen Halbinsel

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Skitourenführer Literatur u. Karten
FischerSki
nieve en polvo hasta el cuello“, äußert sich ein einheimischer Bergsteiger gegenüber dem Hüttenwirt Inaki von der Refugio „la renclusa“, dabei zeigte er wohl die aktuelle Schneesituation an, indem er wild fuchtelnd ober seiner Brust mit der flachen Hand hin und her fuhr.
Pyrenäen, vor genau 1o Jahren haben Bettina und ich schon den Pyrenäen orientales einen Besuch abgestattet um unsere Tourenski im spanischen Frühjahrsfirn schwelgen zu lassen. Diesmal war unser erstes Ziel das „val d`aran“ wo wir sehr einsame Skitouren absolvierten. Vermutlich die schlechte winterliche Wetterprognose hielt viele Einheimische davon ab, eine „esquí de montaña“ zu machen. Bettina und ich zogen täglich unsere Felle auf unter dem Leitspruch „schau ma amol wie weit ma kemmen“! Nebel und teilweise dem starken Wind trotzend haben wir unsere geplanten Ziele erreicht. Belohnt wurden wir mit Pulverschnee, aufklarenden Himmel bei der Abfahrt und spanischen „apres ski“ bei Tapas und Rioja.
Zurück zur Refugio Renclusa, im „val de benasque“ wo der viele Neuschnee die Einheimischen angeblich alles abverlangte um den hüttennäheren Zentralgipfel des „Maladeta“ erfolglos zu erreichen. Mehr als die Hälfte der ca. 30 Mann (Bettina war die einzige Frau) waren ohne Ski unterwegs, mit Steigeisen oder Schneeschuhen bewaffnet. Beim guten Abendessen auf der sonst sehr kargen Hütte wurden wir für unser Zielvorhaben „Aneto“ etwas belächelt oder vielleicht sogar bewundert? Weitere 10 verfolgten dasselbe Ziel wie wir, 6 davon mit Ski! Um 8Uhr morgens gings los, wir waren die Letzten, erfahrungsgemäß sagte ich zur Bettina „nur nicht stressen lassen“! Bei Schneefall und dichten Nebel überholten wir bald die spurenden Spanier. Mittels GPS zogen wir unsere Spur durch den dichten Schleier, stießen auf die im Neuschnee wühlenden 4 Bergsteiger, die teilweise bis zum Bauch im Pulver versanken. Verrückt! Starker Nebel machte es uns nicht gerade leicht das „portillion superior“ trotz GPS Track am Handy zu finden, mittlerweile waren wir mutterseelenalleine. Bettina machte keinerlei Anstalten bei den grausigen Verhältnissen umzukehren, also Ski ausziehen den Übergang abklettern und weiter ging’s. 11Uhr zeigt meine Uhr. Es folgte eine lange Querung über den „glaciar de aneto“. Spurend im knietiefen Neuschnee verlies ich mich blind auf meinen Track am Handy. Plötzlich um die Mittagszeit wurde es warm, die Sonne blinzelte durch. 3200M! oberhell! Eine fantastische Berg Szenerie offenbarte sich uns, der ANETO genau vor uns im Visier. Nach guten 5 Stunden standen wir erschöpft aber stolz am Wintergipfel, das Gipfelkreuz war zwar in greifbarer Nähe, jedoch der verwächtete Grat und der viele Neuschnee am 35m langen ausgesetzten Quergang hielt uns einstimmig davon ab dieses Wagnis einzugehen, das Skidepot war unser Gipfel! Nach Gipfelrast kamen noch zwei Spanier nach, verbeugten sich vor uns, bedankten sich überschwänglich und machten Fotos von den „héroes“ wie sie uns nannten. Breites Grinsen zeichnete sich auf unseren Gesichtern ab, das sich bei der wahnsinnigen Pulverabfahrt in der direkten Nordostflanke ins „val de barrancs“  noch zu 100% verstärkte. Was für ein Tag, Steigerung unmöglich! Erschöpft erreichten wir das „hospital de benasque“ wo ein großes Cerveza und eine frische Dusche auf uns wartete. Am nächste Tag…..Pause?....falsch gedacht….Bettina hielt schon nach dem Frühstück die Felle in der Hand, konnte wohl nicht genug bekommen vom spanischen „polvo“ …..
FAZIT: eine abenteuerliche perfekte Skitouren-Pulver-Woche, gespickt mit spanischer Gastfreundlichkeit und kulinarischen Highlights!
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Freitag, 5. April 2019

3 Tage unterwegs hinterm Haus

Ein paar Zahlen: 3 Tage, 7090 Hm, 72 km, 25h Gehzeit
Start und Ziel Absam/Halltal, Stützpunkt war der Winterraum der Karwendelhütte (bestens ausgestattet).

