born in tirol

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Donnerstag, 9. November 2017

Garhwal Himalaya "Kedarnath South Face"

Am 20.9.ging es gemeinsam mit Inhöger Sepp und Schranz Christoph nach Indien.
Genauer gesagt nach Nord Indien, ins Garhwal Himalaya.
Unser Ziel, eine neue und direkte Linie durch die Südwand des Kedarnath 6940 Meter.
Nach unser Ankunft in Delhi ging es gleich zum Indischen Mountainclub wo wir unser Briefing hatten.
Am nächsten Tag hatten wir eine 7 stündige Autofahrt nach Rishikesh vor uns. Unglaublich wie viel Verkehr und Lärm auf den Indischen Straßen ist.
Nach einer Nacht in Rishikesh ging es erneut 8 Stunden durch den Dschungel. Da es an diesem Tag recht stark geregnet hat, wurde die Straße einige mal vermurt, und wir mussten immer wieder warten bis ein Bagger die Straße wieder halbwegs hergerichtet hat.
Am nächsten Tag hatten wir noch eine kurze Autofahrt nach Gaurikund. Dort wurde unser Gepäck auf Pferde gepackt, und gemeinsam ging es dann zu Fuss 16 Kilometer über einen Pilgerweg hinauf nach Kedarnath. Der Ort heißt gleich wie unser Berg, und ist eine ziemlich bekannter Pilgerort. Dementsprechend sind auch viele Leute dort, und bei schönem Wetter landen im Minutentakt die Hubschrauber. 2013 wurde der Großteil von Kedarnath überflutet.
Viel hat sich seit der Flut nicht geändert. Der Ort schaut noch ziemlich verwüstet aus, viel zu viel Leute bzw Müll neben der Straße, und durchgehend schreit irgendein Prediger durch einen Lautsprecher. Ich war heilfroh als wir nach zwei Tagen endlich weiter Richtung Berg gingen, und uns oben auf  3900 Meter unser Basecamp einrichteten.
Nach zwei Rasttagen im Basecamp sind wir das erste mal richtig losgestartet. Unser Plan, bis auf 5000 Meter hinauf zu klettern, oben übernachten und am nächsten Tag wieder ins Basecamp absteigen.
Der Aufstieg war um einiges härter als wir gedacht haben. Unsere Rucksäcke waren schwer, die Höhe spürten wir, dann war die Kletterei durch den Gletscherbruch auch nicht ganz einfach, bzw recht gefährlich und Christoph fühlte sich schlecht bzw kränklich. Irgendwann erreichten wir einen halbwegs sicheren Platz auf 5000 Meter und stellten unser Zelt auf. Die Nacht war hart!! Christoph hatte starken Husten, Sepp kämpfte mit seiner Schnappatmung und Platz hatten wir zu dritt im Zwei Mann Zelt auch nicht :-D!
Am nächsten Morgen noch schnell Frühstücken und durch den Gletscherbruch wieder zurück ins Basecamp.
Unten angekommen sagte mir Sepp dass er Knieprobleme hat und für Ihn die Expedition vorbei ist. Ein zu hohes Risiko und er wird nicht mehr aufsteigen.
Das war natürlich alles andere als optimal für mich. Das Wetter war perfekt, ich fühlte mich fit und stark, und meine Freunde waren beide außer Gefecht :-/!
Wir hofften dass sich Christoph erholt und dass wir in einer Woche zu zweit weiter machen können.
In der Zwischenzeit bin ich noch mal alleine durch den Gletscherbruch hinauf zu unserm Lager und noch ein bisschen weiter, um den Weiterweg zu erkunden. Hat recht gut ausgeschaut, aber nur zu zweit möglich. Zu viele Spalten und zu schwere Kletterei um es alleine zu versuchen.
Nach weiteren 3 Tagen im Basecamp ging ich mit Christoph 100 Höhenmeter von unserem Basecamp hinauf auf die Moräne. Oben musste wir leider einsehen dass es keinen Sinn mehr hat, länger zu warten. Christoph seine Bronchitis hat sich zwar gebessert, aber von Bergsteigen auf fast 7000 Meter weit entfernt.
Also bin ich am nächsten Tag noch einmal alleine hinauf, um unser Material zu holen. Mittlerweile hat die Sonne dem Gletscherbruch schon ordentlich zugesetzt und es wurde vom Steinschlag und Eisschlag her recht ungemütlich. Aber alles gut gegangen und am Beginn vom Gletscherbruch haben schon Sepp und Christoph auf mich gewartet, gemeinsam spazierten wir zurück zum Basecamp.
Nach zwei Tagen kamen die Träger, und für uns ging es wieder Richtung Heimat.
Von der Organsiation war unsere Argentur, Rucksack Tours wirklich Top. Rani und Shashank haben von Anfang bis zum Ende alles bestens organisiert und wir konnten uns voll aufs Bergsteigen konzentrieren. Natürlich waren auch unsere Köche Karma und Dorjey gewaltig. Besser geht es nicht!!
Unsere Expedition ist zwar dieses mal nicht erfolgreich gewesen, aber das gehört zum Bergsteigen dazu. Vielleicht funktioniert es das nächste mal wieder ;-)!


Fotos





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