born in tirol

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Mittwoch, 19. Juli 2017

Sass de Mesdi, kl. Ochsenwand, Fallbachkartürme



Eigentlich wollten wir diese Woche in die Schweiz fahren, leider hat das instabile Wetter dies verhindert, deshalb waren wir in der näheren Umgebung unterwegs. Am Sonntag sind Matthi und ich nach Südtirol gefahren. Am Sellajoch hatte es nur 3 Grad, deswegen haben wir uns etwas südseitiges ausgesucht und da wir beide noch nie was im Mittagstal geklettert sind, haben wir dort eine Tour ausgewählt. Die Route von „Malsiner-Moroder“ (VI A1/VII) auf den Sass de Mesdi bietet tollen, gutgriffigen Dolomitenfels! In der SSL haben Haken gefehlt, diese hat Matthi wieder eingenagelt. Echt eine lohnende Tour.

Am Montagnachmittag sind Arthur und ich hinein zur kl. Ochsenwand um dort die „Schmidhuber-Lang“ (VI-) zu klettern. Die Touren dort sind heuer alle super trocken und deshalb ideal zum Klettern. Kurzes, tolles Alpinabenteuer auf festem schwarzen Fels. 

Gestern wollten Arthur und ich wieder einmal ein richtiges Abenteuer von der Haustür machen. Deshalb sind wir zeitig in der Früh von der Hinterhornalm hinunter ins Vomperloch und über das abgebrannte Lochhüttl hinauf zum Einstieg (3 Std.) der Nordwand der Fallbachkartürme. Dort haben Ende der 60iger Jahre Werner Haim und Felix Kuen diese über 1000m hohe Wand durchstiegen. Bis jetzt gibt es nur gut 10 Begehungen der Route. Werner hat mir diese Tour immer empfohlen und sie mit der „Schmid-Krebs“ an der Laliderer verglichen. Die Route hat sich jedoch als schwieriger erwiesen als die Lali-Tour. Es stecken nur wenige, dafür aber schlechte Haken und der Fels ist teilweise recht brüchig. In den 2 SSL dafür ist der bombenfest, zum Glück, denn diese sind echt recht kühn! Nachdem ich den schwierigen 40m Quergang (VI) hinter mich gebracht habe und Arthur bei mir war, hat uns auch das erste Gewitter erreicht. So mussten wir die restlichen SL im triefnassen Fels hinaufklettern. Nach knapp 20 SL hat man die Hauptschwierigkeiten hinter sich und steigt in ca. 1,5-2h hinauf zum Grat. Dort ist die Tour noch lange nicht fertig, denn man muss über die Fallbachkartürme hinüber bis zum Ausgangspunkt, eigentlich eine Bergtour für sich. Langsam dämmerte es auch schon und das 2 Gewitter, inklusive starkem Wind hat uns auch wieder erreicht, so war der Abstieg noch eine kleine Odyssee. Alles in allem aber eine mega Tour und mit dem langen Zu- und Abstieg sicher etwas vom längsten was man im Karwendel machen kann! Falls jemand die Route klettern möchte, Beschreibung, Topo und Wandbild gibt es bei mir!

Kommentare:

Rainer hat gesagt…

Herzliche Gratulation zur Nordwand der Fallbachkartürme!
Ich kenne die Türme in der Überschreitung von der H. Fürleg nicht aber die vom Lochhüttl aus furchteinflößend aussehende Nordwand.
Schade, daß eure Fotos unterhalb der Grathöhe enden, ich hätte gerne gewußt an welcher Stelle die Nordwandtour die Grathöhe erreicht (oben viel oranges Material, sehr brüchig, auf euren Fotos erscheint auch die letzte Seilänge im festen Wettersteinkalk zu sein, also das letzte Foto vermutlich noch weit unterhalb der Grathöhe?).
Berg Heil Mander!
Rainer


www.spitzentreffen.at

Sonne hat gesagt…

Serwas Rainer, leider hat es nach der Schlüsselseillänge zu regnen begonnen und mir haben müssen im Nassen oben raus steigen. Deshalb haben mir in Fotoapparat im Rucksack verstaut.
Aber wie du richtig vermutet hast ist der obere Teil brüchig, so wie auf den Türmen.
SG Sonne