born in tirol

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Dienstag, 4. Dezember 2018

Wechnerwand


...Plan W die Zweite. Nach Rücksprache mit unseren Vereinskollegen ist für Sepp und mich diese Tour an der Wechnerwand recht interessant geworden.

Dienstag, 27. November 2018

Wechnerwand "Plan W" M5+

Nach dem wunderschönen Heberst können wir nun unsere Kletterpatschen gegen Steigeisen und Pickel tauschen. Als Einstieg in das Mixedklettern haben wir uns die Neutour an der Wechnerwand ausgesucht. Vom Stausee gelangt man durch das Mittertal zum Einstieg der Nordwand. Über nette Mixedpassagen bis M5+ geht es hinauf bis in Wandmitte. Von dort kann man dann seilfrei bis zum Gipfel klettern. Der Abstieg erfolgt über den SW-Grat hinunter in die Wechnerscharte und von dort über eine Rinne zurück zum Einstieg. Vom Gesamterlebnis und auch von der Kletterei her ist uns die Tour lohnender vorgekommen, als die Routen am benachbarten Zwölferkogel.
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Montag, 19. November 2018

Christkindltripp nach Arco

Alle Jahre wieder ......ja mittlerweile fast schon traditionell, treffen sich die Obmänner und Stellvertreter Kurt, Much, Nops und meine Wenigkeit (BERGSTEIGERRIEGE -WILDTHING -ALPINEBANDE) zum gemeinsamen Klettern, zum spirituellen Gedankenaustausch und zur genußvollen Verkostung von VorWei(h)nnachtsgetränken im ehemaligen Wintersitz des österreichischen Kaiserhofs in Arco.

zu den gekletterten Touren: 1.Tag via-fiori-di-Primavera und via-porci-con-le-ali am 2en cuore-doro und am 3en Tag via-archangelo 

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Hintereintalschrofen "Zauderflöte" 8 A0

Bevor der erste Schnee kommt wollten Roli und ich das sonnige Wette noch einmal ausnutzen. Roli war die Woche zuvor bereits mit Mathi am Hintereintalschrofen unterwegs und so vom Fels begeistert, dass wir eine weitere Tour dort klettern wollten. Die "Zauderflöte" befindet sich ganz links und ist mit Bohrhaken gut ausgestattet, einen zusätzlichen Satz Cams sollte man aber dabei haben. Der Fels ist ungemein rau und fest. Einen Schönheitsfehler hat die Route allerdings, in der 3. SL muss man über ein paar Meter technisch klettern und in der 4.SL muss man mit Hilfe eines Fixseiles eine Querung in das nächste Risssystem machen. Ansonsten tolle, alpine Sportkletterei! Jetzt kann der Winter kommen ;-)
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Sonntag, 18. November 2018

Marillensteig

Gestern mit Wolfi noch eine nette Kletterei in den Miemingern gemacht. Der beeindruckende Kessel unterhalb des Fisches ist echt einen Besuch wert.Bilder

Montag, 12. November 2018

November Sun und Südwind

Genußtour vom Feinsten, so präsentierte sich die "November Sun" am Multerkar auf der Südseite des Treffauer.

Donnerstag, 8. November 2018

Kolosseum "Scipio" 8

Letztes Wochenende sind Roli und ich zum Fuße der Hohen Munde Südwand gewandert, zum sogenannten Kolosseum. Dort haben Benni Hangl und seine Freunde einige tolle Kletterrouten eröffnet, die Route "Scipio" hat er sogar im Alleingang eingebohrt. Die Route schlängelt sich über geschlossene Wandpassagen, in bestem Fels,  hinauf zum Pfeilerkopf. Obwohl die Route vollständig eingebohrt ist, muss man zwischen den Haken anständig klettern. Die 8er Längen sind teilweise etwas unübersichtlich und nicht leicht zu lesen, zum Glück hatte ich einen guten Vorsteiger dabei ;-)
Der Abstieg erfolgt durch abseilen über die Route. Coole Tour in toller Kulisse.
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Broad Peak

Mittlerweile bin ich schon wieder drei Monate zu Hause, doch aufgrund des schönen Wetters ist es mir recht schwer gefallen mich vor den Computer zu setzen.
Also, ein bisschen verspätet ein kurzer Bericht von der heurigen Pakistan Expedition.
Geplant war eine Doppelexpedition auf den Broad Peak und K2.

