born in tirol

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Montag, 28. Juni 2021

Predigtstuhl – „Direkte NW-Risse“ (Eichinger/Hasse)

Am Samstag den 26. Juni 2021 haben’s Sonne und ich endlich wieder mal geschafft, gemeinsam eine ordentliche Alpintour zu klettern. Dafür haben wir uns die „Direkten NW-Risse“ von J. Eichinger und D. Hasse am Predigtstuhl ausgesucht. Am 4. Oktober 1975 erstbegangen fand die ca. 250 m lange Route in den gängigen Führerwerken lediglich knappe Erwähnung und dementsprechend gering dürfte die Zahl der Begehungen sein. Dankenswerter Weise wurden jedoch bei einer der jüngsten Wiederholungen vor allem an Standplätzen einige neue Haken geschlagen.

Den Beginn der eigentlichen Route an deren Abzweigung von der „Ostler-Führe“ erreichten wir seilfrei über den Wandsockel, der über zahlreiche Linien beklettert werden kann. Vom dortigen Standplatz (3 H.) leitet griffiger Fels im IV. Grad rechts empor. Am sog. „Hakenwandl“ (VI+) in der folgenden Seillänge beginnen die Schwierigkeiten, welche hier jedoch durch den rauen festen Fels und einige namensgebende rostige Wegweiser leicht von der Hand gehen. Der folgende mit einigen Steinen geladene Kamin wird athletisch rechts umgangen. Nun folgen zwei Seillängen in einer angenehm zu kletternden Kaminreihe im V. Grad bis man einen Stand (1 H. und SU, jedoch Cam besser) am rechten Rand eines Grasbandes erreicht. Durch eine kurze Rechtsquerung erreicht man die steile Rissverschneidung der Schlüsselseillänge (VII). Hier ist es von Vorteil, neben einem Keilsortiment die mittleren Cam-Größen doppelt am Gurt zu haben. Vom folgenden Stand an den noch übrigen Klemmgeräten leitet geradlinig ein langer Risskamin (VI+) nochmal fordernd und steil empor. Nach der Überwindung eines Klemmblockes und ein paar weiteren Metern in Verschneidungskletterei erreicht man schließlich einen Standplatz (3 H.) auf einem Podest. Nach einem letzten steilen und schön zu erkletternden Aufschwung erreicht man die Gratschulter der Nordkante unter dem Nordgipfel des Predigtstuhls. Diesen erstiegen wir über eine im letzten Bild gezeigte schräge „Variante“ des Ausstieges der „Ostler-Führe“. Eine Abseilfahrt durch den „Botzong-Kamin“ brachte uns zurück zu unseren Rucksäcken in der Steinernen Rinne.






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