Montag, 25. März 2019

Skitourenausflug Montafon


Der Ausgangspunkt für unseren heurigen Ausflug war in Tschagguns in Vorarlberg. Mit Liftunterstützung erreichten wir relativ schnell das Golmerjoch. Von hier ging es Richtung Kreuzjoch und über den Öfapass zum Einstieg der Blodigrinne, die uns über mehrere Steilstufen auf die Drusenfluh führte. Von hier durch das steile dolomitenartige Kar wieder zurück, auffellen und über den Sporadobel zum großen Drusenturm. Die Abfahrt durch das Eistobel hatte, wie schon die erste Abfahrt, einiges an Pulver zu bieten. Somit hatten wir uns für den ersten Tag ein Hüttenbier und einiges an Wein verdient und ließen den netten Abend mit viel Gelächter ausklingen.
Der nächste Tag begann mit einem reichhaltigen Frühstück auf der bestens geführten Lindauerhütte. Nach kurzer Abfahrt sind wir durch den Rachen über schönes Skigelände auf das von Weitem sichtbare Gipfelkreuz der Sulzfluh zugesteuert. Nach unserer Gipfelrast konnten wir sogar von diesem überaus beliebten Tourenziel über eine noch nahezu unverspurte Variante abfahren. Über die Rodelbahn gelangten wir zurück zum Ausgangspunkt. Wir waren uns einig, zwei schöne Tage mit rassigen Abfahrten im Montafon verbracht zu haben.
fischersports.com





Dienstag, 19. März 2019

Skitouren im Rauris


Vom Donnerstag bis Sonntag nahmen wir uns eine kurze Auszeit und besuchten das Raurisertal. Bei der Hinfahrt legten wir einen Stopp in den Kitzbühler Alpen ein.

Montag, 4. März 2019

Rofan und Wilder Kaiser

Letztes Wochenende statteten Sabine, Martin, Susanne und ich dem Rofan einen Besuch ab.

Sonntag, 3. März 2019

Stille Tage


Wenn man am Hafelekar steht und nach Süden blickt, so streift der Blick über die zweitgrößte Stadt in den Alpen. Hektisches Treiben verursacht einen permanenten Grundlärmpegel.

Dreht man sich um, so schaut man in das größte nicht dauerhaft besiedelte Gebiet Mitteleuropas. Soo viele Kare, soo viele Gipfel, soo viele Formen und Linien. Der Blick irrt suchend umher.

Martin (Sexl) war der Meinung, es sei an der Zeit den Karen wieder einmal einen Besuch abzustatten. Wetter und Schneebedingungen könnten wohl kaum besser sein. Uns so besuchten wir zunächst die Speckkarspitze und die Kaltwasserkarspitze. Am dritten Tag gesellte sich Alex (Radlherr) zu uns und weiter ging es zur Moserkarspitze. Am vierten Tag schwindelten wir uns durch das Felsbänderlabyrinth des großen Ödkars auf die Große Seekarspitze und fuhren dann nach Scharnitz ab, um mit dem Zug nach Innsbruck zurückzukehren. Ab Seefeld füllte sich der Zug mit den WM Schlachtenbummlern. Wir bemerkten, dass wir den WM Dopingskandal versäumt hatten. Egal, wir hatten unser eigenes Doping, aber das war ganz anderer Natur.

Fazit: eindeutig besser als im Büro, und, da sagen sich Fuchs und Hase tatsächlich gute Nacht.


Dienstag, 12. Februar 2019

Gr. Bettelwurf - Innere Falken - Badewanne

Des öfteren hab ich mir im Sommer bereits gedacht, eine Skiabfahrt über das steile Osteck des Bettelwurf wäre mal eine schneidige Sache. Letzte Woche war es dann soweit, die Verhältnisse und das Wetter haben gepasst. So zogen Tom und ich einsam unsere Spur hinauf zum Gipfel. Die Abfahrt beginnt sehr steil und felsdurchsetzt und geht dann in eine tolle Rinne über, die ins Fallbachkar hinunter zieht. Dann kommt der unangenehmste und auch gefährlichste Teil der Abfahr, die Querung hinüber zur kl. Wechselspitz. Hier müssen die Verhältnisse 100%ig passen und auch Fehler darf man sich in der bis zu 60 Grad steilen Flanke keinen erlauben, da es hier mehrere 100 Meter ins Fallbachkar abbricht. Von hier geht es nochmal steil hinunter bis in die Wechselscharte, wo wir zum Abschluss noch eine tolle Pulverabfahrt hatten.

Am nächsten Tag ging es gleich weiter im Zillertal und zwar in die Gerlos. Hier zogen wir unsere Spuren hinauf auf die Inneren Falken. Perfekter Pulver und Skigelände vom Feinsten zeichnen diese Tour aus.

Tags darauf war wieder einmal eisklettern angesagt. Zusammen mit Mathi, Magnus und Arthur ging es zur Schwarzwand bei Strengen. Hier wurden von der Seilschaft Schranz/Wolf anspruchsvolle Touren erschlossen. Arthur und ich kletterten die "Badewanne" (WI6+) und unsere Kumpel die anspruchsvolle Mixed Route "Dear Mum" (WI6+/M7). Bei unserer Route konnten wir im oberen Teil direkt aussteigen, so hatten wir eine richtig lange und anspruchsvolle SSL, dementsprechend blau waren die Unterarme danach ;-)

Fotos

Montag, 11. Februar 2019

Geierrunde

Gemütlich gingen wir die Skitour am Samstag mit der Taxifahrt von Lager Walchen auf die Lizumerhütte an. Richtung Geier war schon reges Treiben bemerkbar.

Generalversammlung

Am Samstag hielten wir unsere jährliche Generalversammlung mit Neuwahlen ab. Der alte Ausschuß wurde einstimmig von den 13 anwesenden Kameraden wiedergewählt. Ein besonders erfreulicher Anlass war die Neuaufnahme von Arthur Lintner. Arthur ein junger Bursch und fanatischer Alpinist passt perfekt in unsere Reihen. Ein besonders Augenmerk wurde auf einen sehr wichtigen Punkt unserer Vereinstatuten gelegt - die Kameradschaftspflege, und die kam natürlich nicht zu kurz!