Dienstag, 23. Oktober 2018

Aktivurlaub auf Teneriffa


Auf Teneriffa noch ein paar schöne Sommertage genießen, das war der  Plan den wir uns für Anfang Oktober vorgenommen haben.

Scharnitzspitze "SW-Kante" V+

Auch Dani und ich haben am Wochenende das angenehme Wetter ausgenutzt und sind an der Scharnitzspitze eine Tour geklettert. Die Kletterei an der SW-Kante ist echt lässig, jedoch sollte die Tour von der Absicherung her nicht unterschätzt werden, denn es stecken nur ein paar Normalhaken. Auch die Standplätze muss man immer verbessern, so war ich mit meinen 4 mitgebrachten Friends fast ein bisschen zu schlecht ausgestattet, die Folge waren ziemlich lange runouts. Trotzdem a coole Tour und dieses mal waren kaum Kletterer unterwegs.
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Sonntag, 21. Oktober 2018

Zillertal "Schwarzer Teufel" 7 und "Kreatour" 7

Einen weiteren schönen Herbsttag nützten Christian Mauracher und ich am Samstag zum Klettern in Ginzling. Die  recht unterkühlte Temperatur am Morgen veranlasste uns zunächst an der südost ausgerichteten Wieglwand im Bereich "Ewige Jagdgründe" bei Morgensonne die Route "Schwarzer Teufel" 7 zu klettern, steil und gut abgesichert in bestem Granit als Warmup. Hernach wanden wir uns der Wandalmwand bei Ginzling zu, die nach kurzem Zustieg schnell erreicht war. In Sachen Absicherung geht`s in der Route "Kreatour" 7 etwas ernster zu, wenige Bolts, zumeist Schlaghaken, doch die herrlichen Verschneidungssysteme können gut mit Friends abgesichert werden. Die anhaltenden Schwierigkeiten im 6. Grad forderten uns jedenfalls und waren nicht zu unterschätzen.
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Dienstag, 16. Oktober 2018

Pflerscher Tribulaun "Direkte Südwand" (Niederegger/Braun) VI- & Blassengrat "SO-Pfeiler" 8

Da der goldene Herbst kein Ende nimmt waren wir am Wochenende wieder fleißig unterwegs. Zuerst bin ich mit Maggo ins schöne Pflerschtal gefahren und Richtung Tribulaun Hütte aufgestiegen. Kurz vor der Hütte standen wir schwer beeindruckt unter der mächtigen Südwand des Tribulauns. Von unten sieht die Wand sehr steil und abweisend aus, jedoch hat sich die Gipfelstürmer Seilschaft Niederegger/Braun in den 50iger Jahren gekonnt durch die Dächerzone hindurchgeschlängelt. Mit dem Topo aus dem Orgler-Führer ist die Route leicht zu finden, der Fels ist auch gut (hab es mir schlimmer vorgestellt) und so kann man die Kletterei richtig genießen. Haken findet man in der Route nur 4, auf die man aber nicht vertrauen sollte, ist aber auch egal, da man alles mit Keilen und Cams gut absichern kann. Der Abstieg erfolgt dann über den Normalweg. Ein richtig tolles, alpines Abenteuer.
Am Sonntag waren wir (Magnus, Mathi, Maggo und ich) noch im Karwendel unterwegs. Mit dem Rad ging es Richtung Kastenalm, nach ca. 20min Fahrzeit geht es hinauf ins Breitgrießkar und zum Einstieg des Blassengrates SO-Pfeilers. Nette Konsumtour in wunderschönen Ambiente.
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Dienstag, 9. Oktober 2018

