born in tirol

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Dienstag, 10. März 2020

Bande Ausflug Silvretta

Für das Sonntags prognostizierte Traumwetter nahmen wir für unseren diesjährigen Bande Ausflug den Zustieg zur Tuoihütte bei kaltem, stürmischem Wind am Tag zuvor gerne auf uns. Die kleine, feine Hütte erreichten wir von Guarda im Unterengadin. Nachmittags bei besserer Sicht konnten wir im tiefen Pulver noch auf ein Joch aufsteigen. Abends wurden wir bestens bewirtet, wobei die Kameradschaft nicht zu kurz kam.. Am Sonntag stand dem Aufstieg zur Hint. Jamspitze 3153m  nichts mehr im Wege, wobei Roli in flottem Tempo die Spurarbeit übernahm. Auf dem aussichtsreichen Gipfel trennten sich unsere Wege, wie geplant. Roli, Burki, Sonne, Arthur und Mathi wählten die Abfahrt auf Schweizer Seite, wobei die Powderfreuden nicht zu kurz kamen. Ich schloss mich Wolfi und Sepp an, die um die Mitfahrgelegenheit von unserem Obmann Markus wussten, der gerade bei der Jamtalhütte für einen Bergrettungskurs referierte, so konnten wir über Galtür unsere Heimreise antreten. Zuvor stiegen noch auf die weniger besuchte Augustenspitze 3228m und hatten noch eine Abfahrt vom Feinsten.
Bilder

Montag, 9. März 2020

Der neue Kletterführer für das Karwendel ist da, mit vielen alpinen Klassikern und neuen Touren.
 
Reinschauen lohnt sich!
 
Hier geht´s zur Seite.
Link
 

Dienstag, 18. Februar 2020

Skitour und Mixedklettern

Die Ferien konnte ich gut ausnutzen und ein paar lässige Skitouren in den Stubaiern, Tuxern, Zillertaler und im Karwendel machen. Weiters war ich mit Gebi in den Dolomiten, um am Mur de Pisciadù die "Hruschka" (M5+/WI4+) zu klettern. Coole, abwechslungsreiche Kletterei an guten Dolomitenfels. 





















Montag, 17. Februar 2020

Pinnistal - "Magier"

 

Nachdem Matthi und ich uns, was den Biergenuss betrifft, bei der Generalversammlung der Bande etwas zurückhalten konnten, stand tags darauf einer schneidigen Eistour nichts im Wege. Matthi hatte zuvor die Verhältnisse im Pinnistal bereits im Zuge eines Rodelausflugs checken können, und so wurde diesmal der Schlitten mit schwerer Eis- und Felsausrüstung beladen. Unser Ziel war der "Magier" mit seinem originalen Felseinstieg (M7- WI5). Angeblich stieg Andi Orgler bei der Erstbegehung 1992 mit Reibungskletterschuhen den schwarzen Kalk empor, bis er schließlich einen Haken unterbringen konnte und auf Schalenschuhe und Steigeisen wechselte. Da Matthi schon vor einigen Jahren eine Wiederholung der Tour glückte, war es nun an mir, mich an der schwierigen ersten Seillänge zu versuchen. Der Schnee am Einstieg war vom Winde verweht, und so stieg ich vom vereisten Boden weg in die steile Wand. Gut zwei Meter unter Orgler's erstem Haken konnte ich, mit dem Eispickel an einer Felsleiste hängend, den Hammer ziehen und mehr schlecht als recht einen Haken unterbringen. Von diesem zumindest moralisch unterstützt, stieg ich zum Haken der Erstbegeher und dem beginnenden Riss empor. In diesem ging's dann gesichert an Keilen und Cams deutlich entspannter hinauf, bis ich auf die anfangs dünne Eisglasur wechseln konnte. Dem Tropfwasser des über uns hängenden "Kometen" entgehend noch ein paar Meter nach rechts und... STAND!
Matthi führte souverän die zweite Seillänge, in welcher ein herrlich dünner Eisschlauch durch die Wand empor führt. Ein etwas morscher Eisvorhang ließ uns auf den letzten Metern etwas nach rechts ausweichen, bis wir uns schließlich zufrieden am Latschenband über dem Amphitheater die Hände schütteln konnten. Schnell schweiften unsere Blicke hinunter zur Pinnisalm, wo wir uns nach kurzer Abseilfahrt ein Bierchen genehmigten ☺







Linker Kraftwerksfall


Der linke Kraftwerksfall in Lüsens steht schon länger auf meiner Wunschliste. Heuer präsentiert er sich mit recht gutem Eisaufbau.

Samstag, 18. Januar 2020

Eiger - fest in Tiroler Hand



Die Tage nach Weihnachten sind üblicherweise jene Tage, an denen Gutscheine eingelöst werden. Mein einzulösender Gutschein war bereits über sechs Jahre alt. Gutscheine ohne Datumsangabe bleiben in Österreich 30 Jahre gültig. Dann wäre ich allerdings eher zu alt, um einen Gutschein mit der Aufschrift „1x Eiger-Nordwand klassisch“ noch einlösen zu können.
Von Daniel Obererlacher (unterwegs mit Albert Neuner) wussten wir, dass die Verhältnisse in der Heckmair Route teilweise recht sportlich seien.
Das erste Drittel konnten wir bei optimaler Schneeauflage stapfen. Der Mittelteil zeigte dann seine Zähne und die Kletterei habe ich als recht anspruchsvoll empfunden (liegt aber vielleicht auch daran, dass meine Performance im Steigeisen – Fels geschruppe verbesserungswürdig ist). Am Götterquergang bezogen wir dann ein kurzes Nachtlager, um am zweiten Tag das letzte Drittel in Angriff zu nehmen. Hier fehlte es eindeutig an Schnee und Eis, es gab etliche blankliegende Passagen und Bereiche mit einem unangenehmem Fels – Eis Mix. Im Gipfeleisfeld beschlich mich kurz der Gedanke, die Tour könnte vielleicht nie enden.
Damit ordentliches Westalpenflair aufkommt, nebelte es zeitgerecht am Gipfel ein. Der Abstieg über die Eiger-Westflanke (erste Schibefahrung 1970 durch Sylvain Saudan – siehe letzte Ausgabe von bergundsteigen) ist dann im Verhältnis zur Tour wenig spektakulär. Nur das Knietiefe Gewühle ab halber Abstiegshöhe zehrte etwas an den Nerven.
Mit dem Bauarbeiterzug ging es kostenlos (!! Hopp Schwyz) zurück auf die Kleine Scheidegg, wo wir im Bellevue des Alpes den Ausflug ausklingen ließen. 

Und endlich löste sich die Zunge vom Gaumen.
Dank an Jojo Steidl für die unvergesslichen Tage.

Um FOTOS zu schießen blieb ganz offensichtlich wenig Zeit.