Karlspitze "Direkte Ostwand" VIII/VI A0

Am Wochenende statteten wir (Mathi, Maggo, Michl und ich) wieder einmal dem Kaiser einen Besuch ab. Mathi und ich gingen zur Ostwand der Karlsspitze, Maggo und Michl zur Westwand des Bauernpredigtstuhls, um dort die "Lucke-Strobl" und den "Diagonalriss" zu klettern. Wir kletterten zuerst in schöner Kletterei hinauf auf das Band, das die Wand in den unteren und oberen Teil gliedert. Von dort zieht die steile Schlüsselseillänge hinauf, wobei man mit Hilfe der Haken einige Klimmzüge macht ;-) Wenn man fit genug ist, würde es wohl auch in freier Kletterei (VIII) gehen. In toller Kletterei geht es weiter hinauf zum Gipfel, von welchem man durch abseilen wieder retour zum Einstieg kommt. Die Route ist nicht saniert, jedoch mit guten Normalhaken ausgestattet, mit einem Satz Keilen und Cams kann man sie auch noch gut zusätzlich absichern. Der Einkehrschwung auf der Gaudeamushütte durfte natürlich auch nicht fehlen und so ließen wir den herrlichen Tag gemütlich ausklingen.
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Sonntag, 7. Oktober 2018

Berggesichter - ein alpiner Filmabend





„Berggesichter – ein (etwas anderer) alpiner Filmabend“
Unser Planet ist im Wesentlichen geprägt von Gebirgslandschaften. Für manche Menschen sind diese Landschaften Spielplatz ihrer extremen Leidenschaft, für die Tourismuswirtschaft sind sie gewissermaßen kostenloses Grundkapital, für den Gutteil der Menschheit sind sie jedoch unverzichtbarer Lebensraum. Das Leben im alpinen Raum war und ist nicht immer nur Zuckerbrot. Die Menschen haben gelernt sich mit ihrem Lebensraum zu arrangieren, bleiben da doch immer noch Ereignisse, die sich Dimensionen menschlichen Handelns entziehen.
In „Berggesichter – ein alpiner Filmabend“ schlägt die Bergrettung Hall eine Brücke zwischen den Nöten und Bedürfnissen der Bewohner alpiner Räume und jenen, für die der alpine Raum Ziel ihrer Sehnsüchte ist.
Langtang
Hilfe zur Selbsthilfe durch ein Projekt des Deutschen Alpenvereins. Nach dem folgenschweren Erdbeben am 25.April 2015 sind viele Regionen in Nepal auf fachgerechte und zielorientierte Hilfe angewiesen.

One step
Ein Augenblick kann ein Leben verändern. Was wir natürlich alle wissen wurde von Mario Feil gekonnt ins Bild gesetzt. Sein bewegender Beitrag porträtiert den schweren Alpinunfall von Bergsteigerin und Model Gela Allmann während Filmaufnahmen in Island.

Struktur
Nahezu unglaubliche Bilder aus der Kamera von Hanno Mackowitz. Ein Kunstwerk mit durchaus tiefsinnigen und kritischen Kommentaren zum Thema „Spuren in der Kulturlandschaft“.

Salz vom Himmel
Mathias Breit hat als Leiter des Gemeindemuseums Absam schon viel Zuhörer mit seinen Vorträgen begeistert. Er entführt uns in einem exklusiven Vortrag an die Schauplätze des Salzbergbaues im Halltal und berichtet vom steten Kampf der Bergleute gegen die Naturgewalten.

No turning back
Hansjörg Auer muss man in der Bergsteiger-Community wohl wirklich nicht mehr vorstellen. In no turning back können wir ihn aus einer neuen Perspektive betrachten. Ein wahrlich einfühlsames Bergsteigerportrait.

First descent
Für das Klettervolk stellt der erste durchgeführte Anstieg, die Erstbegehung einer Route, eine besondere Herausforderung dar. Ähnliches gilt für Biker, allerdings im Abstieg, also der ersten Befahrung eines Trails.

Alpine biking
Die Vertrider stehen für Spass und Umsetzung technisch anspruchsvoller Befahrungen mit dem Bike. Hannes Mayr hat Gerhard Senfter in den heimischen Bergen in Szene gesetzt. Wiedererkennungswerte sind garantiert.

„Berggesichter – ein alpiner Filmabend“. Freitag 19.Oktober 2018 20:00, Veranstaltungszentrum KiWi Absam (Eintritt 10€, nur Abendkassa).

Dienstag, 2. Oktober 2018

Gerlossteinwand NO-Pfeiler "Rupi 7" VI- & Schüsselkar "Beamtenlaufbahn" VI

Das schöne Wochenende habe ich nochmal ausgenutzt und zwei Touren gemacht. Einmal war ich mit Dani im Zillertal unterwegs und zwar am Gerlosstein. Hier haben die zwei Pfund-Brüder letztes Jahr am NO-Pfeiler eine neue Tour gemacht, welche wir uns mal anschauen wollten. Leider ist der Gerlosstein grundsätzlich ziemlich grasig, dazwischen gibt es aber immer auch schöne Kletterstellen, im gesamten ist die Tour aber nicht besonders lohnend.
Am Sonntag bin ich mit Mathi, Magnus und Andi bei aller feinstem Kaiserwetter hinauf zur Wangalm, Andi und Magnus sind hinüber zum Obereintalschrofen, um dort die anspruchsvolle "Everybody`s Darling" 8+ zu klettern. Wir wussten zuerst nicht recht was wir klettern sollten, so fiel unsere Wahl auf die "Beamtenlaufbahm" von Messner/Sint. Zuerst Route führt 2 SL über die "Jörg-Simon" hinauf, ehe sie links hinaus Richtung Wolke 7 führt. Das Alternativprogramm wurde dann aber zu einem richtigen alpinen Schmankerl. Fantastischer Fels, steile, gutgriffige Kletterei, die Standplätze sind vorhanden, dazwischen ist viel Eigeninitiative gefragt, alles genau nach unserem Geschmack. In der vorletzten SL haben wir dann einen eigenen Ausstieg gewählt, welcher einer Rissspur (VI-) folgt, die zum Schluss zum letzten Stand der "Wolke 7" führt, über die wir dann wieder abgeseilt haben. Den Tag haben wir dann gemütlich auf der Wangalm ausklingen lassen.
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Montag, 1. Oktober 2018

Karkopf "Dolce Vita sulle Rocce" 8

A bissl Dolce Vita geht immer, behauptet meine Frau. In der gleichnamigen Tour am Karkopf ist mit Dolce Vita bald Schluss. Nicht umsonst hängt im zweiten Bolt der Einstiegslänge ein Rückzugskarabiner. Schon beim Anblick der ersten Länge war mir klar: gut dass sich Martin am heißen Ende des Seiles eingebunden hat.

Die Erstbegeher haben gesucht, und gefunden. Die Linie ist an sich nicht logisch, vereint aber den besten Fels im ansonsten sehr gestuften Gelände. Die Kletterei darf getrost als anspruchsvoll bezeichnet werden und die Absicherung schert sich wenig um die Nöte der Kletterer. Zwischen den einzelnen Fixpunkten ist ordentlich Platz für unschöne Erfahrungen. Grounderpotential garantiert. Und wie habe ich da unlängst in einer Tourenbeschreibung gelesen: spätestens hier endet alpines Plaisirklettern - eine zutreffende Untertreibung. Unsere Hochachtung gilt jedenfalls den Erstbegehern, die die Tour von unten erschlossen haben.

Nach sieben Stunden Kletterzeit konnten wir (Martin Haid und Autor) unsere Sorgenfalten glätten (soweit das halt im Club der alten Männer möglich ist).


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Montag, 24. September 2018

Rosengarten - Punta Emma & Pala di Socorda

Wegen der unsicheren Wetterprognose am Wochenende verlegten wir unseren geplanten Bande Ausflug vom Hochkönig in den Süden, wobei die Wahl auf`s Rosengarten Gebiet fiel. Da wir schon am Freitag starteten, hatten einige leider berufsbedingt keine Zeit. So fuhren Roli, Sonne, Wolfi und ich über Welschnofen, Karersee nach Pera im Fassatal. Von hier fuhren wir an diesen zwei Tagen mit dem Shuttle Bus zum Rif. Gardeccia, da die Strasse für den öffentlichen Verkehr gesperrt ist. Von der Vajolethütte aus sahen wir auch schon die steile Nordwand der Punta Emma, Roli hatte die "Eisenstecken-Führe" VI auserkoren, eine kühne Freikletterei in bestem Dolomiten Fels. Von zu viel "Eisen" wurden wir in der Tour nicht verwöhnt, aber mit Friends ließ sich einiges entschärfen, so dass wir schon bald wieder auf der Vajolethütte unser Bier genossen. Tags darauf, gestärkt vom Vino, stand noch die "Schubert-Werner Südkante" VI+ auf den Pala di Socorda Gipfel auf unserer Wunschliste. Auch hier war viel Eigenregie in Sachen Absicherung gefragt, die Kletterei begeisterte und durch den etwas späteren Start mussten wir auch schon wieder Gas geben, um die 14 SL zu bewältigen. Auch der Abstieg mit einigen Abseilern verlief gut, so dass wir rechtzeitig zum Shuttlebus kamen und auf der Heimfahrt mit einer Pizza den netten Kletterausflug ausklingen lassen konnten.
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Donnerstag, 6. September 2018

Zweiter Kreuzberg, Roter Turm & Hundstein



Die letzte Ferienwoche haben Arthur und ich nochmal genutzt, um Pausetouren zu sammeln. So sind wir diesesmal ins schöne Appenzellerland gefahren und haben der Alpsteingruppe einen Besuch abgestattet. Unser erstes Ziel war am zweiten Kreuzberg die „Direkte Südverschneidung“ (VI+). Zuerst geht es gemütlich hinauf zur Unteralp und von dort steil über Grashänge zum Einstieg. Apropos Gras, dieses wird man in dieser Tour noch häufig antreffen, der Fels dazwischen wäre eigentlich recht gut. Nachdem wir von dieser Route nicht sonderlich begeistert waren, hofften wir am zweiten Tag auf mehr Klettervergnügen, welches wir auch bekommen sollten. Bereits der Zustieg zum Alpengasthof Bollenwees, welches wunderschön am Fälensee liegt, ist landschaftlich sehr eindrucksvoll. Von hier aus sieht man bereits gut den restlichen Zustieg und die zwei Gipfel für diesen Tag. Zuerst klettert man die Südwand des Roten Turms (VII-), nach einer luftigen Abseilfahrt geht die Kletterei in der Hundstein Südverschneidung (VI) weiter. Tolle Routenkombination und super Kletterei in bombenfestem Fels, in landschaftlich wunderschöner Umgebung, wo man sich als Tiroler ohne Pauseführer eher nicht hin verirren würde ;-) War meine 80igste Pause Tour!

Sonntag, 26. August 2018

Kirchdachspitze Westpfeiler "Schwarze Platten" VI-



Bereits zu Wochenbeginn bin ich mit Arthur gemeinsam ins Pinnistal hinein geradelt. Normalerweise verirren wir uns hierrein nur im Winter, aber die Beschreibung in Otti Wiedmanns Buch „Alpinklettern in Tirol“, hat uns dazu bewogen, auch mal im Sommer Hand an den Fels zu legen. Der Fels auf der Kirchdach- und Ilmspitze wird als der Beste in den Stubaier Alpen bezeichnet, so waren wir schon gespannt, ob sich das auch bewahrheitet. Man steigt auf dem Normalweg zur Kirchdachspitze auf, über ein Band geht es dann hinaus zum Einstieg. In der 2. Seillänge geht es dann in super Fels gleich zur Sache, steile, griffige Kletterei, richtig lässig! Die meisten Standplätze sind vorhanden, den Rest kann man super selber absichern. Vom Ausstieg gelangt man über ein Band wieder zum Normalweg und zurück zu den Rucksäcken. Echt eine lohnende Kletterei und sicher nicht das letzte Mal, dass wir dem Pinnistal im Sommer einen Besuch abgestattet haben.

Langkofel NW Wand, Sisyphos 6+

Im Sommer 2017 haben die Brüder Ivo und Edy Rabanser mit Heinz Grill und Florian Kluckner ihre neue Route an der Langkofel NW Wand fertiggestellt. Der Routenname dürfte sich wohl auf die Mühen ihrer Erstbegehung beziehen.
Das Ergebnis kann sich jedenfalls sehen lassen. Der Fels ist ausgezeichnet, an jedem Stand steckt ein Bolt (Abseilpiste) und die (zumeist gebohrten) Sanduhrschlingen dienen der Orientierung in der schier überdimensionalen Arena.
Wir (Thomas und Simon Schöpf mit Autor) sind als Dreierseilschaft eingestiegen. Da die ersten Längen auf Grund eines nächtlichen Gewittes völlig durchnässt waren, kam gleich alpines Feeling auf. Während sich die Route zunächst über den plattigen Vorbau schlängelt steilt sie dann unvermittelt auf. Der immer bombenfeste Fels ist extrem großgriffig und erlaubt auch im steileren Gemäuer ein rasches Vorankommen. Die Route ist teilweise selbst abzusichern, was jedoch auf Grund der gutmütigen Felsstruktur kein Problem darstellt.
Der Regenschauer der uns in der 20. Länge ereilt hat, konnte den Gesamteindruck nicht schmälern.

Der Abstieg erfolgt mittels 16 maligem abseilen. Glück oder Zufall, jedenfalls hatten wir selbst in den flacheren Strecken des Vorbaues kein Problem das Seil abzuziehen.

Alles in allem eine wunderbar kompakte Kletterei mit gemäßigten Schwierigkeiten und alpinem Touch.


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Dienstag, 21. August 2018

Falscher Kogel - Direkte Nordwand VI-

Burki und ich wollten es unseren Kollegen der Bande gleich tun und so ging es heute in einen Nordwandklassiker. Kleiner Unterschied: Genusskletterei vom feinsten, kurzer Zustieg,  fester Fels und mit Bohrhacken saniert ;-)
Trotz Hitze ein cooles Tagerl am Hahntennjoch
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Sonntag, 19. August 2018

Praxmarkar N-Wand - Speckkar N-Wand - Kl.Lafatscher N-Pfeiler

Schon lange Zeit stand die Praxmarkar Nordwand auf der Wunschliste von Mathi und mir ganz oben. Da wir heuer bereits einige anspruchsvolle Touren im flüssigen Fels gemacht haben, fühlten wir uns fit genug für die wohl berüchtigste Karwendelwand. Andi hat sich kurzentschlossen auch mitzukommen, nach langer Alpinkletterabstinenz genau die richtige Tour ;-) Vom Lafatscher Hochleger gelangt man in totaler Einsamkeit in einer guten Stunde zum Einstieg. Über einen Pfeiler (5 SL bis V+) gelangt man hinauf zu den Hauptschwierigkeiten. Die nächsten 2 SL sind die ungutesten der Tour, schlechter Fels und dazu noch schlecht zum Absichern. Am Ende eines Querganges zeugen die Überreste einer Rettungsaktion, die sich in den 70iger Jahren zugetragen und für einen Kletterer tödlich geendet hat, von der Ernsthaftigkeit der Tour. Nach den Hauptschwierigkeiten kommt man auf ein breites Band und von dort geht es in teils ungutem Gelände hinauf zum Gipfel, den wir nach 7,5h erreicht haben. Die Route wurde von Auckenthaler/Schmidhuber im Jahre 1935 erstbegangen, laut unseren Informationen waren wir erst die 10 Seilschaft, die diese Tour geklettert sind. Nun stand uns noch der lange Hatscher hinüber zum Halleranger bevor, wo bereits Tom und Arthur auf uns warteten. Die beiden Kameraden sind am kl. Lafatscher den "Nordpfeiler" (VI+) geklettert und waren von der Tour voll begeistert. Nach einem gemütlichen Abend bei Horst und Evi, haben wir am nächsten Tag die Seilschaft getauscht. Arthur und Mathi haben die erste Wiederholung unserer Neutour "Schallhartes Gelächter" (VII-) an der Speckkar N-Wand gemacht. "A super alpine Tour hab`s da gmacht", so ihre Rückmeldung, über die wir uns natürlich sehr gefreut haben! Sie haben weitere 5 Haken in der Route zurückgelassen. Tom und ich sind zur Überschallwand, um dort die Route von S.Jöchler/K.Weidner (VI-) zu klettern, alpines Genußklettern. Abgestiegen sind wir über die "Alte Nordwand", was sich als Schnellabstieg ideal eignet! Waren wieder 2 coole Tage im wunderschönen Karwendel.
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Mittwoch, 15. August 2018

Mont Blanc Brouillardgrat integral

Nach langem warten auf stabiles gewitterfreies Wetter mit Wolfi letzten Freitag ins Val Veni auf der Mont Blanc Südseite gefahren um endlich den Brouillardgrat Integral zu machen. Dieser stellt ein begehrtes Ziel für 4000er Sammler dar da er in seiner gesamten Länge über Punta Baretti, Mont Brouillard, Pic Luigi Amadeo und Mont Blanc de Courmayer auf den Mont Blanc führt, dabei überwindet der Grat einen Höhenunterschied von nicht weniger als 3300hm!. Wir haben den Zustieg über die Monzino Hütte gewählt dieser ist mit einer Ver Stelle zwar etwas schwieriger, aber man kann sich nach der langen Anfahrt noch einmal auf der Hütte ausrasten bevor es richtig zur Sache geht und das geht es wirklich. Am nächsten Tag nach einer flachen Gletscherquerung gehts über 3 Seillängen (4u5) in eine 500m Schrofenwand bis zum Grat der einem zu den Aig. Rouges führt, hier ist die Routenführung nicht mehr eindeutig und bescherte auch uns 2 Verhauer was Zeit und Kraft gekostet hat. Anschließend wieder mit unzähligem auf und ab mit immer wieder knackigen Kletterstellen zu einem Gratkopf hinter der P. Baretti welcher eine recht gute Biwakmöglichkeit bietet. Felsqualität bis dort miserabl aber das hat sich am nächsten Tag noch gesteigert, am weiterweg zum Mont Brouillard hat man das Gefühl man trägt den ganzen Berg ab. Vom Col Emile Rey gehts in 4 Seillänen senkrecht in eine Rinne die zum Pic Luigi Amadeo führt. Hier ist man voll dem Steinschlag ausgesetzt
und alles ist locker. Vom Pic L. A. gehts mit Abseilen in eine Scharte wo die nächsten Schlüssellängen warten, 2 Seillängen (4)linkshaltend über eine Platte und vereiste Risse (guter Fels) auf den Grat zurück, endlos (mit zunehmender Höhe) zieht sich dann noch der Grat weiter bis er in einen Firngrat übergeht und am Mont Blanc de Courmayer mit einer letzten Felsstelle endet. Der Weiterweg zum Mont Blanc ist nur mehr Firn und flach. Überglücklich und entlastet gings über die Normalweg Autobahn über Dome du Guoter (noch ein 4000er) zur Gouter Hütte wo der Wirt immer ein freies Platzl für Bouillard Aspiranten hat.Fotos